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Erneut wird Bedrohungslage am Schulzentrum Marktoberdorf ausgerufen

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Von: Angelika Hirschberg

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Unter Plane abgedeckt verbirgt sich die Drohschrift, die zu einem Großeinsatz der Polizei in Marktoberdorf führte. Und dazu, dass am Montag kein Unterricht am Schulzentrum stattfand.
Unter Plane abgedeckt verbirgt sich die Drohschrift, die zu einem Großeinsatz der Polizei führte. Und dazu, dass am Montag kein Unterricht am Schulzentrum stattfand. © Hirschberg

Marktoberdorf – Gegen 7.15 Uhr am vergangenen Montagmorgen erreichte die Eltern von Schülern am Schulzentrum Marktoberdorf die Nachricht, ihre Kinder wegen „unklarer Bedrohungslage“ am Schulzentrum zuhause zu lassen. Ein bedrohlicher Schriftzug an der Fassade der Realschule hatte zu einem Großeinsatz der Polizei geführt.

Wie ein Polizeisprecher vor Ort mitteilte, war das Graffitti, das Schülerinnen und Schüler bedrohte, am frühen Morgen von einem Mitarbeiter der Realschule entdeckt worden. Daraufhin sperrte die Polizei sofort das Gelände großräumig mit zehn Streifenwagen. Bis gegen 10.30 Uhr untersuchen Beamte die Gebäude und das Schulgelände, dann wurde das Areal wieder freigegeben und die Polizeikräfte rückten ab. „Es hat zu keiner Zeit eine konkrete Bedrohung vorgelegen“, sagte Polizeisprecher Holger Stabik am späten Vormittag. Auch konnte kein Anzeichen für ein widerrechtliches Eindringen in die Schulen festgestellt werden.

Dennoch hatten Schulleitungen und Polizei beschlossen, auf Nummer sicher zu gehen und den Unterrichtsbetrieb an der Realschule, Mittelschule, der Don-Bosco-Schule und am Gymnasium für diesen Tag auszusetzen. Rund 2.000 Schüler blieben zuhause oder wurden in der Turnhalle von Lehrern betreut. Am Dienstag fand wie gewohnt wieder Unterricht statt.

Die Ermittlungen nach dem oder den Tätern stehen nun am Anfang. Wie Polizeisprecher Stabik betont, handelt es sich bei der Tat keineswegs um einen Dummer-Jungen-Streich, vielmehr um eine veritable Straftat mit entsprechenden Konsequenzen.

Nach einer Bombendrohung am 8. November 2021 musste die Polizei nun bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Dreivierteljahres am Schulzentrum mit einem Großaufgebot an Kräften eingreifen.

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