Mehrere Menschen stehen an einer Straße herum
+
Auf Einladung der Bürgerinitiative Grenzhofstraße – Nordweg versammelten sich Stadträte, Mitglieder der Initiative und interessierte Bürger, um die aktuellen und zu erwartenden Verkehrsprobleme vor Ort zu erörtern.

Größte Verkehrsprobleme erwartet

Memmingen: Treffen der Bürgerinitiative Grenzhofstraße mit Stadträten

Memmingen - Auf Einladung der im Juni 2021 gegründeten Bürgerinitiative Grenzhofstraße – Nordweg versammelten sich letzte Woche Stadträte, Mitglieder der Initiative und interessierte Bürger an der Grenzhofstraße / Homannstraße, um die aktuellen und zu erwartenden Verkehrsprobleme vor Ort zu erörtern.

Wie berichtet, sollen auf dem Areal der Grenzhofstraße bis zu 450 Wohnungen entstehen. Dabei gebe es mehrere Aspekte zu berücksichtigen, so die Initiatoren der Bürgerinitiative. Zunächst einmal seien bis jetzt „nur“ 450 Tiefgaragenplätze für die Bewohner und 90 Parkplätze für Besucher geplant. Hier stellt die Bürgerinitiative die Frage, ob ein einziger Parkplatz pro Wohneinheit noch zeitgemäß ist. Denn schon jetzt seien die Parkstreifen auf beiden Seiten der Grenzhofstraße vollständig belegt. Des weiteren leide die Grenzhofstraße schon seit langen Jahren an einem starken Durchgangsverkehr, denn die Grenzhofstraße und im Anschluss der Nordweg werden derzeit bevorzugt als Abkürzung zwischen Adenauerring und Buxheimer Straße genutzt. Die 450 neuen Wohneinheiten werden die Verkehrsdichte zukünftig noch weiter verstärken, so die Befürchtung.

Um sowohl den Verkehrsdruck als auch Parkplatzdruck zu entschärfen, hat die Bürgerinitiative Vorschläge eingebracht, die – so hoffen die Initiatoren - bei der zukünftigen Gestaltung auch Beachtung finden. So könnte ein mehrstrahliger Kreisverkehr auf dem Adenauerring die zu erwartende Situation deutlich verbessern. Der dafür benötigte Platz ist laut Bürgerinitiative wohl vorhanden und die Kosten dürften angesichts der Gesamt-Projektgröße wohl überschaubar sein.

Die anwesenden Stadträte nahmen die von Christian Eckert und Reinhard Reimers (beide Bürgerinitiative) vorgetragenen Anregungen und Vorschläge aufgeschlossen entgegen und konnten auch die, teilweise sehr emotional vorgetragenen, Beschwerden der langjährigen Bewohner der Grenzhofstraße (manch einer immerhin über 50 Jahre) zu einem Teil auch nachvollziehen.

Bedauert wurde allerdings, dass die Bürgermeister aus Zeitgründen nicht vor Ort waren. Aber, so die Hoffnung, vielleicht können die anwesenden Stadträte, darunter auch der Architekt Professor Dr. Josef Schwarz, etwas zum Verständnis für die etwa 30 versammelten Anwohner beigetragen. Zumal die Grenzhofstraße während der Versammlung auch stark befahren wurde und fast vollständig zugeparkt war. (rb)

Quelle: Kurier

Auch interessant

Kommentare