1. Startseite
  2. Bayern
  3. Augsburg & Schwaben
  4. Kreisbote Füssen

FW wollen Radverkehr in Füssen optimieren

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Matthias Matz

Kommentare

Radweg in Füssen
Unter anderem einen durchgehenden Radweg auf der Südseite der Inneren Kemptener Straße fordern die Freien Wähler. © Matthias Matz

Füssen – Wie kann der Situation für Radfahrer in Füssen verbessert werden? Darüber macht sich die Fraktion der Freien Wähler (FW) nach eigener Aussage seit Jahren intensiv Gedanken. Drei konkrete Vorschläge hat sie jetzt der Stadtverwaltung in einem schriftlichen Antrag vorgelegt. In der jüngsten Sitzung des Stadtrats zeigte sich: einige Ideen hat die Verwaltung bereits auf dem Schirm.

Konkret geht es um drei Forderungen, die die Fraktion jetzt in einem schriftlichen Antrag an die Verwaltung eingebracht hat. Zum einen soll der Radweg von Füssen nach Weißensee verbreitert und bis etwa 200 Meter vor dem Ortseingang deutlicher vom Fußgängerweg getrennt werden. Zum anderen fordert die Fraktion einen Radweg auf der Südseite der Inneren Kemptener Straße. Die dortigen Parkplätze sollen entweder gestrichen oder auf der nördlichen Seite der Straße eingerichtet werden.

Der neue Radweg soll an die Luitpoldstraße anknüpfen und von West nach Ost über den Maximilianplatz bis zur Ampel am Krankenhaus führen. Um bauliche ‚Änderungen zu vermeiden, sollten ähnlich wie in Reutte Piktogramme oder ein Schutzstreifen aufgemalt werden, schreiben die Stadträte weiter. Ohnehin gelte: „Die Beschilderung der Radwege muss optimiert werden.“

In einem dritten Punkt beantragt die Fraktion die Einführung eines Shuttle-Busses, der alle 20 Minuten fährt und sämtliche neuralgischen Punkte in der Stadt anfährt. „Das Ziel sollte sein, den gesamten ÖPNV-Busverkehr möglichst vom Bereich des Kaiser-Maximilianplatzes und des Luitpoldkreisels fernzuhalten“, heißt es in dem Schreiben.

Umfangreiche Planung

Hauptamtsleiter Peter Hartl wies in seiner Stellungnahme darauf hin, dass der Ausbau des Radwegs nach Weißensee so schnell wohl nicht machbar ist. Da das Staatliche Bauamt in Kempten und die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt hier mit einbezogen werden müssen, komme man um umfangreiche und somit zeitaufwändige Planungen nicht herum.

Wenig Hoffnung auf eine schnelle Umsetzung machte Hartl auch bei der Einführung eines Shuttle-Busses. Bei den Infotagen zur weiteren Entwicklung des Morisse-Areals sei deutlich geworden, dass vor allem die Verkehrsproblematik die Bürger beschäftige, erläuterte der Hauptamtsleiter. Dabei seien sich die Menschen einig gewesen, dass der Individualverkehr weniger werden müsse, um Staus zu verringern und den Verkehr besser fließen zu lassen.

Allerdings sei diese Problematik sehr komplex, sodass ein eigenen Konzept dafür her müsse. Hart kündigte an, dass dieses in den kommenden Monaten ausgearbeitet werden soll, wobei auch die Ideen der Füssener aus der Bürgerbeteiligung zur Morisse einfließen sollen.

Deutlich schneller und mit weniger Aufwand könnten die Vorschläge in der Inneren Kemptener Straße umgesetzt werden – etwa durch neue Fahrbahnmarkierungen oder eine neue Anordnung der Parkplätze, informierte der Hauptamtsleiter.

An dieser Stelle trat FW-Stadtrat Jürgen Doser auf die Bremse. „Ich würde sogar noch einen Schritt zurück gehen“, sagte er. Seiner Fraktion sei es vor allem darum gegangen, eine „Blaupause“ vorzulegen und zu demonstrieren, dass man die Situation verbessern wolle. Er schlug vor, zunächst den Arbeitskreis (AK) „Radverkehr“ einzuberufen und die Themen dort zu besprechen. „Da würde ich gerne Kollegen aus den Fraktionen und engagierte Bürger einladen“, sagte er.

Bei Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) stieß er damit auf offene Ohren. Ein möglichst breiter Konsens in der Sache sei umso besser, so der Rathauschef, der vorschlug, auch Behördenvertreter mit dazu zu holen. Ohnehin habe der AK „Radverkehr“ bislang erst einmal getagt.

Dr. Martin Metzger (BfF) appellierte, vor allem an die Bedürfnisse der einheimischen Radfahrer zu denken. Die Debatte dürfe sich nicht in erster Linie mit touristische Themen wie Ladestationen für E-Bikes befassen. „Hier muss es um die gehen, die in Füssen von A nach B wollen“, betonte er.

Laut Beschluss sollen die Vorschläge der FW nun in die weiteren Verkehrsplanungen aufgenommen werden.

Auch interessant

Kommentare