Acht Leute schneiden Band durch und geben Radweg frei
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Freuen sich über den neuen Radweg zwischen Westerheim und Günz: Westerheims Bürgermeisterin Christa Bail, Arnulf Pucher von Strabag, Landrat Alex Eder, Johannes Rauner und Dr. Olaf Weller von der Regierung von Schwaben, Karl-Heinz Eierle vom Tiefbauamt am Landratsamt, Markus König von der Fassnacht Ingenieure GmbH und Erkheims Bürgermeister Christian Seeberger (von links).


Projekt erhält Mittel aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“

Neuer Radweg zwischen Westerheim und Günz freigegeben

Unterallgäu - Radfahrer sind zwischen Günz und Westerheim ab sofort sicher unterwegs: Der Landkreis Unterallgäu und die Gemeinde Westerheim haben den neuen Radweg zwischen den Orten jetzt für den Verkehr freigegeben.

Landrat Alex Eder freute sich, dass Radler nun nicht mehr auf der stark befahrenen Kreisstraße fahren müssen. „Der neue Radweg ist ein Riesen-Gewinn für die Verkehrssicherheit.“ Mit der Verbindung sei ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen, so Bürgermeisterin Christa Bail. Westerheim sei jetzt besonders gut ans Radwegenetz angeschlossen. „Das Geld ist gut angelegt.“

Das Geld für das Projekt mit Gesamtkosten in Höhe von 591.000 Euro stammt zum größten Teil aus Fördermitteln. 80 Prozent der Kosten werden mit Finanzhilfen aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ gedeckt, mit dem das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Investitionen in den Radverkehr fördert.

Laut einer Pressemitteilung sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer dazu: „Ich freue mich, dass unsere Mittel vor Ort eingesetzt werden und damit direkt bei den Bürgerinnen und Bürger ankommen. Bis 2023 stellen wir die Rekordsumme von 1,46 Milliarden Euro bereit. Wir unterstützen die Länder und Kommunen zum Beispiel beim Bau von Radwegen, Radwegebrücken, Fahrradparkplätzen und fahrradfreundlichen Kreuzungen.“

Hohe Finanzhilfen

Alex Eder und Christa Bail dankten für die außergewöhnlich hohen Finanzhilfen. Der Radweg ist laut Dr. Olaf Weller von der Regierung von Schwaben das erste Projekt in Schwaben, das in den Genuss der Förderung kommt.

Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer betont: „Wenn wir wollen, dass mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen, müssen wir gerade auch im ländlichen Raum die richtigen Voraussetzungen dafür schaffen. Mit dem neuen Radweg haben die Gemeinde und der Landkreis zusammen ein deutliches Mehr an Verkehrssicherheit für die Radlerinnen und Radler geschaffen. Denn eines ist klar: Für einen ausgewogenen Verkehrsmix und einen nachhaltigen Verkehrsumstieg, bei dem jeder wirklich die freie Wahl des jeweils passenden Verkehrsmittels hat, brauchen wir die passende Infrastruktur.“

Mehr an Verkehrssicherheit

Der gut einen Kilometer lange Radweg wurde von der Gemeinde Westerheim in sogenannter Sonderbaulast errichtet. Eigentümer ist der Landkreis. Der Weg verläuft von der Autobahnbrücke bei Westerheim bis zum Ortseingang von Günz entlang der Kreisstraße MN 32 und ist mit einem Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt. In Verbindung mit den Bauarbeiten wurde der parallel zur Autobahn verlaufende Rad- und Wirtschaftsweg in Richtung Erkheim asphaltiert. Ein 700 Meter langer Abschnitt davon war noch Kiesweg.

Man habe den Zeitplan gut einhalten können, sagte Arnulf Pucher von der ausführenden Firma Strabag aus Erkheim. Nach dem Spatenstich im Juni wurde das Projekt über den Sommer fertiggestellt. Bail und Eder dankten dem Bauunternehmen und allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Außerdem dankten sie den acht Grundstückseigentümern, die Flächen für das Projekt abgetreten haben. (MK)

Quelle: Kurier

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