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Vorstellung „MAKS“-Therapie bei Demenz

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30. Jubiläums der Tagespflege Neugablonz stellt das Therapie-Konzept „MAKS“ vor.
Betreuungsassistentin Renate Wende (Mitte) und Marlies Schunke, Leitung der Tagespflegen beim Roten Kreuz Ostallgäu, stellen Christian Sobl (links), Geschäftsführender Vorstand des Siedlungswerks Neugablonz, und Oberbürgermeister Stefan Bosse (2. v. li.) anlässlich des 30. Jubiläums der Tagespflege Neugablonz das Therapie-Konzept „MAKS“ vor. Rechts im Bild ist BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Hofmann. © Marketingagentur Tenambergen

Ostallgäu-Kaufbeuren – Seit drei Jahrzehnten bietet der Kreisverband Ostallgäu des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Tagespflegeplätze für ältere hilfebedürftige Menschen an. Aus diesem Anlass luden Kreisgeschäftsführer Thomas Hofmann und Marlies Schunke, Leitung der Tagespflegen, Oberbürgermeister Stefan Bosse und Hausherrn Christian Sobl, Geschäftsführender Vorstand des Gablonzer Siedlungswerks, in die Tagespflege Neugablonz ein.

Denn in Neugablonz fing alles an, erinnert sich Renate Dantinger, Sachgebietsleitung Pflege und Soziales beim BRK. Anfang der 1990er Jahre machte sich Geschäftsführer Edi Hoffmann stark für das damals im Allgäu noch ganz neue Angebot einer Tagesbetreuung für ältere, gesundheitlich eingeschränkte und demenzkranke Menschen. „1991 begrüßten wir in der Proschwitzer Straße die ersten Tagesgäste. Im Jahr 2009 erfolgte dann der Umzug in die neuen Räumlichkeiten in der Hüttenstraße 5“, so Dantinger.

Da das 30. Jubiläum der Tagespflege in die Bayerische Demenzwoche fiel, stellte Schunke thematisch passend den Ehrengästen die sogenannte MAKS®-Therapie vor. Deren oberstes Ziel sei die möglichst langfristige Förderung von Personen mit Gedächtnisschwierigkeiten im Alter. „Dadurch sollen die Fähigkeiten stabilisiert werden und die Selbstständigkeit bei möglichst guter Lebensqualität so lange wie möglich erhalten bleiben“, sagte Marlies Schunke.

„MAKS® steht für motorische Bewegungen, alltagspraktische Tätigkeiten, kognitive Gedächtnisanregungen und soziale Einstimmung in der Gruppe“, erklärte Betreuungsassistentin Renate Wende und machte die Theorie anhand anschaulicher Beispiele zum Thema Herbst deutlich. „MAKS bestimmt die Tagesstruktur in allen unseren Tagespflegen“, ergänzte sie.

Oberbürgermeister Bosse zeigte sich sichtlich beeindruckt von der Arbeit und äußerte seine Wertschätzung für Einrichtungen wie die beiden Rotkreuz-Tagespflegen in Neugablonz und den Stiftsterrassen in Kaufbeuren als „ganz wichtige Entlastungsangebote für pflegende Angehörige.“

Dem stimmte Siedlungswerk-Vorstand Sobl voll und ganz zu. „Das Angebot des Roten Kreuzes in unseren Räumen ist ein wichtiger Baustein unserer Philosophie. Wir wollen ein vernetztes Miteinander und alltägliche Begegnungen über alle Generationen hinweg. Alle sollen im Leben stehen.“ „Dazu passt auch der vor kurzem im selben Gebäude eingezogene benachbarte Kindergarten“, findet Kreisgeschäftsführer Hofmann. „Kinder im Umfeld sind einfach bereichernd.“

Informationen zu den Tagespflegen des BRK Kreisverband Ostallgäu gibt es unter www.brk-ostallgaeu.de.

kb

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