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Zur Zukunft der Kaufbeurer Innenstadt

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Von: Wolfgang Becker

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Kaufbeuren Stadtplan Schwerpunkte Stadtentwicklung
Die Projekte sind in acht Schwerpunkten gebündelt und führen entlang einer Entwicklungsachse. © Stadt Kaufbeuren

Kaufbeuren – Auf der Klausurtagung des Kaufbeurer Stadtrates zur Zukunft der Innenstadt wurden vergangene Woche ein Dutzend Projekte zur raschen Umsetzung präsentiert. Ob und welche Vorhaben realisiert werden, soll erst nach einer ausführlichen Diskussion mit den Betroffenen und der Bürgerschaft beschlossen werden

Große Teile des Kaufbeurer Stadtrates hatten sich zur jüngsten Klausurtagung eingefunden, um zu beraten, welche neuen Impulse für die Kernstadt, vom Bahnhof über die Innenstadt bis zum Afraberg gesetzt werden könnten.

In einer ersten Klausur im Sommer 2021 (wir berichteten) hatte der Stadtrat grundsätzliche Ziele formuliert, die attraktive Stadträume, gute Erreichbarkeit und Lebendigkeit sowie eine breite Nutzungs- und Angebotsvielfalt sichern.

Aufbauend auf diesen Zielen stellte die Stadtverwaltung fast 50 Projekte vor, die von der Stadt selbst, den privaten Akteuren oder auch in öffentlich-privaten Partnerschaften umgesetzt werden könnten. Da eine Realisierung aller Projekte in den nächsten Jahren nicht realistisch ist, präsentierte die Verwaltung insgesamt zwölf Projekte, die bald umsetzbar, grundsätzlich finanzierbar und sehr wirkungsvoll erschienen:

• Neuplanung des Bahnhofs­areals als Mobilitätsdrehscheibe

• Ausbau der Freizeitnutzung am Jordanpark

• Grünzug vom Berliner Platz entlang des Mühlbaches zum „Nackten Mann“

• Umbau der Spittelmühle als stadtbildprägendes Ensemble durch einen neuen Eigentümer

•Verkehrsberuhigung in der Innenstadt durch Reduzierung der Stellplatzzahl und der Höchstparkdauer

• Stärkere Möblierung des Stadtraums mit Sitzgelegenheiten, Grüninseln und Spielpunkten

• Zwischennutzung leerstehender Flächen durch provisorische und unkonventionelle Formate, Schaffung eines Eigentümerforums

• Mietzuschüsse für die Belebung von Leerständen, Stärkung des Handels und Gastronomieangebote durch Markenbildung, einheitliche Öffnungszeiten und Investitionen in die Digitalisierung

• Förderung neuer Veranstaltungsformate, die die historischen Straßen und Platzbilder zu neuen Erlebnisräumen werden lassen

• Realisierung des Wohnbauprojektes am Afraberg mit Stadtbalkonen und Aufwertung der ehemaligen Stadtbefestigung

• Bebauung des Areals „Blasius-Blick“ mit einem innenstadtnahen Wohnviertel

• Neubau der Turnhalle an der Schraderschule als Startpunkt einer umfassenden Quartiersentwicklung

Die Projekte sind in acht Schwerpunkten gebündelt und führen entlang einer Entwicklungsachse vom Bahnhof über die Altstadt bis zum Afraberg und zum neuen Wohnviertel „Blasius-Blick“ (siehe hierzu das Foto).

Die Stadtratsmitglieder diskutierten intensiv über die Vorschläge der Verwaltung, trafen jedoch noch keine definitive Entscheidung. Zunächst sollen die Betroffenen und die gesamte Stadtgesellschaft zu Wort kommen. Hierfür wird insbesondere eine Sitzung des Innenstadtbeirates im Januar stattfinden, zu der auch Vertreter der Medien eingeladen werden.

Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse erwartet nun eine spannende Phase der Diskussion und Abwägung, wie es mit der Kernstadt weitergehen und welche konkreten Projekte umgesetzt werden sollen.

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