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22.02.2022: Im Unterallgäu blieb der Ansturm auf die Standesämter aus

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Von: Marco Tobisch

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Schnapszahl im Ehering: Der Andrang in den Standesämtern am 22.2.22 hält sich im Landkreis in Grenzen. symbo
Schnapszahl im Ehering: Der Andrang in den Standesämtern am 22.2.22 hielt sich im Landkreis in Grenzen. (Symbolfoto) © dpA

Unterallgäu – Eigentlich ein ganz normaler Dienstag im Februar, leichter Regen, Windböen. Kein Tag, an dem es einem warm ums Herz würde. Wenn nicht, ja, wenn nicht dieser Tag ein großes Datum trüge. Den 22.02.2022 haben sich tausende heiratswillige Paare bundesweit als Hochzeitstag auserkoren – allerdings nicht im Unterallgäu, wo sich an diesem Tag weniger Paare als gedacht das Ja-Wort gaben. 

Während sich am 22. Februar bespielsweise im benachbarten Kaufbeuren elf Paare trauen ließen und auch das Standesamt der Stadt Füssen ausgebucht war, ging es im Landkreis Unterallgäu eher ruhig zu. Das belegen zumindest die Zahlen in Mindelheim, Bad Wörishofen und Türk­heim.

„Passend zur Zahl 2 waren es in Bad Wörishofen zwei Trauungen“, berichtet Ordnungsamtsleiter Andreas Létang. Noch weniger Paare zählte die Marktgemeinde Türkheim: „Der Hochzeits-Ansturm bei uns im Rathaus in Türkheim war nicht allzu groß“, erklärt VG-Mitarbeiterin Nadine Magg auf Nachfrage. Gerade mal ein Brautpaar gab sich am Dienstag in der Wertachgemeinde das „Ja“-Wort – ein weiteres in Rammingen.

Und auch in Mindelheim war vom Hype um den Schnapszahlen-Tag nichts zu spüren: Drei Trauungen waren im Standesamt der Kreisstadt angemeldet, wobei nur ein Paar tatsächlich aus Mindelheim kam, die beiden anderen aus Erkheim (Hintergrund dessen: Eheschließungen bei der VG Erkheim verwaltet die Stadt Mindelheim).

Guter Tag für Beziehungen

Was macht die Zwei eigentlich so besonders und den 22.2.2022 als Hochzeitstag vielerorts so beliebt? Numerologen, also so genannte Zahlenmystiker, sind sich sicher: Die Zahl 2 symbolisiert Harmonie, Liebe, Freundschaft und Diplomatie. An diesem Tag sei es daher sinnvoll, neue Beziehungen aufzubauen, zerbrochene Verbindungen wiederherzustellen und Zeit mit geliebten Menschen zu verbringen.

Warum dann allerdings der 2.2.22 in der Region auf so wenig Resonanz stieß, bleibt unerklärlich. Für diesen besonderen Mittwoch hatten die Standesämter kaum Nachfrage zu melden. Julia Beck, Pressesprecherin der Stadt Mindelheim erklärt dazu: „Auch für diesen Tag hatten wir in Mindelheim mehr Anfragen erwartet.“ Sie vermutet, die geringe Rückfrage könne mit Corona zusammenhängen und dass derzeit nicht im großen Kreis gefeiert werden könne.

Dass sich dauerhaftes Eheglück ohnehin nicht per Datum erzwingen lässt, mussten Paare erfahren die am 9.9.1999 geheiratet haben. Viele dieser Ehen sind bereits gescheitert. Forscher fanden heraus, dass 18 Prozent mehr Scheidungen stattfanden als bei Paaren, die an einem anderen Tag 1999 geheiratet ha- ben.

Stefan Günter/Marco Tobisch

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