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Weitnau eröffnet neuen Radweg rund ums Sonneck

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Von: Lutz Bäucker

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Der Weitnauer Gemeinderat fährt auf dem neuen Radweg auf der Trasse des Isny-Bähnles. Sonneck
Abwechslungsreich und für jeden machbar: Auf der Trasse des ehemaligen Isny-Bähnles geht es moderat bergan. © Fendt

Weitnau – In Weitnau lockt ein neuer Radweg rund ums Sonneck.

Er soll Touristen anlocken und das Angebot für Aktivurlaub erweitern: Der Radweg rund ums Sonneck ist 25 Kilometer lang, weist etwa 340 Höhenmeter auf und ist in einer reinen Fahrzeit von rund anderthalb Stunden zu schaffen. Um diese neue Radrunde offiziell in Betrieb zu nehmen, schwangen sich Bürgermeister Florian Schmid und acht Gemeinderäte in den Sattel und testeten die Strecke beim ersten gemeinschaftlichen Radausflug des Oberallgäuer Marktgemeinderates.

„Eine sehr schöne und vor allem abwechslungsreiche Radtour“, lobte Ulrita Holz aus Wengen. Christian Immler aus Weitnau ergänzte: „Die Strecke ist durchaus anspruchsvoll, aber für jeden machbar.“

Viel Lob für neue Radstrecke

Bei idealem Radlwetter mit Sonnenschein und Temperaturen um 23 Grad erfuhren die Gemeinderäte ihre Heimat aus einer ganz speziellen Perspektive. „Vom Rad aus siehst du einfach mehr, man riecht den Duft des frischen Heus, man hört die Vögel zwitschern und kann auch mal mit den Leuten am Wegesrand reden“, so Bürgermeister Florian Schmid. Als „Bio-Radler“ kam er am Anstieg hinauf nach Rechtis etwas aus der Puste und musste seine mit Akku-Motoren ausgerüsteten Kolleginnen und Kollegen vorbeiziehen lassen.

Trotzdem blieb Zeit für das phantastische Alpenpanorama, das sich der kleinen Radlgruppe vom höchsten Punkt der neuen Sonneck-Runde in 1000 Metern Höhe bot. Auch der Blick über die grünen Wiesen des Weitnauer Tales ließ allen Mitfahrern das Herz aufgehen.

Pläne für attraktiven Ausbau

Gestartet war das „Team GemeindeRad“ in Weitnau, von dort führte die Fahrt gleichmäßig ansteigend auf der Trasse des ehemaligen Isny-Bähnles zum neu gestalteten Speckbach-Wasserfall. Einige Gemeinderats-Mitglieder erlebten den idyllischen Wasserplatz das erste Mal und tankten in der milden Spätsommersonne Kraft für den weiteren Weg hinauf zum verfallenen Bahnhof von Hellengerst. „Hier möchten wir eine SB-Möglichkeit für Radler schaffen, sich mit Getränken und kleinen Snacks zu versorgen“, skizzierte Bürgermeister Schmid seine Pläne, den Radweg noch attraktiver zu machen.

Die Gastronomie ist für die Akzeptanz der Sonneck-Runde extrem wichtig, so Schmid. Radtouristen würden unterwegs gern einkehren wollen, so wie beispielsweise beim „Zollerwirt“ in Wengen oder im „Adler“ in Weitnau. Das gastronomische Angebot rund um das Sonneck zu stabilisieren, wird als einer der entscheidenden Punkte beim Ausbau des Radtourismus gesehen.

Radnetz mit Nachbargemeinden

Angeführt von Evi Kaspar (2. Bürgermeisterin) und Florian ­Babl (3. Bürgermeister) rollten die Lokalpolitiker über den stark verbesserten Waldweg von Rechtis hinunter ins Wengener Tal und über Kleinweiler und Seltmans zurück nach Weitnau. Auch die Räte Peter und Herbert Socher, Roman Rist und Jürgen Hatt gaben der neuen Tour gute Noten und hatten ihren Spaß beim gemeinsamen Strampeln. Das in absehbarer Zeit wohl mit einer noch größeren Radlergruppe fortgesetzt werden dürfte:

Florian Schmid möchte die Sonneckrunde mit Radwegen in Isny, Buchenberg und Kempten verknüpfen. „Die Signale von dort sind positiv“, freut er sich über die schönen Aussichten für Tagesradler und Radurlauber.

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