Eröffnung des Eckpunktes Kaufbeuren
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Über die Eröffnung des Eckpunktes freuten sich (v. li.) Michael Böhm (Geschäftsführer des Stadtjugendrings Kaufbeuren), Michael Matzke (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), Alfred Riermeier (Leiter des Kaufbeurer Jugend- und Familienreferats), Oliver Schill (2. Bürgermeister), Holger Jankovsky (Stadtrat), Marita Knauer (Stadträtin), Till Nißle (Projektleitung), Lucia Hacker (Vorsitzendes Stadtjugendring Kaufbeuren), Kilian Herbschleb (Projektleitung) und Oberbürgermeister Stefan Bosse.

Das neue politische Wohnzimmer

Eckpunkt in Kaufbeuren will Anlaufstelle für politischen Diskurs werden

Kaufbeuren – Schon per Definition ist ein Eckpunkt nicht nur ein Ort, an dem gerne mal Kanten aufeinandertreffen, sondern auch ein Punkt „zur groben Orientierung“. Orientierung liefern, dauerhafter Anlaufpunkt sein für gemeinsamen Austausch, das alles soll nun der neue Kaufbeurer Eckpunkt, so wünschen es sich die Projektleiter Till Nißle und Kilian Herbschleb vom Stadtjugendring Kaufbeuren. Zur Eröffnung am vergangenen Freitag gab es sogar Lob aus einem Ministerium in Berlin.

Bei der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten in der Altstadt fiel dabei auch wieder ein stolzer Blick aus der Bundeshauptstadt Berlin nach Kaufbeuren. Eine entsprechende Botschaft brachte Michael Matzke vom dortigen Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit. Schon im Jahr 2019, so erzählte Matzke in seinem Grußwort, sei er nachhaltig bewegt gewesen vom damaligen Haus der Demokratie. Er ging sogar soweit, davon zu berichten, dass innerhalb des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ Projekte aus Kaufbeuren oftmals als besonders gute Beispiele herhalten. „Die Anträge aus Kaufbeuren sind meistens einerseits interessant und andererseits so gut gemacht, dass wir sie gerne und gut realisieren.“ So lief das auch bei der Idee des Eckpunktes, der nun in der Kaufbeurer Schmiedgasse, also in sehr zentraler Lage in der Innenstadt, eröffnet hat und im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert wird.

Am großen Tisch im Eckpunkt soll fortan viel Platz sein für Gespräche. „Wir wollen die Debatte aus der digitalen Welt wieder zurückholen in die Realität“, sagte Nißle, der gemeinsam mit Herbschleb die Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie in Kaufbeuren bildet. Sämtliche Angebote seien niederschwellig angelegt, im Mittelpunkt werde immer der ungezwungene Austausch stehen. „Viele Jugendverbände machen in Kaufbeuren bereits starke Arbeit. Über den Eckpunkt haben wir nun die Möglichkeit, sie optimal zu vernetzen und Synergien zu schaffen.“

„Dieser Laden wird in Kaufbeuren viel bewegen. Entstanden ist ein Raum wie ein Wohnzimmer“, lobte Lucia Hacker, Vorsitzende des Stadtjugendring Kaufbeuren, die beiden Projektleiter, die in den zurückliegenden Wochen und Monaten viel Zeit und Herz in die Räumlichkeiten gesteckt hatten. Neben Veranstaltungen – gerade auch zu Themen, die Minderheiten und kleine Gruppen in besonderem Maße bewegen – sind auch Workshops, etwa mit Schulklassen, geplant. Auf dem Lehrplan stehende Themen praxisnah zu vertiefen, das sei ein wichtiges Ziel des Eckpunktes. Obendrein stehen die Türen des Eckpunktes allen offen, die sich austauschen möchten.

Der Standort des neuen Eckpunktes ist dabei ideal, liegt er doch in Reichweite des Schulweges vieler Schülerinnen, die Marien-Realschule oder Marien-Gymnasium besuchen und obendrein im Herzen der Altstadt. Der Standpunkt werde, ist sich Nißle sicher, die Demokratiearbeit noch sichtbarer machen.

„Wir wollen vermehrt Flagge zeigen in der Innenstadt. Wir wollen Leben in die Innenstadt bringen. Dazu müssen und werden wir soziale Angebote und Begegnungszonen schaffen“, begrüßte auch Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse den neuen Eckpunkt.

Der Eckpunkt als Begegnungsstätte hat künftig von Montag bis Freitag von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

kb

Quelle: Kreisbote

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