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Füssener Bürgermeister äußert sich zu Bedenken der Ziegelwies-Anwohner

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Von: Matthias Matz

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Füssener Stadtteil Ziegelwies
Dass die städtischen Wohnungen in der Ziegelwies saniert werden sollen, sorgt bei einigen Anwohnern für Bedenken. © Archiv/Knoll

Füssen – Seit bekannt ist, dass die Stadt in der Ziegelwies ihre Liegenschaften sanieren und gleichzeitig neue Häuser bauen will, rumort es in dem Stadtteil. 

Die Befürchtungen der Anwohner griff Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) vergangene Woche in der Bürgerversammlung auf.

Wie bereits mehrfach im Kreisboten berichtet, plant die Stadtverwaltung nicht nur, die kommunalen Wohnhäuser in der Ziegelwies zu sanieren, sondern auch durch eine sogenannte Nachverdichtung neue bezahlbare Wohnungen zu bauen. Konkret sieht ein Planungsentwurf den Bau von drei neuen viergeschossigen Häusern sowie Anbauten an drei bereits bestehende Häuser vor. Ferner soll eine Tiefgarage errichtet werden.

Bei den Anwohnern sorgen diese Pläne allerdings für Unbehagen. Auch einige Stadträte wie Magnus Peresson (UBL) und Dr. Christoph Böhm (CSU) sind gegen das Vorhaben in der bislang geplanten Form, da sie eine Zerstörung des historischen Ensembles befürchten. „Die durch die Jury so hoch gelobte Verdichtung bedeutet für den Bestand die totale Vernichtung“, so Peresson gegenüber unserer Zeitung.

Er wisse um die Befürchtungen der An- und Bewohner, dass im Zuge des Projekts die bestehenden Gebäude mit abgerissen werden könnten, sagte Eichstetter dazu kürzlich in der digitalen Bürgerversammlung. Das sei aber nicht zutreffend, betonte er. „Die Bestandsgebäude werden nicht abgerissen!“, betonte er. Noch gar nicht fest stehen demnach auch Gestaltung und Größe der geplanten Neubauten. Die exakte Planung werde erst in den kommenden Wochen erfolgen, beruhigte der Rathauschef.

Gleiches gelte für den geplanten Bau einer Wohnanlage in der Floßergasse unterhalb des Franziskanerklosters. Dort will die Stadt bekanntlich ebenfalls bezahlbaren Wohnraum schaffen. Über beiden Projekten steht ohnehin vor dem Hintergrund einer leeren Stadtkasse die Frage der Finanzierbarkeit. Es stelle sich die Frage, so Eichstetter: „Inwiefern können wir uns das leisten?“

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