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Arbeiten am neuen Museumsdepot verzögern sich  

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Von: Antonia Knapp

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Holz als Baustoff ist derzeit Mangelware.
Mangelware Holz: Derzeit sind die Preise für Baustoffe besonders hoch. © dpa/Julian Stratenschulte

Kempten – Im neuen Museumsdepot in Ursulasried sollen künftig etwa 40.000 Objekte aus den Sammlungsbeständen der Kemptener Museen verwahrt werden. 

Doch seit Kurzem ruhen die Bauarbeiten. Die Außenfassade des Gebäudes sollte mit Holzlatten verplankt werden, doch die Preise für den begehrten Baustoff sind in den letzten Monaten geradezu explodiert. So hat der einzige Bieter, der sich für die Fassadenverkleidung beworben hatte, zwar ausreichend heimisches Holz am Lager, doch sein Angebot übersteigt die für den Einzelauftrag kalkulierten Kosten um mehr als 100 Prozent.

Der Planungs- und Bauausschuss beauftragte das Amt für Gebäudewirtschaft deshalb, alternative Gestaltungsmöglichkeiten für die Außenwände des Depots zu überprüfen. Da für eine Beplankung mit Trapezblech das Material in der benötigten Menge zeitnah nicht erhältlich ist, schlug der zuständige Architekt vor, das Depotgebäude in ein Wärmedämmverbundsystem ‚einzupacken‘ und anschließend zu verputzen. Oberbürgermeister Thomas Kiechle, dem der Ausschuss eine entsprechende Vollmacht erteilt hatte, um die Bauarbeiten nicht noch weiter zu verzögern, stimmte dem zu.

Durch den zusätzlichen Planungsaufwand und die erneute Ausschreibung wird das Museumsdepot voraussichtlich im Sommer 2022 fertiggestellt sein, etwa sechs Monate später als ursprünglich geplant. Dennoch werden die Fassadenarbeiten circa 200.000 Euro weniger kosten als zunächst veranschlagt. Das vorgesehene Raumklimakonzept, das u.a. einen nachhaltigen Betrieb des Gebäudes gewährleistet, lässt sich auch mit der Planänderung verwirklichen. 

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