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Die Freien Wähler schicken Mariana Braunmiller ins Rennen

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Von: Angelika Hirschberg

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Mariana Braunmiller FW OAL
Mariana Braunmiller (Freie Wähler) kandidiert für den Bundestag. © Oliver Willikonsky

Wahlkreis – Mariana Braunmiller ist seit Mai 2020 im Gemeinderat von Wolfertschwenden und kandidiert nun für den Bundestag. Ein großer Sprung? „Das sehe ich nicht so“, sagt die 39-Jährige. Wenn man bei bestimmten Themen nur auf Bundesebene Veränderungen bewirken kann, dann muss man sich eben in diese Richtung weiterentwickeln. Auf kommunaler Ebene stößt man schnell an Grenzen.“

Sie nennt Themen wie Kindergartengebühren, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, gleiche Bildungschancen für alle und das Risiko der Altersarmut. Das seien Themen, die sich nur bundeseinheitlich lösen lassen.

Als berufstätige Mutter zweier Kinder steht Mariana Braunmiller mit beiden Beinen im Leben. Nach einer Ausbildung zur technischen Zeichnerin und dem Studium zur Wirtschaftsingenieurin, arbeitet Braunmiller als Projektmanagerin bei Multivac in Wolfertschwenden. „Ich kenne also die Probleme, die an der Basis vorhanden sind“, so die Gemeinderätin.

Als Motivation für ihre Kandidatur nennt Braunmiller auch, eine starke regionale Vertretung in Berlin zu unterstützen. Sie kenne die Probleme vor Ort, wie beispielsweise ein unzureichender ÖPNV, und möchte da entgegenwirken. „Das Allgäu ist wunderschön, aber man kann auch noch einiges für die Zukunft unserer Kinder verbessern.“ Gleichzeitig will sie ein stärkeres Bewusstsein für den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft schaffen. „Das Thema Regionalität liegt mir einfach am Herzen – auch weil wir in der Familie selbst einen landwirtschaftlichen Betrieb haben.“

Ein weiterer wichtiger Punkt ist für Braunmiller das Thema Corona-Impfung. „Die Freien Wähler lehnen die Impfpflicht ab“, so die Kandidatin. „Ich selbst stehe dem Ganzen auch skeptisch gegenüber.“ Auf Ungeimpfte werde ihrer Meinung nach ein ziemlicher Druck aufgebaut, was einer Impfpflicht sehr nahe komme. Im Lockdown, so hat sie in vielen persönlichen Gesprächen erfahren, seien die Menschen an ihre Grenzen gekommen. Deswegen sagt sie: „Man muss den Menschen endlich wieder ihre Lebensfreude zurückgeben.“

Ob die Freien Wähler den Einzug in den Bundestag schaffen? „Es wird wohl eine knappe Nummer! Aber ja, sicher!“

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