Fahrradfahrer blicken von einer Brücke herunter.
+
Unterwegs werden die Mitglieder der „Pfrontner Liste” mit der ein oder anderen tollen Aussicht belohnt.

»Pfrontner Liste« on Tour

Kommunalpolitiker der „Pfrontner Liste“ besichtigen das Vilstal und seine Natur

Pfronten – Die Vils mit ihrer Geschichte sowie die Flora und Fauna entlang des Ufers haben Mitglieder der „Pfrontner Liste“ nun bei einer Fahrradtour erkundet.

An einem herrlichen Spätsommer-Nachmittag haben sich Mitglieder der „Pfrontner Liste” auf Einladung von Vorsitzendem Christian März am Haus des Gastes getroffen und sind wie zahlreiche andere Freizeitsportler mit dem Rad ins heimische Vilstal gefahren. Im Vordergrund sollte bei der „Pfrontner Liste” aber nicht die sportliche Aktivität stehen, die positiver Nebeneffekt war, sondern vielmehr die Vils mit ihrer Geschichte sowie die Flora und Fauna entlang des Ufers.

Wer an die Vils in Pfronten denkt, hat häufig das Bild von zahlreichen Brücken im Ortszentrum über den Fluss vor Augen oder einen durch den notwendigen Hochwasserschutz gezähmten Fluss, der sich wie ein Kanal durch die Kommune zieht. Die Vils hat aber viel mehr zu bieten und dies konnten die Mitglieder der „Pfrontner Liste” bei dieser Radtour flussaufwärts mit Willi Kiechle gemeinsam erkunden.

Stark gefährdete Blattflechte

Der Weg führte Bürgermeister Alfons Haf und die weiteren Teilnehmer zunächst Richtung Staatsgrenze, wo in unmittelbarer Ufernähe die echte Lungenflechte zu bestaunen war. Begünstigt durch die Feuchtigkeit der Vils wächst dort die stark gefährdete Blattflechte noch an mehreren Ahornbäumen. Für einen Laien kaum erkennbar ist die Flechte Indikator für ein intaktes Ökosystem, das im Vilstal noch besteht und dringend zu erhalten ist.

Weiter führte der Weg die Teilnehmer dann ins benachbarte Schattwald. Durch die dort vorherrschende Hügellandschaft konnte Kiechle anschaulich über die Entstehung des heutigen Flusslaufes während der letzten Eiszeit und dem Zusammenhang zwischen Wertach und Vils berichten.

Weiter entlang am Wasserkraftwerk, wurde der Blick frei auf den beeindruckenden Vilswasserfall in seiner über Jahrtausenden lang ausgespülten tiefen Schlucht. Höhepunkt der Tour war aber mit Sicherheit die im Verborgenen liegenden Schleierfälle mit den angrenzenden Sintersstufen. Kiechle berichtete dort über die Entstehung und ließ den mystischen Ort ansonsten einfach auf die Teilnehmer wirken.

Fleischfressende Pflanzen

Nach einer Einkehr im „Kalbelehof” besichtigten die Teilnehmer dann noch im Scheidbach das sogenannten „Hohmoos“, wo völlig unscheinbar der faszinierende rundblättrige Sonnentau wächst. Faszinierend für Zweiten Bürgermeister Biba Sauer deshalb, weil es sich dabei um eine fleischfressende Pflanze handelt, die im Vilstal keiner der Teilnehmer vermutet hätte.

Das Fazit der Teilnehmer an der Fahrradtour lautet dann auch: Es lohnt sich, in und um Pfronten mit offenen Augen entlang der Vils die Natur zu genießen, wo es eine große Vielfalt zu entdecken gibt.

kb

Quelle: Kreisbote

Auch interessant

Kommentare