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 Bündnis „Radentscheid Bayern“ jetzt auch im Ostallgäu erfolgreich gestartet

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Gruppenfoto Auftakt Radentscheid in Marktoberdorf 2022
Auftakt in Marktoberdorf: Hubert Endhardt, Lisi Schleburg (jeweils von den Grünen), Roland Wagner (ÖDP), Regina Renner, Thigis Kirushnathasan und Peter Hack (jeweils SPD), sowie (vorne sitzend) Johannes Auburger (ADFC) © Auburger

Landkreis – Die Staatsregierung hat 2017 versprochen den bayernweiten Radverkehrsanteil bis 2025 von 10 auf 20 Prozent zu verdoppeln. Bis jetzt ist der Radverkehrsanteil aber nur um circa einen Prozentpunkt auf 11 Prozent gestiegen.

Das ist auch kein Wunder. Radwege, Abstellanlagen und Radmitnahmemöglichkeiten fehlen oder sind häufig so dürftig und unsicher, dass sie nicht zum Radfahren einladen.

Auf dem Land fehlt ein Alltagsradwegenetz zwischen den Ortschaften. Oft hat man nur die Wahl zwischen holprigen Feldwegen oder gefährlichem Radeln auf der Landstraße, wo man mit sehr hohen Geschwindigkeiten und wenig Abstand von schweren Kfz überholt wird. Radmitnahme in Bus und Bahn ist teuer, nicht garantiert oder meist gar nicht erst möglich.

Ziel ist ein Radgesetz für Bayern, das die Staatsregierung und Kommunen verpflichtet, umweltfreundliche Mobilität praktisch umzusetzen.

Der Radentscheid Bayern wird auch im Ostallgäu von einem breiten Bündnis getragen: Neben ADFC und Bund Naturschutz sind das die Parteien Bündnis 90 / Die Grünen, SPD, ÖDP und die Die Linke. Auch weitere lokale Gruppen, Firmen und Privatpersonen unterstützen den Radentscheid mit Aktionen, Infoständen und Unterschriftmöglichkeiten.

Bereits über 300 Unterschriften konnten bislang im Ostallgäu gesammelt werden, freuen sich die Aktiven beim Auftakt in Marktoberdorf.

Bahnhof im Mittelpunkt der Interessen

Wir haben uns den Bahnhof Marktoberdorf ausgesucht, erklärt Johannes Auburger, so können die Teilnehmer aus dem Landkreis zur vollen Stunde mit dem Zug an- und abreisen. Die Radabstellanlage und der Marktoberdorfer Bahnhof stehen symbolisch für die Vernachlässigung des Umweltverbunds. Keine barrierefreie Erschließung und zu wenige Fahrradständer, kein ausreichender Witterungs- und Diebstahlschutz, als dass man ein gutes Rad oder gar E-Bike zum Pendeln zum Zug verwenden wollte.

Gleich daneben sieht man die gute Radwegsbeschilderung, die in der Radregion Allgäu sehr vorbildlich gepflegt wird. Der Radweg entlang des Bahnhofs ist vorbildlich. Allerdings müsste aber hier konsequent darauf geachtet werden, dass Geh- und Radweg nicht als Parkplatz missbraucht werden und so Fußgänger und Radfahrer gefährlich auf die Fahrbahn ausweichen müssen.

Für diese und viele andere Punkte zur konsequenten Förderung des Fuß- und Radverkehrs kombiniert mit dem ÖPNV setzt sich der Radentscheid Bayern ein.

Die wichtigsten Ziele des Radentscheids:

• 25 Prozent Radverkehrsanteil bis 2030
• Ein sicheres und komfortables Radwegenetz
• Vision Zero, also Null Unfalltote im Straßenverkehr
• Förderung des Umweltverbunds
• Mehr Radschnellverbindungen
• Flächenversiegelung wird sorgfältig abgewogen

Weitere Infos zum Radentscheid Bayern unter www.radentscheid-bayern.de.

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