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Bürgerversammlung: Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke zieht Bilanz

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Von: Alexander Berndt

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Bürgerversammlung Schwangau
Legt Rechenschaft ab: Der Schwangauer Bürgermeister Stefan Rinke informiert im „Schlossbrauhaus“ über das Geschäftsjahr 2020. © Alexander Berndt

Schwangau – Mit dem „Ziel, die bestmöglichen Lösungen für alle Bürger“ zu erreichen, habe die Verwaltung der Gemeinde Schwangau auch im Jahr 2020 an „größeren und komplexeren Aufgaben“, das Dorf der Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau betreffend, gearbeitet.

Das betonte jetzt Bürgermeister Stefan Rinke (CSU) in der Bürgerversammlung im Schlossbrauhaus. Dorthin waren allerdings nur 30 Schwangauer gekommen.

Diejenigen, die trotz der hohen Inzidenzen gekommen waren, fühlten sich nach Rinkes etwa einstündigem Rechenschaftsbericht offenbar so gut informiert, dass es nicht einmal mehr zu einer Aussprache kam.

Bevor Rinke mit umfangreichem Zahlenmaterial sehr detailliert auf das Jahr zurückblickte, dankte er dabei nicht nur der Verwaltung für deren „Flexibilität und große Einsatzbereitschaft“, sondern auch dem Gemeinderat, dessen „großes persönliches Engagement“ er lobte. Anschließend teilte der Rathauschef mit, dass sich das Jahresergebnis des Gesamthaushalts auf 17,8 Millionen Euro belaufen habe, dessen Einnahmen und Ausgaben sich sowohl im Verwaltungshaushalt (12,3 Millionen Euro) als auch im Vermögenshaushalt (5,5 Millionen Euro) ausgeglichen haben.

Dabei seien die Einnahmen aus Steuern und Zuweisungen von 6,5 Millionen im Jahr 2019 auf ungefähr 3,9 Millionen Euro zurückgegangen, weshalb die Gemeinde „für Ausfälle an Gewerbesteuer“, die 2020 rund 500.000 Euro betragen habe, eine Bedarfszuweisung von rund 1,6 Millionen Euro erhielt.

Größter Posten bezüglich der Ausgaben des Verwaltungshaushalts waren die Personalkosten mit 3,2 Millionen Euro, informierte Rinke die Anwesenden. Diese seien denn auch um gut vier Prozent im Vergleich zu 2019 auf 25,8 Prozent der Gesamtausgaben des Verwaltungshaushalts angestiegen. Die Zuführung des Verwaltungshaushalts zum Vermögenshaushalt habe indes um etwa 1,5 Millionen auf 1,6 Millionen Euro abgenommen.

Hohe Investitionen

Nichtsdestotrotz habe die Kommune Investitionen in Höhe von 5,3 Millionen Euro tätigen können, betonte der Bürgermeister, der den gemeindlichen Grunderwerb mit ungefähr 1,6 Millionen Euro als größte Einzelinvestition anführte.

Besonders erfreut äußerte er sich über die Schuldenentwicklung im Jahr 2020, die um knapp 200.000 Euro auf 1,6 Millionen Euro sanken. Das bedeute eine Pro-Kopf-Verschuldung der Schwangauer von 479 Euro und trage der Verpflichtung der Gemeinde Rechnung, „die Schulden zu senken“. Die Rücklagen seien im vergangenen Jahr allerdings gleichfalls von acht auf 5,5 Millionen Euro zurück gegangen. Zudem werde für 2021 „mit einer Rücklagenentnahme von drei Millionen Euro und einem Rücklagenbestand von 2,5 Millionen Euro gerechnet“, unterstrich Rinke.

Weniger Gäste

Darüber hinaus gab er mit Blick auf den Tourismus in der Kommune bekannt, dass Schwangau 2020 „weniger ausländische Gäste und Übernachtungen“ als im Jahr davor gehabt habe, bevor er schließlich noch über einige aktuelle Baumaßnahmen sowie Planungen, mit denen man sich in Schwangau befasse, berichtete. Als Beispiele nannte er den Umbau des Kindergartens und die Sanierung des Kurparks, der Innenausbau der neuen Tourist Information sowie der Ausbau der Staatsstraße 2016.

Laut Rinke laufen darüber hinaus im Schwangauer Rathaus unter anderem Planungen bezüglich der Ausweisung des Wasserschutzgebiets Schwangau, der Heimat- und Demografiestrategie, des Radwegs zwischen Brunnen und Schwangau sowie des Entwicklungsplans Forggensee. Man habe denn auch „eine gute Planung für 2022“ aufgestellt, betonte der Bürgermeister. „Bei uns gibt es noch Tradition und Brauchtum, darauf können wir stolz sein!“

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