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Isny: Die Rote Bank als Zeichen gegen Gewalt an Frauen

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rote Bank an der Eselsmühle in Wangen
Platz nehmen auf der Roten Bank und ein Zeichen setzten gegen Gewalt an Frauen. © Verein Frauen und Kinder in Not

Isny – Die Rote Bank als Zeichen gegen Gewalt an Frauen steht nach Wangen und Leutkirch jetzt auch in Isny. Die Idee stammt eigentlich aus Italien.

Die Rote Bank steht in Isny ab 14. April im Kurpark bei einem neugepflanzten Baum vor der NTA, wandert weiter in die Innenstadt zum Frühlingsmarkt am 23. April und wird danach wieder in den Park zurückgebracht, wo sie bis etwa Mitte Mai verbleibt. Die Idee hinter der Bank kommt aus Italien.

2016 wurde in der Stadt Perugia zum ersten Mal die Rote Bank als Symbol für Gewalt gegen Frauen ins Leben gerufen und seither in vielen Städten mit ihrer aufrüttelnden Botschaft platziert. Die Farbe Rot symbolisiert die Farbe von Blut und Leben. Die Bank selbst ist mahnendes Zeichen für die Plätze, die frei bleiben, wenn Frauen häuslicher und sexualisierter Gewalt zum Opfer fallen.

Gewalttätige Partner

In Deutschland stirbt alle zweieinhalb Tage eine Frau durch Partnerschaftsgewalt. Studien belegen, dass jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt erfährt. Die Tragweite wird längst nicht umfassend gesehen, behandelt oder gar verhindert.

Häusliche Gewalt ist noch weitgehend ein Tabu. Das Aufstellen der Bank inmitten der Öffentlichkeit soll aufmerksam machen und die Vorbeigehenden anregen, darüber nachzudenken, dass jeder und jede dazu beitragen kann, Gewalt in Beziehungen zu beenden. Allein im Altkreis Wangen gab es 2021 rund 240 telefonisch und persönlich geführte Beratungen.

Das sind Zahlen von Betroffenen, die den Schritt gewagt haben. Gleichzeitig muss dabei immer das große Dunkelfeld im Blick sein. Es ist den Fachstellen sehr bewusst, dass dies nur ein kleiner Ausschnitt dessen ist, was tatsächlich in Familien passiert.

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