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Nesselwang will Zweitwohnungen verhindern

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Von: Herbert Hoellisch

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Ferienwohnung
Um künftig Zweitwohnungen und Leerstände verhindern zu können, ändert die Gemeinde Nesselwang nun seine Fremdenverkehrsbeitragssatzung © Symbolfoto: panthermedia/bschaffer

Nesselwang – Als eine der ersten Kommunen im Allgäu ändert Nesselwang seine Fremdenverkehrsbeitragssatzung nach dem Paragraphen 22 des Baugesetzbuches. 

„Ein wichtiger Schritt für den Ort sowie den Wohnungsmarkt für Einheimische “, sagte Bürgermeister Pirmin Joas (CSU) vergangene Woche bei der Vorstellung der neuen Satzung im Gemeinderat. Dieser stimmte der Neufassung einstimmig zu.

Mit dem Neuerlass wird die rechtliche Möglichkeit geschaffen weitere Zweitwohnungen und Leerstände zu verhindern. Dem muss zukünftig der Markt zustimmen, wenn eine Nutzungsänderung für diese Zwecke beantragt wird. Bisher war dies nach dem Ablauf einer Frist ohne Zustimmung möglich.

Nesselwangs Hauptamtsleiter Helmut Straubinger stellte die Änderungen im Detail vor. „Es gibt eine Bestandschutz-Regelung”, betonte er. „Die Neufassung greift unseres Wissens nach bei einer Veräußerung von bestehenden Zweitwohnsitzen oder Ferienwohnungen.“

Im oberbayerischen Raum hätten Kommunen mit viel Fremdenverkehr, die diese Regelung bereits umsetzen, durchwegs gute Erfahrungen gemacht. „Wir haben in der Region mit der Neufassung einen Vorbildcharakter“, erklärte der Hauptamtsleiter. Es gebe bereits Rückfragen von Nachbarkommunen und von der Regierung von Schwaben eine positive Rückmeldung für die Änderung.

Hohe Strafen

„Zuwiderhandlungen können richtig teuer werden“, so der Hauptamtsleiter. In dem Fall können bei einer unrechtmäßigen und nicht genehmigten Nutzung die Eigentümer mit bis zu 50.000 Euro bestraft werden.

Dritter Bürgermeister Gerhard Straubinger lobte die Neufassung. „Die Satzung entfaltet ihre Wirkung in die Zukunft. Wir können so weitere Zweitwohnungen und Leerstände verhindern.“

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