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Corona: neue Regelungen für Quarantäne und Kontaktnachverfolgung

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Bundeswehr hilft Gesundheitsamt, Mann nimmt einen anruf mit dem Telefonhörer entgegen.
Wegen rasant steigender Infektionszahlen gibt es Probleme damit, Infektionsketten zu verfolgen. Sechs Soldaten helfen dem Ostallgäuer Gesundheitsamt erneut bei der Kontaktnachverfolgung. © Symbolfoto: Stefan Sauer/dpa

Landkreis/Kaufbeuren – Die Infektionszahlen steigen im Landkreis Ostallgäu und der kreisfreien Stadt Kaufbeuren ebenso rasant an, wie im Rest des Freistaats. Aus diesem Grund reagierte das Landratsamt Ostallgäu und passte die Regelungen für Quarantäne und Kontaktverfolgungen an. Für eine sichere Unterbrechung der Infektionsketten beträgt im Landkreis Ostallgäu die Quarantänedauer künftig grundsätzlich zehn Tage. Die Möglichkeit der Freitestung für enge Kontaktpersonen entfällt. Maßnahmen, die auch die Stadtverwaltung Kaufbeurens bestätigte.

Grund für die strengeren Regeln ist, dass es immer wieder Fälle gibt, in denen die Corona-Infektion bei einer engen Kontaktperson erst nach dem Ende der durch Negativtest auf fünf Tage verkürzten Quarantäne festgestellt wurde.

Wie bereits viele andere stark belastete Gesundheitsämter, macht das Gesundheitsamt am Landratsamt Ostallgäu außerdem von der Möglichkeit Gebrauch, die Information enger Kontaktpersonen teilweise auf die infizierten Personen zu delegieren. Aufgrund des hohen Infektionsgeschehens können zurzeit nicht mehr alle engen Kontaktpersonen durch das Gesundheitsamt ermittelt werden.

Die infizierte Person informiert ihre engen Kontakte und bittet diejenigen, die nicht genesen oder geimpft sind, sich beim Gesundheitsamt zu melden. Diese Arbeitserleichterung ermöglicht es dem Gesundheitsamt, sich auf Situationen mit hohem Infektionspotenzial beziehungsweise mit Beteiligung von Personen, die einer Risikogruppen angehören, zu konzentrieren.

Für Kontaktnachverfolgung und Quarantäne im Bereich Schule gilt weiterhin: Sollte mehr als ein positiver Fall in der Klasse nachgewiesen werden und dieser auf den Kontakt in der Schule zurückzuführen sein, ist dies als Ausbruch zu werten und die gesamte Klasse muss in Quarantäne. Im Falle einer einzelnen Infektion in der Schulklasse werden enge Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt. Die übrigen Schüler der Klasse, die nicht als enge Kontaktpersonen eingestuft wurden und weiterhin zur Schule gehen, werden je nach Schulart drei Mal pro Woche oder zwei Mal im Pool getestet.

Soldaten helfen

Um die Kontaktnachverfolgung so gut wie möglich gewährleisten zu können, wird das Gesundheitsamt von sechs Kräften der Bundeswehr unterstützt. Damit sind am Landratsamt aktuell insgesamt 40 Personen in der Kontaktnachverfolgung eingesetzt.

Die neuen Quarantäneregeln hat der Landkreis Ostallgäu in seiner Allgemeinverfügung vom 4. November erlassen. Mehr auf www.landkreis-ostallgaeu.de/allgemeinverfuegungen.html.

kb

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