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Kaufbeuren Apps: Die digitale Stadt

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Auf diese Apps können Bürger bereits zugreifen, weitere könnten folgen.
Auf diese Apps können Bürger bereits zugreifen, weitere könnten folgen. © Krusche

Kaufbeuren – Zukünftig will die Verwaltung zweimal im Jahr einen Fortschrittsbericht zum Thema Digitalisierung vorlegen. Zum Auftakt gab es in der jüngsten Sitzung des Stadtrates einen Sachstandsbericht.

„Eins, zwei, drei im Sauseschritt – eilt die Zeit, wir eilen mit,“ dichtete einst schon Wilhelm Busch. Weil gerade die digitale Welt immer schneller werde, will die Stadt ihren Bürgern einen Überblick über bereits verfügbare und zukünftige digitale Angebote verschaffen. So plant der Digitalisierungsbeauftragte der Stadt, Marvin Hausmann, zweimal im Jahr einen Fortschrittsbericht zu liefern. Zum Start fasste er den aktuellen Sachstand zusammen.

Für die Stadtgesellschaft

Die Stadt bietet aktuell acht Apps für das Smartphone: die „Buron App“ ist die offizielle App der Stadtverwaltung mit Nachrichten, Veranstaltungen und mehr. Die „Stadt Kauf­beuren Abfall-App“ zeigt sämtliche Abholtermine für alle Abfallarten und erinnert bei Eingabe der eigenen Straße sogar regelmäßig an die Termine. Mit der App „Stadtbücherei Kauf­beuren“ haben die Bürger direkten Zugriff auf die Stadtbücherei mit Katalogsuche und Kontoübersicht. Die eigens enwickelte „Tabrace – Citytour Kaufbeuren“ ist eine digitale Schnitzeljagd durch Kaufbeuren und Neugablonz und bietet kurzweilige Spiele rund um die Stadtgeschichte. Mit der App „Störungsmelder“ können Störungen in der Infrastruktur direkt an die Stadtverwaltung gemeldet werden. Die externen Apps Easy Park und Integreat helfen bei der Orientierung in der Stadt. Ganz neu ist die „Familien App kf-oal“ mit wichtigen Informationen und Anlaufstellen für junge Familien. Darüber hinaus gibt es noch Apps von Partnern für weitere Belange in Kaufbeuren: „BayernFahrplan“, „Bayern App“ und „Allgäu App“ bieten Informationen für Bürger in und rund um Kaufbeuren. Die beliebtesten Onlinedienste sind die Reservierung von Wunschkennzeichen und die Online-Terminvereinbarung.

In der digitalen Bildung sind in Kaufbeuren bereits 17 Schulen mit 450 Unterrichtsräumen als „digitale Klassenzimmer“ mit 1.500 PCs und Notebooks, sowie 1.060 iPads ausgestattet.

In den zehn Kindergärten gibt es, neben 54 PC-Arbeitsplätzen auch Tablets, Beamer und Dokumentenkameras. Nicht unerwähnt lassen wollte Hausmann das kostenlose BayernWLAN im Bereich der Altstadt und verwies auch auf die Internetseite „maps.kaufbeuren.de“ als geografischer Behördenführer auf dem Kaufbeurer Stadtplan.

Digitalsisierung innerhalb der Verwaltung

In der Verwaltung selbst gibt es seit 2012 einen steten Zuwachs an Programmen und Datenverkehr.

Eine wichtige Erleichterung sei hier der seit Anfang des Jahres eingeführte „elektronische Rechnungs Workflow“, sowie der Ausbau der digitalen Personalbewirtschaftung. Gegen Ende des Jahres soll auch die eAkte im Bereich Arbeit und Soziales eingeführt werden und einen durchgehenden digitalen Arbeitsablauf bieten.

Smart City

Unter dem Begriff „Smart City“ hat Kaufbeuren mit einer stadteigenen Glasfaserinfra­struktur bisher 61 städtische Außenstellen angeschlossen. Zu Smart City gehören auch ein Baumkataster und in Kürze ein Straßenkataster, das Auskünfte über den Zustand vor Ort geben soll. Für den Winterdienst und die Müllabfuhr ist der Einsatz von GPS-Standortdiensten und Sensoren interessant. So können die Räumarbeiten des Winterdienstes dokumentiert und optimiert werden und durch gechipte Mülltonnen wird Mülltourismus verhindert. Eine adaptive Straßenbeleuchtung schaltet auf Gehwegen das Licht für Fußgänger heller und nach dem Vorbeigehen wieder dunkler. Damit hilft die moderne LED-Technik hier beim Energiesparen.

Auch wenn Oberbürgermeister Stefan Bosse die Stadt Kaufbeuren bereits im vorderen Drittel unter den bayerischen Kommunen sieht, will er weitere Verbesserungen anschieben. Der vorgestellte Ansatz soll nun weiterentwickelt und auch regelmäßig dem Stadtrat und den Bürgern präsentiert werden.

Wolfgang G. Krusche

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