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Neue Hundehaltungsverordnung in Memmingen

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Frau führt Berner Senn Hund an Leine
Große Hunde über 50 Zentimeter Schulterhöhe sowie Kampfhunde müssen künftig im gesamten Stadtgebiet Memmingen angeleint sein. © Yurich32

Memmingen - Der Stadtrat hat auf seiner jüngsten Plenumssitzung die neue Hundehaltungsverordnung beschlossen. Dies wurde erforderlich, da die alte Satzung nach 20-jähriger Laufzeit im Juli automatisch auslief und aktuell keine Gültigkeit mehr hat. Die neue Verordnung unterscheidet sich nur geringfügig von der bisher gültigen.

Demnach müssen zur Verhütung von Gefahren für Leben, Gesundheit, Eigentum oder die öffentliche Reinlichkeit so genannte Kampfhunde in allen öffentlichen Anlagen und auf allen öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen im gesamten Stadtgebiet angeleint sein. Die Leine muss reißfest sein und darf eine Länge von maximal zwei Metern nicht überschreiten. Lediglich die Vorschrift des schlupfsicheren Halsbandes oder schlupfsicheren Geschirrs, an dem die Leine festgemacht sein muss und aus dem ein selbständiges Entweichen des Hundes ausgeschlossen ist, wurde neu eingefügt.

Tier muss beherrschbar sein

Das gleiche gilt für große Hunde im Altstadtgebiet, in ausgewiesen Fußgängerzonen, verkehrsberuhigten Bereichen sowie auf beschränkt-öffentlichen Wegen in Grünanlagen. Als große Hunde im Sinn dieser Verordnung gelten erwachsene Hunde, die eine Schulterhöhe von mindestens 50 Zentimeter aufweisen Die Person, die einen leinenpflichtigen Hund führt, muss jederzeit in der Lage sein, das Tier körperlich zu beherrschen. Von Kinderspielplätzen und deren näherem Umgriff sind Kampfhunde und große Hunde fernzuhalten; auch ein Mitführen an der Leine ist nicht gestattet.

Über den Begriff des „näheren Umgriffs“ von Kinderspielplätzen gab es noch eine Diskussion. Fünf Hundeliebhaber aus den Reihen des Stadtrates forderten hierzu eine Korrektur in dem Sinne, dass Wege, die direkt an Kinderspielplätzen vorbei führen, von dem Verbot ausgenommen werden. Thomas Schuhmaier, Rechtsdirektor und Leiter des Referats für öffentliche Sicherheit und Ordnung, stellte jedoch klar, dass die Rechtsverordnung in diesem Punkt eindeutig sei und Hundehalter dann eben andere Wege nutzen müssen. Der Stadtrat stimmte der neuen Verordnung, die am Tag nach der Bekanntgabe in Kraft tritt, dann mit deutlicher Mehrheit gegen fünf Stimmen zu. (Tom Otto)

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