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Schwangauer Kindergarten St. Tosso: »Fast optimale Lösung«

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Von: Alexander Berndt

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Kindergarten in Schwangau
Für Umbau und Erweiterung des Kindergartens St. Tosso liegt nun ein Gesamtkonzept vor. Die neuen Pläne gehen weit über die ursprünglichen hinaus. © Alexander Berndt

Schwangau - Mehrheitlich sprach sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag in der für ein Gesamtkonzept zur Erweiterung des Kindergartens St. Tosso aus. 

Jetzt ist es endgültig beschlossene Sache: Bei einer Gegenstimme sprach sich der Gemeinderat Schwangau in seiner jüngsten Sitzung am Montagabend in der Therapiehalle der Grundschule für ein vollständiges Gesamtkonzept zur Erweiterung des Kindergartens St. Tosso aus. Damit kam das Gremium einer Forderung der Regierung von Schwaben nach. Ohne das Konzept gebe es keine Zustimmung für einen von der Kommune gestellten Förderantrag, so vorherige die Botschaft aus Augsburg.

Bürgermeister Stefan Rinke (CSU) stellte den Räten am Montagabend ausführlich das Gesamtkonzept vor, das die Regierung von Schwaben zur Bewilligung eines bereits vor gut einem halben Jahr gestellten Förderantrags für dieses Bauprojekt erst kürzlich eingefordert hatte.

Einer langfristigen Bedarfsplanung für die Kinderbetreuung in Schwangau gemäß „werden in Zukunft fünf Kindergartengruppen (125 Plätze) und drei Krippengruppen (36 Plätze) benötigt“, führte Rinke weiter aus und fügte hinzu: „Zur Deckung des aktuellen Bedarfs ab dem Jahr 2022 sollen sofort zwei Gruppenräume an die Turnhalle der Grundschule angebaut werden“. Dadurch werde der Kindergarten am Standort am Kurpark erweitert.

Zusätzlich soll nun auf einem benachbarten, gemeindeeigenen Grundstück rund 250 Meter entfernt neben der Königlichen Kristalltherme eine neue Kinderkrippe für drei Gruppen errichtet werden. So sieht es das neue Gesamtkonzept vor, nach dem der bereits genehmigte Anbau von zwei Gruppenräumen an der Turnhalle zusätzlich um Funktionsräume im ersten Obergeschoss aufgestockt werden soll.

Drei Bauabschnitte

Alle Baumaßnahmen zusammen sollen dabei nach Rinkes Angaben in drei Bauabschnitten „schnellstmöglich in den nächsten drei, vier Jahre erfolgen.“ Die drei Bauphasen umfassen den Anbau an die Turnhalle der Grundschule, die Generalsanierung des Bestandsgebäudes im Kurpark sowie den Neubau der Kinderkrippe in der Nähe des Grundschulareals gegenüber der Königlichen Kristalltherme.

„Mit diesem Gesamtkonzept werden die pädagogischen, ökologischen und ökonomischen Ansprüche an eine Kindertageseinrichtung am besten erfüllt“, betonte der Rathauschef. Und während er außerdem die „Kneipp-Zertifizierung der Kindertageseinrichtung“ hervorhob, lobten mehrere Gemeinderäte dieses Konzept. So nannte es Michael Weisenbach (CSU) einen „gelungenen Kompromiss zwischen Erhalt des alten Standorts und Nachverdichtung sowie dem, was wir den Kindern bieten wollen“, wogegen es Lothar Poltmann (Freie Dorfgemeinschaft) als eine „fast optimale Lösung“ bezeichnete.

SPD-Ratsmitglied Simon Loderer drückte mit den Worten, wonach er „gut damit leben“ könne, ebenso seine Zustimmung zu dem Konzept aus. Sein Parteikollege Stefan Walz war jedoch anderer Meinung und stimmte gegen das Konzept.

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