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Bilderstrecke: Hausbesetzung in Kempten — Störche nisten auf Commerzbankgebäude am Residenzplatz

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Kempten — Mitten in der Innenstadt, am Residenzplatz in Kempten, haben zwei Störche ihr Nest gebaut. Thomas Blodau vom LBV hält den Standort nicht für optimal.

Störche am Residenzplatz Kempten
1 / 6Ein junges Storchenpärchen hat sich auf dem Kamin des Commerzbankgebäudes am Residenzplatz in Kempten ein Nest gebaut. © Lena Fuhrmann
Störche am Residenzplatz Kempten
2 / 6Laut Thomas Blodau vom LBV (Landesbund für Vogelschutz e. V.) ist der Standort für das Nest aber nicht klug gewählt. © Lena Fuhrmann
Störche am Residenzplatz Kempten
3 / 6Durch die exponierte Lage seien die Eier bzw Jungen nicht gut vor dem Auskühlen durch Unwetter und Kälteeinbrüche geschützt. © Christine Tröger
Störche am Residenzplatz Kempten
4 / 6Die Hauseigentümerin des Commerzbankgebäudes hat sich bereit erklärt, den Kamin für die Dauer der „Hausbesetzung“ still zulegen. © Christine Tröger
Störche am Residenzplatz Kempten
5 / 6Nächstes Jahr könnte eine Plattform auf dem Kamin angebracht werden. Der LBV sei bereits mit dem Kemptener Umweltamt diesbezüglich im Gespräch. © Christine Tröger
Störche am Residenzplatz Kempten
6 / 6Ob bereits Eier im Nest liegen, ist nicht klar. Die jungen Störche sind jedenfalls noch viel unterwegs und nur selten gemeinsam im Nest zu sehen. © Christine Tröger

Da in den besseren Brutgebieten, wie dem Unterallgäu, mittlerweile schon alle Plätze besetzt seien, würden sich immer mehr Störche auch im Oberallgäu ansiedeln, berichtet Thomas Blodau vom Landesbund für Vogelschutz e. V. Kreisgruppenvorsitz Kempten/Oberallgäu. Die Position auf dem Kamin des Commerzbankgebäudes am Residenzplatz in Kempten sei aber „nicht die glücklichste Wahl“. „Durch Unwetter und kalte Nächte könnten die Eier bzw. die Jungen auskühlen“, so Blodau, „die unerfahrenen Storchdamen haben es noch nicht so im Griff, wie sie die Jungen davor bewahren können.“

Im Moment sind aber noch keine Jungen oder Eier zu sehen. Die Hauseigentümerin hat zugestimmt, den Kamin für die Dauer der „Besetzung“ still zu legen. Für kommendes Jahr könnte eine Plattform auf dem Kamin angebracht werden.

Da die „guten Reviere“ bereits besetzt seien, kämen immer mehr Störche auch ins Oberallgäu, wo allerdings längere Kälteperioden, Regen und Abkühlung wegen der Alpen auch noch im Frühling häufig seien. Allerdings biete das Oberallgäu mit seinen Wiesen und Grünland mehr Futterquellen als monotone Flächen und Ackerflächen.

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