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U18-Wahl zur Bundestagswahl im Ostallgäu

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Von: Angelika Hirschberg

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U18-Wahl
U18-Wahl: Hier sind alle unter 18 Jahren gefragt. © Stefan Puchner/DPA

Landkreis – Fast 2020 Jugendliche nutzten im Ostallgäu ihre Chance und nahmen an der U18-Wahl teil. Die Teenager des Landkreises wählten dem bayernweiten Trend ähnlich. Die CSU (22,43 Prozent) hat dabei die Nase vorn. Allerdings folgen auf sonstige Parteien (21,32 Prozent) nicht die Grünen (11,95 Prozent), sondern die SPD (19,45 Prozent).

Zwei Wochen vor der Erwachsenen-Wahl konnten Kinder und Jugendliche in der vergangenen Woche ihre Stimme zur Bundestagswahl abgeben. Neben dem mobilen Wahllokal „Andi“ des Kreisjugendrings Ostallgäu konnten die jungen Wähler auch an einigen Schulen (Mittelschule Germaringen, Mittelschule Obergünzburg, Don-Bosco-Schule Marktoberdorf, Schulzentrum Buchloe) ihre Stimme abgeben.

Und sie taten dies fleißig: Insgesamt haben sich im Ostallgäu 2020 junge Menschen politisch informiert und mit der Zweitstimme für eine Partei votiert. Dies war im mobilen Wahllokal „Andi“ des Kreisjugendrings Ostallgäu (KJR) möglich. Außerdem beteiligten sich einige Schulen, darunter die Mittelschule Germringen, die Mittelschule Obergünzburg, die Don-Bosco-Schule Marktoberdorf und das Schulzentrum Buchloe, an der U18-Bundestagswahl.

U18-Wahl 2021 im Ostallgäu.
U18-Wahl 2021 im Ostallgäu. © Kreisjugendrings Ostallgäu

Für den Kreisjugendring ist die rege Beteiligung der unter 18-Jährigen im Landkreis die Bestätigung, dass junge Menschen wählen können. Jugendliche seien in der Lage sich eine eigene politische Meinung zu bilden und zur Wahl zu gehen. Bayernweit sind im Übrigen knapp 70.000 Stimmen der U18-Wähler eingegangen. Das sei Rekord, wie der Bayerische Jugendring (BJR) mitteilte.

In Bayern und bundesweit sieht das Resultat wie folgt aus:

Ergebnisse der U18-Wahl 2021.
Ergebnisse der U18-Wahl 2021. © Kreisjugendring OAL (Homepage)


Die Ergebnisse der U18-Wahl in Bayern sind folgendermaßen: Die CSU kam auf 20,99 Prozent (bundesweit CDU/CSU: 16,9 Prozent) und Bündnis90/Die Grünen auf 18,44 Prozent (bundesweit: 21,12 Prozent). Auf die SPD entfielen 16,75 Prozent (bundesweit: 19,26 Prozent) sowie auf die FDP 12,44 Prozent (bundesweit: 11,97 Prozent). Die AfD kam der Mitteilung zufolge auf 5,76 Prozent (bundesweit 5,8 Prozent) sowie Die Linke auf 5,63 Prozent (bundesweit: 7,52 Prozent). Die sonstigen Parteien erhielten eine Zustimmung von 20 Prozent (bundesweit: 11,77 Prozent).

Das Ergebnis im Ostallgäu entspricht dem bayernweiten Trend. Auch hierzulande ist die CSU vorn mit 22,56 Prozent, gefolgt von der SPD mit 19,22 Prozent. Mit etwas Abstand liegen fast punktgleich die FDP (12,22 Prozent) und die Grünen (12,17 Prozent) auf den Rängen dahinter. Ihnen folgen die AfD mit 7,47 Prozent und die Linke, die es mit gerade mal fünf Prozent in den Bundestag schaffen würde – ginge es nach dem Willen der Jugendlichen im Ostallgäu.

Der BJR fordert seit 2005 eine Absenkung des aktiven Wahlrechts für Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europawahlen auf das 14. Lebensjahr. „Die hohe Wahlbeteiligung und der Rekord in den Wahllokalen in Bayern zeigen: Junge Menschen wollen, dass ihre Lebenswirklichkeit endlich zum Gegenstand von Politik wird“, analysiert BJR-Präsident Matthias Fack. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie habe deutlich gemacht, dass die Bedürfnisse, Wünsche und Sorgen der Jugend nicht ausreichend wahrgenommen und gehört werden. „Es wird endlich Zeit, das Wahlalter zu senken“, erklärt Fack.

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