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Schippern auf dem Forggensee wird 2022 teurer

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Von: Katharina Knoll

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MS Füssen und MS Allgäu auf dem Forggensee
Eine Fahrt mit der MS Allgäu oder der MS Füssen wird in der kommenden Saison spürbar teurer. © Matthias Matz

Füssen – Wer im kommenden Jahr mit dem Schiff eine Runde auf dem Forggensee drehen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen.

Denn die Fahrpreise sowohl für die kleine als auch für die große Rundfahrt werden erhöht. Erwachsene müssen künftig drei Euro mehr ausgeben. Das hat am Dienstag der Werkausschuss einstimmig beschlossen.

„Die Anpassung der Fahrkartenpreise ist angesichts der in allen Bereichen gestiegenen Kosten wegen der Corona-Pandemie erforderlich“, heißt es von Seiten der Forggenseeschifffahrt. Nur so könne sie das aktuelle Leistungsangebot erhalten bzw. ausbauen sowie die Qualitätsstandards halten. „Es ist notwendig die Preise anzuheben, um die in der Vergangenheit aufgetretenen Verluste und Kosten zumindest teilweise ausgleichen zu können.“

Auch das Landratsamt Ostallgäu habe das mit Blick auf die Konsolidierung des Haushalts angeregt, erklärte Helmut Schauer, Leiter der Forggenseeschifffahrt. Im Vergleich zu anderen bayerischen Schifffahrten, wie beispielsweise auf dem Königs-, Tegern- oder Ammersee „schauen wir immer noch gut aus“, meinte Schauer

So wird ab der kommenden Saison für Erwachsene die große Rundfahrt auf der MS Füssen 16 Euro statt bisher 13 Euro kosten, für die kleine Rundfahrt auf der MS Allgäu fallen dann 12 Euro statt bisher neun Euro an. Trotz der Preiserhöhungen gibt es dagegen eine finanzielle Erleichterung für Kinder. Denn künftig fallen auch noch 15- und 16-Jährige unter den Kindertarif. Dieser wird ab dem kommenden Jahr für die große Runde acht Euro und für die kleine Runde sechs Euro betragen.

Um Familien zu entlasten, regte Hans-Jörg Adam (FWF) an, Kinder nicht nur bis vier, sondern künftig bis sechs Jahre kostenlos auf den Schiffen mitfahren zu lassen. „Auf dem Starnberger See und dem Ammersee sind sie bis fünf Jahre frei“, meinte er.

Um das jetzt ad hoc beschließen zu können, fehle jedoch jegliche Berechnungsgrundlage, wandte Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) ein. „Bis vier Jahre sind wir immer gut gefahren“, meinte zudem Schauer. Außerdem gebe es für Familien sowieso eine finanzielle Erleichterung, da künftig mehr junge Fahrgäste unter den Kindertarif fallen werden.

Bei der anschließenden Abstimmung darüber zeigte sich das Gremium gespalten. Fünf waren für die Änderung, fünf dagegen – und der Antrag somit abgelehnt. „Wir berechnen das fürs nächste Jahr“, schlug Eichstetter einen Kompromiss vor. Mit Blick auf die anderen Schifffahrten tendierte er dann aber eher zu einer Freigrenze bis fünf Jahre. „Ich wüsste nicht, warum wir ein Jahr höher gehen sollten als alle anderen.“

Familien profitieren

Die wichtigere Stellschraube war für Ilona Deckwerth (SPD) jedoch die Familienkarte. Diese soll für die große Rundfahrt künftig 39 Euro statt bisher 33 Euro und für die kleine Rundfahrt 29 Euro statt bisher 23 Euro kosten. Hier sei wichtig, dass sie auch für mehr als zwei Kinder gelte, meinte die SPD-Stadträtin. Doch das sei sowieso der Fall, so der Rathauschef. „Wenn sie sieben Kinder haben, zahlen sie genauso viel wie für zwei.“

Außerdem mache die Forggenseeschifffahrt immer Sonderpreise für Schul- oder Kindergartengruppe, informierte Schauer nach Barbara Henles (CSU) Einwand.

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