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Allgäuer Festwoche 2022 jetzt doch mit Wirtschaftsausstellung

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Von: Susanne Lüderitz

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Allgäuer Festwoche Messehalle 8 Festwocheneinzug Trachtenverein
Ein Festwocheneinzug aus früheren Jahren vor Messehalle 8. In diesem Jahr soll nun doch auch eine Wirtschaftsausstellung geben – in kleinerem Rahmen. © Archivfoto: Lüderitz

Kempten - Neue Entwicklungen gibt es in Sachen Allgäuer Festwoche 2022: Gestern wurde bekannt, dass es nun doch eine Wirtschaftsmesse geben soll – und ja, auch Zelte.

Hohe Wellen geschlagen hat in den letzten Wochen die Allgäuer Festwoche 2022. Nachdem zunächst die großen Zelte und Zelthallen ausgefallen waren und mithin auch die Wirtschaftsmesse, hatten die Festwirte ebenfalls einen Rückzieher gemacht und selbst die langjährige Festwochenleiterin hat nach Querelen um Versetzung gebeten. Nun soll es aber doch eine Wirtschaftsausstellung geben. Gestern schrieb die Stadt Kempten die Wirtschaftstreibenden an und sandte ihnen einen Anmeldebogen für Hallen- und Außengelände. Rund 3.000 Quadratmeter Innen- und Freiflächen stehen für die Wirtschaftsmesse zur Verfügung.

Kleine Wirtschaftsausstellung

„Wir versuchen, eine Wirtschaftsmesse auf die Beine zu stellen und sind auf einem guten Weg“, sagt Zweiter Bürgermeister Klaus Knoll (FW). Dass wir keine normale Allgäuer Festwoche hinbekommen werden, sei klar, sagt er, „aber das wird schon ein bissle was Größeres.“ Den „wichtigen Dreiklang“ aus „Wirtschaftsmesse, Kulturtage, Heimatfest“ kündigte die Stadt jetzt in ihrem Schreiben an die Wirtschaftstreibenden an. Das Festgelände erstrecke sich über den Stadtpark, Königsplatz mit Markthalle und den Linggpark. Knoll sprach auch von der Schule, die in den Ferien Platz biete.

Zelte: Medienrummel zeigt Wirkung

Und was ist mit den Zelten?, fragt sich der geneigte Festwochenbesucher unweigerlich.
Auch diese Frage kann mit „ja“ beantwortet werden. Nach dem jüngsten Medienrummel sei „doch der ein oder andere Zeltbauer auf uns zugekommen“, erklärt Knoll. Es seien aber ganz andere Zeltmodelle als bisher. Man befinde sich erst in der Bedarfsermittlung und könne daher noch nicht so viel dazu sagen.

Bewegung gebe es aber auch in Sachen Gastronomie. „Wir haben neue Gastronomen an der Angel“, erklärt Selina Braun von der Pressestelle der Stadt. Im Gespräch seien auch andere Bewirtungsvarianten als bisher. Drei Bewirtungen – im Stadtpark, Linggpark und auf dem Königsplatz – werde es laut Knoll geben. Sie werden auf einer Gesamtfläche von ca. 4.500 Quadratmetern mit Bierspezialitäten, regionaler Kulinarik, Musikkapellen und Bands das Heimatfest gestalten. Das Festzelt sei nicht so groß wie gewohnt, „wenn 3.000 Leute Platz finden, sind wir froh“, erklärt der Zweite Bürgermeister.

Durch die Ankündigung einer Wirtschaftsmesse sei auch die Situation für die Wirte eine andere. Vorher habe es ökonomische Bedenken gegeben, weil mit der fehlenden Ausstellung die Tagesgäste weggebrochen wären. Jetzt könne man besser kalkulieren. „Das muss ja wirtschaftlich darstellbar sein“, so Knoll.

Das Interesse ist da

Bis Sonntag, 8. Mai haben die Unternehmen Zeit, sich für die Ausstellung anzumelden. Bei den Preisen sind ihnen die Veranstalter entgegengekommen. Ob sich in der knappen Zeit trotzdem genügend Gewerbetreibende melden? Selina Braun ist zuversichtlich. Innerhalb der ersten zwei Stunden, nachdem die Anmeldungen versendet worden waren, seien schon die ersten Angebote zurückgekommen.

Und weil der „Kempten Messe- und Veranstaltungsbetrieb“ samt operativem Unterstützungsteam aus Tourismus und Wirtschaftsförderung so viel leisteten, zeigten sich Braun und Knoll insgesamt optimistisch.

Kostenloser Eintritt und Schausteller

Für den Zeitraum von 13. bis 21. August 2022 wird das Festwochengelände eingezäunt sein, um die Besucherströme besser zu lenken. Der Eintritt kostet nichts. Die Festwoche wird täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet sein. Das Kulturprogramm bespielt von mittags bis ca. 23 Uhr die Bühne im Stadtpark und weitere Veranstaltungsflächen. Für Schausteller und Fahrgeschäfte sind als Neuerung 3.500 Quadratmeter auf dem Königsplatz reserviert. „Wir wollen natürlich auch den Kindern etwas bieten“, sagt Klaus Knoll. Bisher war ein kleines Kinderkarussell Standard.

Der nächste Schritt: Bei der Sondersitzung des Werkausschusses am Mittwoch, 4. Mai, werden weitere Details zur Festwochenplanung besprochen.

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