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Gegen das Artensterben - auch im Unterallgäu

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Ein Ginster-Bläuling sitzt auf einem Halm
Was man zum Erhalt der Artenvielfalt tun kann, erfährt man bei der Biodiversitätsberatung am Landratsamt. Unser Bild zeigt den Idas-Bläuling oder auch Ginster-Bläuling genannt. Dieser kommt nur selten im Unterallgäu vor. © Wieland Feuerabend

Unterallgäu - Das weltweite Artensterben ist neben dem Klimawandel eine der großen Herausforderungen für unsere Gesellschaft. Auch vor dem Unterallgäu macht die Problematik nicht Halt.

„Unzählige Tier- und Pflanzenarten befinden sich wie in ganz Bayern auf der roten Liste“, sagt Biodiversitätsberaterin Fabienne Finkenzeller. „Dabei ist die Artenvielfalt für den Menschen und seine Gesundheit, aber auch für die Wirtschaft von zentraler Bedeutung.“ Darauf macht am Sonntag, 22. Mai, auch der Welttag der Biodiversität aufmerksam.

Aufgrund der Bedeutung des Themas hat der Landkreis mit Fabienne Finkenzeller eine eigene Biodiversitätsberaterin. Finkenzeller informiert Landwirte, Gemeinden und andere Flächenbesitzer, was sie zum Schutz der Artenvielfalt tun können und warum diese eine große Rolle spielt. Sie erklärt: Zum Beispiel sorgen die verschiedenen Wildbienenarten für die Bestäubung von zahlreichen Nutzpflanzen. Wichtige Güter wie Trinkwasser, Baumaterialien und medizinische Wirkstoffe existierten überhaupt nur dank der Vielfalt der Arten. Darüber hinaus, so Finkenzeller, schützen intakte Lebensraumkomplexe - etwa die Auen der Fließgewässer - vor Hochwasser und Erosion.

Die Natur für zukünftige Generationen zu erhalten, ist eines der Ziele der Unteren Naturschutzbehörde, bei der die Biodiversitätsberatung angesiedelt ist. „Doch diese Aufgabe ist nur gemeinsam durch eine große Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zu erreichen“, sagt Finkenzeller. Die notwendige finanzielle Unterstützung für Leistungen zum Erhalt der Biodiversität gibt es über verschiedene Förderprogramme des Freistaats Bayern. „Den Interessenten steht ein bunter Mix an Maßnahmen und Fördermöglichkeiten zur Verfügung“, so die Biodiversitätsberaterin. Interessierte können sich von Fabienne Finkenzeller unverbindlich beraten lassen. Bei einem gemeinsamen Beratungstermin vor Ort könnten auf die persönlichen Möglichkeiten abgestimmte Maßnahmen überlegt werden.

Weitere Informationen bei Fabienne Finkenzeller unter Telefon 08261/995-671. (MK)

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