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BBK-Ausstellung in St. Mang: Füssenerin Anna Pflanzelt erhält Förderpreis der Stadt

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Dr. Karin Haslinger (v.l.), Lucas Böhle, Daphne Kerber, Anna Pfanzelt, Richard Alber und Bürgermeister Maximilian Eichstetter
Feierliche Eröffnung und Preisverleihung: BBK-Vorsitzende Dr. Karin Haslinger (v.l.), Lucas Böhle, Daphne Kerber, Anna Pfanzelt, Richard Alber und Bürgermeister Maximilian Eichstetter. Im Vordergrund ist das ausgezeichnete Werk „Indie-Anna & Rockn‘roll“ zu sehen. © ed

Füssen - Bis 10. Juli sind die Werke von 46 Künstlern in der Ausstellung „Aktuelle Kunst im Museum“ und eine Sonderausstellung von Eunice Huf im Barockkloster St. Mang zu sehen.

Man sah Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) die Freude förmlich an, nach zwei Jahren wieder eine Ausstellung im Barockkloster St. Mang eröffnen zu können. Die gemeinsame Ausstellung „Aktuelle Kunst im Museum” des Berufsverbandes Bildender Künstler Allgäu/Schwaben (BBK) und der Stadt Füssen kann noch bis zum 10. Juli dienstags bis sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr besucht werden.

Mit der Eröffnung in der vergangenen Woche einher ging die Verleihung des „Füssener Preis für aktuelle Kunst“ an Daphne Kerber sowie des „Füssener Förderpreis für junge Kunst“ an Anna Pfanzelt. Für den musikalischen Rahmen der Eröffnung im Kloster sorgte Elena Hofer an der Gitarre.

In ihrer Laudatio betonte BBK-Vorsitzende Dr. Karin Haslinger im Rahmen der Vernissage, dass die Ausstellung einen repräsentativen Querschnitt zeitgenössischen Kunstschaffens aus ganz Bayerisch Schwaben darstellen will. Mit Blick auf die diesjährigen Preisträger widmete sie sich zunächst der gebürtigen Füssenerin Anna Pfanzelt und ihrer prämierten Plastik, die einen Kuhkopf darstellt – eine Betonguss-Plastik mit Pigmenten.

Den geheimnisvollen Titel „Indie-Anna & Rockn'roll“ entschlüsselt die Künstlerin nur insoweit, als sie mit Indie auf Indien verweist, wo die Kuh als heilig verehrt wird. Zugleich stelle die Bildhauerin eine Verbindung zu den Allgäuer Kühen und ihrer eigenen Heimat her. „Nach ihrer eigenen Aussage ist die Plastik zusammen mit dem Titel des Werks eine Ode an die Kuh im Spannungsfeld von heilig und Nutztier“, so Dr. Haslinger. Zudem sei der Titel die Benennung einer Werkgruppe, die derzeit am Entstehen ist.

Preis für Kerber

Den „Preis für aktuelle Kunst“ erhielt die Künstlerin Daphne Kerber aus Isny für ihr Werk „Gottesanbeterin“. Der Bronzeguss mit Pigmenten zeigt ein Insekt, dass gewissermaßen symbolisch für den Menschen steht. „Tiere, wie hier die Gottesanbeterin, erscheinen in menschlichen Rollen. Damit verweist die Bildhauerin sowohl auf die kreatürliche Seite des Menschen, wie auch auf Nähe zwischen Mensch und Tier“, erklärte Dr. Haslinger in ihrer Laudatio auf die Isnyer Künstlerin.

In der Haltung und der Handlung präsentiere Daphne Kerber ein Lebewesen in betender Haltung. Die Jury habe neben der großen handwerklich-technischen Perfektion und der Originalität insbesondere die Vielschichtigkeit der Wirkung dieses ästhetischen Objekts sowie die Möglichkeit weiter zu denken und eigene Interpretationen zu finden, berücksichtigt, sagte Haslinger ferner.

Besondere Ausstellung

Einen besonderen Stellenwert räumte die Laudatorin der Sonderausstellung mit dem Titel „Drawings and small Oils“ der gebürtigen Kanadierin Eunice Huf ein, die zuletzt in Kaufbeuren lebte. Im Februar 2022 verstarb Huf im Alter von 89 Jahren. Ihre Werke sind mal kraftvoll und intensiv, dann wieder weich und lasierend, mit einem sicheren Gespür für Farbe und Komposition. In der Sonderausstellung werden die verschiedenen Aspekte ihres künstlerischen Schaffens jetzt sichtbar.

ed

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