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Das Schusterhäusle - ein Relikt aus Lenzfrieds Vergangenheit

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Von: Dr. Willi Vachenauer

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Das Schusterhäusle noch bewohnt. Lenzfried Kempten
Das Schusterhäusle noch bewohnt. © Stadtarchiv

Kempten - Vielen ist das Schusterhäusle in Lenzfried ein Begriff. Aber wer hat es erbaut, warum verfällt es und was hat Johann Leichtle damit zu tun?

Wer von der Lenzfrieder Kirche vorbei am Schlossgut Leichtle bis zum Hochbehälter bei Hinterholz auf der schmalen Teerstraße wandert, sieht auf einer kleinen Anhöhe und von Bäumen eingerahmt einige Gebäudereste. Geht man ein Stück auf dem Fußweg, der direkt zum Lenzfrieder Höhenrücken führt und den der Golfclub partiell ausbauen ließ, kann dieses verfallene Bauwerk näher betrachtet werden.

Da es sich aber auf Privatgrund befindet und einsturzgefährdet ist, ist der Zugang streng verboten, denn es ist abzusehen, dass die wenigen noch stehenden Mauern bald in sich zusammenbrechen werden. Von dieser Stelle aus genießt man auch einen schönen Blick über Teile von Kempten Sankt-Mang und die imposanten Berge des Oberallgäus.

Klägliche Überreste: Die Ruine des Schusterhäusles. Lenzfried Kempten Historie
Klägliche Überreste: Die Ruine des Schusterhäusles. © Vachenauer

Viele Spaziergänger werden wissen, dass es sich bei diesen Mauerteilen um das ehemalige Lenzfrieder Schusterhäusle handelt. Die Geschichte aber, die sich dahinter verbirgt und vor allem, woher der Name Schusterhäusle stammt, dürfte vermutlich weitgehend unbekannt sein. Verbunden mit diesem Schusterhäusle, das zur Lenzfrieder Ortsgeschichte gehört, ist auch der Name Johann Leichtle, Besitzer der ehemaligen Stiftsbrauerei zu Kempten. Leichtle verdanken wir auch die Anpflanzung der heute noch sichtbaren Baumreihe auf dem Lenzfrieder Höhenrücken vom Schusterhäusle bis hin zum Steinbruch bei Hinterholz.

Nur wenige Meter weiter westlich von der heutigen Ruine des Schusterhäusles stand einst das Schlösschen Eggen, das der Kemptener Bürger Mathäus Seuter (auch Seütten oder Seutter) im Jahre 1574 als Sommersitz erbauen ließ. Noch vor Jahren gab es dort an diesen Steinresten eine Gedenktafel mit einem schlecht lesbaren Text, der an dieses Schlösschen und seinen Erbauer erinnerte. Heute ist davon nichts mehr zu sehen. Die Geschichte des Schlösschens Eggen wird in einer der nächsten Ausgaben behandelt.

Das Schlösschen Eggen auf einer Karte eines unbekannten Meisters aus dem Jahr 1559. Kempten Lenzfried
Das Schlösschen Eggen auf einer Karte eines unbekannten Meisters aus dem Jahr 1559. Der Kemptener Bürger Mathäus Seuter (auch Seütten oder Seutter) ließ es im Jahre 1574 als Sommersitz erbauen. Wenige Meter daneben stand das Schusterhäusle. © Archiv Singer

Beim Bau des Schlösschens ließ Seuter auch die beiden dort stehenden Güter mit Nebengebäuden errichten.

Dabei dürfte auch der Vorgänger des sogenannten Schusterhäusles aufgebaut worden sein. 1601 besaß das Spital der Freien Reichsstadt Kempten hier ein Gut, wobei die daraus stammenden Einnahmen zur Versorgung des Spitals, also einer Art sozialen Einrichtung dienten. 1621 sind in den Quellen dann je ein stadtkemptisches und ein stiftkemptisches Gut mit insgesamt vier Gebäuden erwähnt. Davon waren zwei Gebäude mit einer Schustergerechtigkeit verknüpft. Dieses Schuhmacherprivileg hatte im Stiftsgebiet in diesen Zeiten seine Bedeutung, weil man nur mit diesem Recht ein Schusterhandwerk ausüben durfte.

Danach dürfte das frühere Schusterhäusle als Wirtschafts- oder Gesindehaus des Schlösschens Eggen schon seit Jahrhunderten zum Ortsteil Eggen gehört haben.

Das Schusterhäusle

Nähere Angaben zum heutigen Schusterhäusle lassen sich im 19. Jahrhundert finden. Sie sind in einer Verkaufsurkunde vom 19. September 1811 niedergeschrieben, die in der Chronik des Schlossgutes Lenzfried der Familie Leichtle enthalten sind.

Daraus erfahren wir, dass der Eigentümer des besagten Gebäudes, das zum ehemaligen Schlösschen Eggen gehörte, der pensionierte königlich-bayerische Oberst Ernst August Freiherr von Uechtriz war. Weiter ist in der Verkaufsurkunde zu lesen, dass dieser Ernst August Freiherr von Uechtriz für sich und seine Erben an Joseph Wassermann „Mechler“ und seinen Bruder Anton Wassermann von Schelldorf, Pfarrei St. Mang, ein bei der Linde beim Gute Eggen stehendes „Hubers“ (= Eigner eines halben Hofes) mit allen Rechten und den zugehörigen Grundstücken für 150 Gulden in bar verkaufte.

Dieses Gebäude besaß eine Schuhmachergerechtigkeit und hatte seinerzeit die Hausnummer vier. Das Anwesen hatte nach der Beschreibung folgende Besonderheiten, die alle im Kaufvertrag vermerkt sind.

Seine Lage ist wie folgt beschrieben: Es stößt gegen Morgen (Osten) und Abend (Westen) an die dem Besitz des Gutes Eggen gehörigen Felder, gegen Mittag (Süden) an eine dem Schuhmachermeister Mang Mayer gehörige Mauer und gegen Mitternacht (Norden) scheidet der gemeinschaftliche Weg.

Früher gingen die Menschen bei der Bezeichnung der Himmelsrichtungen vom Stand der Sonne aus. Den Osten (Sonnenaufgang) nannte man „Morgen“, den Westen (Sonnenuntergang) „Abend“, den Süden (höchster Stand der Sonne) „Mittag“ und den Norden „Mitternacht“. Die westlich des Grundstückes angrenzenden Felder, die am vorderen Lenzfrieder Holz (Wald) lagen, trugen damals den Namen „zum Höllenschuster“.

Woher kommt der Name „Höllenschuster“?

Wie dieser Name Höllenschuster zustande kam, lässt sich aus dem Kaufvertrag nicht entnehmen. Eine vorsichtige mögliche Erklärung ergibt sich vielleicht aus dem Areal, auf dem dieses Gebäude stand und das im Kaufvertrag näher genannt ist. Nach dieser Beschreibung handelte es sich dabei um einen „steinritzlichen“ (Steinritze sind kleine Felsspalten) und felsigen Boden, wobei es sich um gletscherzeitliche Sandsteinablagerungen gehandelt haben dürfte. Reste dieser Steinablagerungen, die seit der Römerzeit bis ins Mittelalter, u.a. auch zum Bau der Stadtmauer, als Steinbruch gedient haben, sind heute noch in der Nähe der heutigen Steinruine des Schusterhäusles zu sehen.

Mit Höllengrund waren oft schlechte Bodenqualitäten gemeint und dies könnte ein Hinweis auf die steinige Bodenbeschaffenheit um das Gebäude herum sein. Vielleicht haben auch die vorhandenen Felsspalten, von denen man glaubte, dass sie weit in unergründliche Tiefen reichen könnten, die Menschen zur Namensgebung „Hölle“ verleitet. Und da auf diesem Anwesen seit längerer Zeit Schuster gearbeitet haben, kam so vielleicht die Bezeichnung Höllenschuster zustande.

In der Kaufurkunde des Freiherrn von Uechtriz von 1811 ließen die Käufer, die Brüder Wassermann, ihrer „Schwester Kind (=Nichte) der Clara Wassermann“, Ehegattin des Schuhmachers Xaver Färber, als zukünftige Erbin eintragen. Es wurde aber folgende Bedingung im Kaufvertrag festgeschrieben: „Jedoch soll der Schuhmacher (Färber) niemals berechtigt sein, über dieses Haus zu disponieren (also frei zu verfügen) oder sich etwa hierauf neu verheiraten zu können.“

Eine weitere Vertragsklausel regelte die Wasserrechte. Darin räumt der Verkäufer den Käufern und ihren Nachkommen das Recht ein, den hinter dem Stadel zu Eggen befindlichen Brunnen, ausgekleidet mit Bachkatzen (Natursteinen), gemeinschaftlich benützen zu dürfen.

Noch vor Eintreten des Erbfalls erhielt die Familie Färber, die mehrere Kinder hatte, am 8. August 1817 von Anton Wassermann dieses Anwesen geschenkt. Der Sohn von Xaver Färber, Joseph Anton Färber, ebenfalls Schuhmacher, kaufte am 22. Oktober 1836 das gemeinsam geerbte Schusterhäusle samt „Zugehör“ um 472 Gulden seinen Geschwistern ab. Aber schon sieben Jahre nach dem Kauf geriet Joseph Anton Färber in finanzielle Probleme.

Hilfe in der Not

Daraufhin traten Johann Leichtle, Stiftsbrauereibesitzer von Kempten und Xaver Kienle vom Mariaberg in einer Gläubigerversammlung vom 18. Oktober 1843 für Färber als Bürgen ein. Als dann das ursprüngliche Schusterhäusle am 2. Mai 1845 den Flammen zum Opfer fiel, erwarb Johann Leichtle für 1.369 Gulden, wie in der Chronik des Schloßgutes Lenzfried der Familie Leichtle zu lesen ist, von „J.A. Färber Schuhmacher“ diese Brandstatt samt Brandassekuranz in Höhe von 700 Gulden mit allen Rechten und Nutzen und Beschwerden einschließlich des zugehörigen Waldes sowie der Schuhmachergerechtigkeit.

Brauereibesitzer Johann Leichtle Kempten Lenzfried
Johann Leichtle kaufte die Brandstatt. © Archiv Susanne Leichtle

An der Stelle des abgebrannten Hauses beim ehemaligen Schlösschen Eggen ließ der Besitzer der Stiftsbrauerei Johann Leichtle dann das zweieinhalbstöckige Schusterhäusle errichten, das mit seinem neugotischen Treppengiebel an ein mittelalterliches Schlösschen erinnerte.

Aus dem Volksmund

Dieses neuerbaute Haus, das dann die Hausnummer 5 1/2 trug, verpachtete Leichtle am 22. September 1846 einschließlich der umliegenden Felder an den früheren Eigentümer, den Schuster Joseph Anton Färber gegen eine jährliche „Entschädigung“ von 30 Gulden.

In der Chronik des Schloßgutes Lenzfried der Familie Leichtle finden wir auch die Erklärung, warum der Volksmund das neu erbaute Haus als „Schusterhäusle“ bezeichnet. Der Name entstand in dieser Zeit, weil die dazugehörigen umliegenden Felder den Namen zum Höllenschuster führten und weil in dem Haus seit dem 22. September 1846 der Schuhmacher Anton Josef Färber wohnte, aber auch, weil auf dem Häusle eine Schuhmachergerechtigkeit lag.

Im Jahr 1854 zählten zum Grundbesitz acht Tagwerk Felder, ein Garten und ein kleiner Acker. Auch die umliegenden Felder bekam der Schuster Färber von Johann Leichtle zur Pacht. Nach dem Ableben Färbers wohnte im unteren Stock seine Witwe, die aber später ins Lenzfrieder Armenhaus kam und dort verstarb. Im untersten Zimmer, das auf der Ostseite einen eigenen Eingang besaß, hatte Färbers Schwester Anna das sogenannte Winkelrecht (das Recht auf ein Altenteil).

Nach den Färbers bewohnte ein gewisser Klotz aus Ursulasried mit seiner Familie das Häusle. Er hatte drei Töchter; eine war Klosterfrau, eine zweite heiratete später einen Haggenmüller von Felben und die dritte Tochter verheiratete sich mit einem Mann aus Betzigau, der ebenfalls Klotz hieß.

Nun wurde der obere Stock, bestehend aus drei Zimmern, für die Familie Leichtle reserviert. Im unteren Stock wohnte der Kunstmaler Mayer, der, wie in der Familienchronik Leichtle zu lesen ist, nach Angaben des alten und erblindeten Hansjörg Dietrich, der zeitlebens in der Nachbarschaft wohnte, die Deckengemälde in der Pfarrkirche zu Lenzfried gemalt haben soll. Denn im Jahre 1884 erfolgte bei einer umfassenden Kirchenerneuerung die heute sichtbare Ausschmückung der Kirche in italienischem Barock und mit Stuckaturen. An diesen Arbeiten könnte auch der genannte Kunstmaler Mayer beteiligt gewesen sein. Ob es sich dabei um einen Nachfahren des stiftskemptischen Baumeisters Hans Mayer gehandelt hat, der Ende des 17. Jahrhunderts beim Umbau der Lenzfrieder Pfarrkirche gewirkt hat, bleibt ungewiss.

Dann bezog wieder ein Schuhmacher namens Tänzel das Häusle und eine Frau Glucker aus Ursulasried zog in die untere Wohnung. Frau Glucker war vorübergehend bei Herrn Rädler, dem Pächter des Schlossgutes, als Haushälterin beschäftigt. Später zog Frau Glucker zu Weixler in das Haus mit der Nummer 5 in Eggen.

In die nun frei gewordene untere Wohnung zog Josepha Haggenmüller mit ihrer Mutter, dem „Pflegebruder“ Theodor Berti, der in der Kiesgrube des Schmieds arbeitete. Als die Mutter verstarb, zog ihre Tochter, die bis dahin in der Fabrik arbeitete zum Ökonom Zwiesler, der im Tiefenbacher Ösch wohnte und arbeitete dort als Magd und später verlegte sie ihren Wohnsitz ins Seggers.

Danach zog Ludofika Zeller in den unteren Stock des Schusterhäusles. Nachdem die unter dem Namen „Ludofik“ bekannte Person fortzog, ließ Adolf Leichtle in dem Holzanbau im ersten Stock ein weiteres Zimmer einrichten.

Im April 1898 bezog Amalie Keck, Ehegattin des im Februar verstorbenen Lehrers Keck der Knabenschule, mit ihren Schwestern Lena und Babette bis Anfang des 20. Jahrhunderts das ganze Haus. Bei ihnen wohnte auch der nachmalige Meßmer F.H. Knoll, Maler und Fotograf in Wiggensbach.

In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg wurde Frau Leichtle gezwungen, einen Holzanbau im Norden des Hauses zu errichten sowie eine weitere Wohnung im ersten Stock einzubauen, die 1920 von Fräulein Auguste Albrecht, einer ehemaligen Pfarrersköchin aus Lauben bezogen wurde.

Immer wieder Schuhmacher

Nach ihrem Tod am 28. Juni 1927 bezog am 1. August 1927 der Schuhmacher Hans Urban diese Notbehausung im ersten Stock des Hauses. Als er 1937 an der „Schwindsucht“ verstarb, wohnte seine Witwe noch ein Jahr in der Wohnung. Danach kam es 1938 zu einer Umgestaltung des Schusterhäusles. So erhielt die Wohnung im ersten Stock elektrisches Licht, einen eigenen Abort (Toilette) eine Waschküche und neue Fensterstöcke.

Am 1. Oktober 1938 kam in die Wohnung im 1. Stock Karl Uhl mit seiner Frau, der als Maschinenmeister bei der Firma Nikolaus arbeitete. Die verschiedenen Luftangriffe, die es während des Krieges in München gab, veranlassten die Eltern von Frau Uhl, zu ihnen nach Lenzfried zu ziehen, wo sie im Schusterhäusle zusammenwohnten. Bei einer Kontrolle im Jahre 1942 bemängelte der zuständige Kaminkehrer die Kamine im Schusterhäusle, da sie nicht mehr den damaligen Anforderungen an den Brandschutz genügten. Daraufhin beauftragte man einen Maurer und bestellte Baumaterial, um die Mängel zu beheben.

Der Maurer kommt nicht, das Haus ist dem Verfall anheimgegeben

Da aber der Maurer vor Auftragserledigung starb, kam es nicht zu den notwendigen Reparaturarbeiten und das schon angelieferte Baumaterial wurde anderweitig verwendet. Deswegen entstand ein langwieriger Streit mit den zuständigen Behörden mit dem Ergebnis, dass die beanstandeten Kamine am 8. Juni 1942 abgebrochen wurden.

Die unteren Räume bewohnten die drei „Keck“-Schwestern. Amalie Keck, die 54 Jahre im Schusterhäusle lebte, übte ihren Beruf als Handarbeitslehrerin in Kottern und Leubas aus und zog am 31. August 1952 in die damalige Marienanstalt in der Rosenau. Im Frühjahr 1953 wurden Zimmer im Schusterhäusle mit Flüchtlingen belegt. Dazu ist in der Chronik des Schloßgutes Lenzfried der Familie Leichtle zu lesen: Der Flüchtling sollte bei der Gemeinde arbeiten und ließ seine Frau aus der Ostzone kommen. „Sie war fleißig, er aber nicht. Bald kehrte die Frau in die Ostzone zurück.“ Am 1. November 1956 zogen neue Mieter in das Schusterhäusle, am 8. Juni 1957 wurden sämtliche Kamine abgebrochen und am 1. November 1957 zogen die letzten Mieter aus.

Das Schusterhäusle mit Holzanbau im Norden und provisorischem Kamin.  Kempten Lenzfried Schlösschen Eggen
Das Schusterhäusle mit Holzanbau im Norden und provisorischem Kamin. © Repro: Vachenauer/Quelle: Familie Leichtle

Ein Baum und der Stadtrat gibt dem Haus den Rest

Trotzdem blieb das Schusterhäusle noch bis 1968 in seiner ehemaligen Form stehen. Ein alleinstehender Mann (Name dem Verfasser bekannt), lebte, oder besser gesagt hauste, im Häusle noch bis ins Jahr 1968, und das, obwohl das Gebäude keinen Kamin mehr hatte. Wie man auf einem Foto sehen kann, brachte er im Obergeschoss einen provisorischen Kamin an, um die Wohnung heizen zu können. Als dann aber ein umstürzender Baum das Dach des Schusterhäusles beschädigte, verfiel es zusehends.

Das Schusterhäusle nach dem Schaden. Lenzfried Kempten
Das Schusterhäusle nach dem Schaden. © Stadtarchiv

Alle Versuche, das Häusle wieder instand zu setzen, schlugen fehl. Wie man aus der damaligen Presse entnehmen konnte, verweigerte im Jahre 1995 und auch noch später der Kemptener Stadtrat der Eigentümerin, Susanne Leichtle, das Baurecht am Schusterhäusle, obwohl ein Wasseranschluss und seit 1981 auch ein Kanalanschluss vorhanden waren. So stehen heute nur noch wenige Mauerreste des einstigen Schusterhäusles, die aber immer mehr verfallen.

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