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Nesselwang, Halblech und Rieden stellen vor vielen Zuschauern ihre Maibäume auf

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Von: Herbert Hoellisch, Michael Straub

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Landkreis - Mit dem traditionellen Maibaumaufstellen haben die Gemeinden Nesselwang, Halblech und Rieden am vergangenen Sonntag den Mai begrüßt

Nach sieben Jahren stellten die Nesselwanger Trachtler um Vorstand Michael Dopfer wieder einen Maibaum am südlichen Ende des Kurparks. auf Der knapp über 31 Meter hohe Baum wurde bereits Ende Januar im Hofer Wald, der zwischen Nesselwang und dem Attlesee liegt, gefällt. Die Heilig-Geist-Stiftung hatte den Baum gestiftet.

„Gestern vormittags haben wir den Baum aus dem Wald geholt und in knapp über acht Stunden gerichtet“, informierte Gerhard Unsinn, Zweiter Vorstand des Trachtenvereins ‚D‘ Alpspitzler’, der zusammen mit seinem Bruder Alfred das Aufstellen überwachte. Die Trachtler bereiteten den Baum in den Hallen der Firma Möst vor, wo er auch geschützt vor eventuellen Maibaumdieben die Nacht verbrachte. Ein Krans der Firma stellte schließlich den neue Maibaum vor zahlreichen Einheimischen und Gästen auf. „Aus Platzgründen, weil’s wegen des Spielplatzs nicht mehr mit den Stangen geht“ so Unsinn.

Noch am Boden wurden die Zunftzeichen der zehn Nesselwanger Zünfte, die im 17. Jahrhundert in der Ostallgäuer Marktgemeinde vertreten waren, das Abbild der Nesselwanger Kirche Sankt Andreas und das Zeichen des Bauernstands und der Landwirte angebracht.

Nachdem der neue Maibaum im Kurpark stand, dankte Vorstand Michael Dopfer der Harmoniemusik Nesselwang unter der Leitung von Dirigent Helmut Wittmann, der Heilig-Geist-Stiftung sowie allen Trachtlern, die mitgeholfen hatten, den Baum herzurichten und im Anschluss für das leibliche Wohl der zahlreichen Besucher sorgten. Die Harmoniemusik spielte noch bis in den frühen Nachmittag. Außerdem zeigte der Nachwuchs der Trachtler bei zwei Auftritten sein Können.

Trachtenverein „d´Älpler stellt den Maibaum in Trauchgau per Hand auf

Etwas länger als der Maibaum in Nesselwang war der in Halblech Der Trachtenverein „d`Älpler“, der auch heuer wieder für das Aufstellen des Maibaums zuständig war, ließ die 34 Meter lange Fichte im Bruchwald fällen und an einem unbekannten Ort entrindet. Anschließend wurde sie mit dem weiß-blauen Rautenmuster verziert und die aufgefrischten Zunftzeichen der ortsansässigen Vereine und Firmen am Maibaum montiert.

Begleitet von den Klängen der Musikkapelle transportierte ein Pferdegespann den Maibaum von der Austraße zum Aufstellort am Rathaus in Trauchgau, wo ihn die Männer des Trachtenvereins mit vereinten Kräften von Hand vor den Augen vieler begeisterter Zuschauer aufstellten.

Anschließend tanzten die aktiven Trachtler und Jugendgruppen unter dem Maibaum.  Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Der Erlös aus der Bewirtung soll an die Ukraine-Hilfe gespendet werden. Aus Solidarität weht zudem eine ukrainische Flagge am Maibaum.

Mithilfe eines Kranes wurde der Maibaum in Rieden am Dorfplatz aufgestellt.
Mithilfe eines Kranes wurde der Maibaum in Rieden am Dorfplatz aufgestellt. © ed

Kran zieht 29 Meter langen Maibaum am Dorfplatz in Rieden am Forggensee in die Senkrechte

Den Dorfplatz in Rieden am Forggensee ziert seit Sonntag ein 29 Meter langer Maibaum. In den vergangenen Wochen hatte das Team um Trachtensvereinsvorsitzende Ingrid Mattern den Baum, den die Koppenrechtler sponserten, auf Hochglanz gebracht.

Das traditionelle Rautenmustern in blau-weiß ziert nun den Maibaum, der Sonntagmorgen von seinem Lagerplatz in Osterreinen in die Ortsmitte gefahren wurde. Dort nahm ihn Kranfahrer Jürgen Allgayer an den Haken und brachte ihn innerhalb von 30 Minuten in eine senkrechte Position. Anschließend fixierten ihn Handwerker mit Bandeisen. Über 100 Interessierte verfolgten das Spektakel und beklatschten am Ende das erfolgreiche Aufstellen des Maibaums.

Zum Abschluss spielte die Musikkapelle Rieden unter Leitung von Florian Schmölz die Bayernhymne, bevor sie mit musikalischen Klängen zum „Haus am Kalkofen“ marschierte. Aufgrund der unsicheren Witterung war die eigentliche Maifeier dorthin verlegt worden.

Bei Brotzeit und Bier wurde gefeiert und alle waren froh, sich nach „langer Zeit der Abstinenz“ wieder in größerem Rahmen treffen zu können.

Bürgermeister Andreas Haug und Trachtensvereinsvorsitzende Ingrid Mattern dankten allen, die an dem Ereignis mitgewirkt hatten und drückten ihre Freude darüber aus, dass der Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde und den Vereinen trotz längerem Stillstand noch intakt sei.

ed

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