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Lina Hügel ist Jugendsportlerin des Jahres 2020/21 – Curlingteam Jentsch wird Mannschaft des Jahres

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 Lina Hügel, Bürgermeister Maximilian Eichstetter (v.l.), Alexander Stankowitz, Zweiter Vorsitzender der IFS, und Sportbeauftragter Markus Gmeiner.
In ihrer Altersklasse kann die zwölfjährige Lina Hügel schon mit einigen Titeln in ihrer Sportart Karate aufwarten. Dazu gratulieren ihr Bürgermeister Maximilian Eichstetter (v.l.), Alexander Stankowitz, Zweiter Vorsitzender der IFS, und Sportbeauftragter Markus Gmeiner. © ed

Füssen – Das Curlingteam Jentsch ist Mannschaft des Jahres 2020/21 der Stadt Füssen. Bei der 34. Sportlerehrung im Sparkassensaal zeichneten Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) und der städtische Sportbeauftragter Markus Gmeiner auch Karateka Lina Hügel aus, die Sportlerin des Jahres im Jugendbereich wurde. Zum Trainer des Jahres wurde Bernhard Gebler vom Deutschen Alpenverein Sektion Füssen gekürt. 

Nicht nur Eichstetter und Gmeiner war die Freude bei der 34. Sportlerehrung der Stadt Füssen anzumerken, dass nach gut zweijährigem Stillstand im Vereinsleben dieser „Sport-Champions-Treff“ im Sparkassensaal zusammen mit der Interessengemeinschaft Füssener Sportvereine (IFS) wieder stattfinden konnte. Die Stimmung unter den Sportlerinnen und Sportlern jeden Alters war gelöst. Auch sie waren froh, wieder mit ihresgleichen zusammentreffen zu können.

Insgesamt 40 Gold-, 31 Silber- und 37 Bronzemedaillen gingen an erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler aus verschiedenen Sparten, vom Segeln über Karate und Schießsport bis hin zum Tennis. Bei der Verteilung der Medaillen stand der Curling Club mit 25 Medaillen (21 Mal Gold und vier Mal Silber) an der Spitze, gefolgt vom Segelclub Füssen-Forggensee mit 23 Medaillen (17 Mal Gold, zwei Mal Silber und vier Mal Bronze).

Jugendsportlerin des Jahres wurde Lina Hügel von der Sportschule Shinto Füssen. Sie ist nicht nur Deutsche Meisterin im Karate/Kumite in der Altersklasse zwölf bis 13, sondern auch Schwäbische Meisterin im Karate/Kata im Einzel und im Team sowie Mitglied der deutschen Jugend-Nationalmannschaft.

Die Auszeichnung „Mannschaft des Jahres“ ging an das Curlingteam Jentsch mit Daniela und Annalena Jentsch, Mia Höhne und Emira Abbes. Die Mannschaft wurde Neunte bei der Weltmeisterschaft und Fünfte bei der Europameisterschaft. Zudem holte Mia Höhne den 13. Platz bei der B-Weltmeisterschaft und wurde Deutsche Meisterin mit den Juniorinnen U2.

Spaß statt Erfolg

Die Laudatio für den Trainer des Jahres hielt der stellvertretende Vorsitzende der IFS, Alexander Stankowitz. „Wir haben uns gemeinsam für eine Person entschieden, die die Auszeichnung ,Trainer des Jahres‘ bekommen soll, die seit Geburt in unserer Gegend tief verwurzelt ist“, erklärte er. Sportlich sei der Ausgezeichnete nicht nur in der Disziplin, für die man ihn heute ehren wolle, sondern auch in vielen anderen Sportarten präsent – jedoch besonders beim Klettern und im Klettersteig mit seinen „Felsenbeißern“, im Rahmen des Kinderkletterns.

Die Rede war von Bernhard Gebler von der Sektion Füssen des Deutschen Alpenvereins. Seine Prämisse sei, dass Kinder Spaß haben müssen und der Erfolg nicht im Vordergrund steht, sagte Stankowitz. Mit Bernhard Gebler werde ein Mann ausgezeichnet, dem es ein Anliegen sei, Freude mit Naturverbundenheit zu vereinen und beides zu vermitteln. Weil er sich in Corona-Quarantäne befand, konnte Gebler seine Auszeichnung nicht persönlich entgegen nehmen. An diesem Abend erhielten außerdem 18 Vereinen Zuschüsse in Höhe von 20.000 Euro für ihren laufenden Sportbetrieb.

In seinem Grußwort brachte Bürgermeister Eichstetter allen Trainern, Betreuern und Familien seinen Respekt entgegen, verbunden mit der Hoffnung, „dass wir uns wenigstens schrittweise wieder der Normalität im Vereinsleben nähern“.

Ein Vorbild an Fleiß

Sein besonderer Gruß galt Karin Ketterl, die kürzlich nach 26 Jahren als IFS-Vorsitzende zurückgetreten war. Sie war für Eichstetter ein Vorbild an Erfolg, Fleiß, Übung und Ehrgeiz. Vorbilder seien nun dringend notwendig, um das Vereinsleben durch gemeinsame Aktivitäten wieder aufblühen zu lassen, so der Rathauschef. Der städtische „Sportminister“ Markus Gmeiner sprach von einem „grausigen Jahr“, in dem die Gesellschaft in allen Bereichen gelitten habe.

Beim anschließenden Stehempfang mit musikalischer Umrahmung durch Roland Kurz hatten die Sportlerinnen und Sportler ausgiebig Zeit, sich untereinander auszutauschen – eine Gelegenheit, die in den vergangenen beiden Jahren zu kurz gekommen war.

ed

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