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Deutsche Curlerinnen holen sich Bronze

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Von: Chris Friedrich

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Deutsches Fraue Curling Team
Die deutschen Frauen lagen im kleinen Finale gegen Russland drei Mal zurück. Doch immer wieder glichen sie aus und holten sich schließlich den Sieg. © Steve Seixeiro

Lillehammer/Füssen – Das deutsche Curling-Frauennationalteam hat sich Bronze bei der Europameisterschaft in Lillehammer erkämpft. 

Im entscheidenden Spiel hatten die Gegnerinnen aus Russland bis zum achten End noch knapp geführt. Doch das Team um Skip Daniela Jentsch glich drei Mal aus und gewann mit 9:6.

Jentsch vom Curling Club Füssen war am Ende des Turniers, an dem zehn Mannschaften teilnahmen, glücklich. Sie gewann mit ihren Clubkameradinnen die Bronzemedaille. „Wir wollten es und haben gezeigt, dass wir es auch können“, kommentierte die Füssenerin den erst im zehnten End (Spiel) erkämpften Sieg gegen die Russinnen, die bis zum achten End knapp geführt hatten.

Den dritten Platz sicherte sich das deutsche Team durch eine intelligente Taktik. Analena Jetnsch, Emira Abbes und Mia Höhne gaben unter der Spielführung von Dani Jentsch die Begegnung nicht verloren, obwohl sie 1:3, 3:5 und 5:6 gegen Russland zurücklagen. Drei Mal gelang ihnen aber der Ausgleich und mit der Führung zum 7:6 drehten sie noch die Partie. Zum ersten Mal knapp in Führung, sorgte Skip Jentsch schließlich für den 9:6-Endstand – und die Spielerinnen lagen sich in den Armen.

In der Vorrunde hatten die Russinnen noch knapp die Nase vorn gehabt und über das deutsche Team triumphieren können. Das verlor dadurch aber sein angestrebtes Ziel nicht aus den Augen verlor. Auf die mit Klara-Hermine Fromm aus Geising ergänzte Nationalmannschaft von Coach Holger Höhne aus Füssen, der zum legendären Silbermedaillengewinner Team Kapp gehörte, wartet jedoch schon die nächste schwere, aber machbare Aufgabe: das Qualifikationsturnier für die Olympia-Teilnahme, das ab Samstag, 11. Dezember, stattfindet. Angesichts der Nervenstärke der vier Füssenerinnen spricht viel dafür, dass sie es schaffen werden, bei den Spielen in Peking 2022 dabei zu sein.

Mittelmaß boten dagegen die deutschen Männer bei der EM in Norwegen. Das Team um Skip Marc Muskatewitz belegte Platz acht. Dennoch weiß man beim Deutschen Curling Verband: das vergleichsweise noch junge Team hat auf internationalem Eis durchaus gute Perspektiven. Als Beleg dafür kann die Leistung bei der 6:7-Niederlage gegen das Topteam aus der Schweiz herhalten.

Das EM-Turnier gewonnen haben die Schottinnen, die im Finale die Schwedinnen mit 7:4 schlugen.

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