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Ist Kempten die Schönste?

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Von: Lutz Bäucker

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Die Neue Zürcher Zeitung widmete sich ausführlich den Vorzügen
der Stadt Kempten.
Die Neue Zürcher Zeitung widmete sich ausführlich den Vorzügen der Stadt Kempten. © Screenshot: Bäucker

Kempten/Zürich – So viel Lob war selten für die Allgäu-Metropole: „Sie kann es locker mit München aufnehmen!“, stellt die Reise- und Lifestylejournalistin Patricia Engelhorn in ihrer Hymne auf die Stadt fest.

„Hübsch eingebettet in der sanften Hügellandschaft des Allgäus“: Engelhornempfiehlt einen Besuch mittwochs oder samstags, „des Wochenmarktes wegen“. Oberbürgermeister Thomas Kiechle lächelt ob dieser Worte. „Ja, da haben die Schweizer eine sehr idyllische Beschreibung unserer Stadt geliefert. Das freut uns natürlich, das ist beste Werbung für uns!“ Und kostenlose noch dazu, ergänzt Simone Zehnpfennig , bei der „Allgäu GmbH“ zuständig für Städte und Kultur.

„Kempten zählt zu den schönsten Städten in Bayern“ steht über dem Artikel im Lifestyle-Blog „Bellevue“ der renommierten Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). Bauten und Genuss sind demnach die Pfunde, mit denen die Stadt wuchern kann. Engelhorn erwähnt die „prächtige Basilika St. Lorenz, die monumentale Residenz mit ihrem unglaublichen Prunk und den großzügig angelegten Rathausplatz“.

Besonders angetan ist die in München und der Schweiz lebende Reporterin aber vom Wochenmarkt auf dem Hildegardplatz: „Ich mag Märkte einfach“, erzählt sie im Gespräch mit dem Kreisboten. „In Kempten hat mir das riesige Angebot an regionalem Gemüse und Obst gefallen. Und die Möglichkeit, direkt an den Ständen einen Cappuccino trinken zu können, dazu vielleicht eine ofenwarme Mohnschnecke, einfach wunderbar!“ Auch die in Kempten längst Kult gewordenen Würschtlstände von Hartmann und Weber, bei „Rosy „ oder „Gabi“, finden in der NZZ großen Anklang.

Laut Engelhorn laden die Restaurants am Rathausplatz zum Schlemmen ein, auch das beliebte, gelbe „Spatzenmobil“ bekommt eine lobende Erwähnung. Auch der – Zitat NZZ – „sensationelle Käseladen von Thomas Breckle“ darf in der Hymne auf Kempten nicht fehlen. Ebenso die „zeitgeistorientierten Designerdirndl und ökologisch gefertigten Ledertaschen, made in Kempten“.

Dass Apotheker Dietmar Wolz in der Bahnhofstraße weit übers Allgäu hinaus gefragte Aromaprodukte und Teemischungen herstellt, auch das findet die berufsreisende Engelhorn erwähnenswert: „Seine Produkte sind weltweit Bestseller.“

Dass Kempten eine Reise oder zumindest einen Kurztrip wert ist, hat sich bei den Eidgenossen längst herumgesprochen. „Wir haben immer mehr Besucher aus Zürich und der Ostschweiz“, sagt der OB und „Allgäu“-Sprecherin Zehnpfennig registriert eine „große Nachfrage von dort“. Ja, findet die Besucherin aus Zürich: „Kempten und das Allgäu sind sehr beliebt, es ist mal etwas anderes, es ist günstig und nah.“ Eigentlich stören nur die vielen Funklöcher in der Region, schreibt Engelhorn, „man kann beinahe von einer handyfreien Zone sprechen“. Das hält aber offenbar niemanden davon ab, statt auf der A 96 zwischen Zürich und München hin- und her zu rasen, einfach mal südwärts nach Kempten abzubiegen.

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