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Bayern: Das sind die neuen Corona-Regeln

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Ein Schüler mit Mund-Nasen-Schutz steht vor einem Probelauf mit Corona-Schnelltests an der Grundschule vor einer Tafel mit der Aufschrift «Corona-Test».
Ab dem 2. September treten in Bayern neue Corona-Regeln in Kraft. © Christoph Soeder / dpa

Bayern — Das Kabinett hat umfassende Änderungen bei der Corona-Bekämpfung bekanntgegeben. Die neue 3G-Regel regelt fast alle Bereiche in Innenräumen. Sie gilt ab 2. September.

„Die vierte Welle der Corona-Pandemie erreicht den Freistaat. Jedoch gelten nun andere Voraussetzungen und Rahmenbedingungen: Denn Impfen wirkt. Rund 65 Prozent der Bürgerinnen und Bürger Bayerns über 12 Jahre haben sich vollständig impfen lassen und schützen sich selbst und die Menschen in ihrem Umfeld bestmöglich vor dem Corona-Virus und einer COVID-19-Erkrankung. Sie haben einen wesentlichen Beitrag dafür geleistet, dass diese Welle milder verlaufen kann. Dafür gilt den Bürgerinnen und Bürgern der ausdrückliche Dank der Bayerischen Staatsregierung. Zugleich ist ausreichend Impfstoff vorhanden, sodass jeder, der noch nicht geimpft ist, sofort ein Impfangebot annehmen kann“, heißt es einleitend im Bericht der Kabinettssitzung vom 31. August.

Die 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sieht daher folgende Änderungen vor:

Die Maßnahmen sind aufgehoben:

• Kontaktbeschränkungen sind aufgehoben.
• Personenobergrenzen für private und öffentliche Veranstaltungen sind aufgehoben.
• Die FFP2-Maskenpflicht ist aufgehoben. Die medizinische Maske („OP-Maske“) ist der neue Maskenstandard. Unter freiem Himmel gibt es künftig generell keine Maskenpflicht mehr. Ausgenommen sind lediglich die Eingangs- und Begegnungsbereiche größerer Veranstaltungen (ab 1.000 Personen)
• Die 7-Tage-Inzidenz wird von der Krankenhaus-Ampel abgelöst. Nur mehr eine Inzidenz von 35 als Richtwert für die 3G-Regel bleibt bestehen.
• In der Gastronomie entfällt die bisherige Sperrstunde um 1 Uhr.
• In Handel, Dienstleistungen und Freizeiteinrichtungen entfallen die bisherigen quadratmetermäßigen Kunden- oder Besucherbeschränkungen.
• Regelungen zum Wechselunterricht in Schulen und eingeschränktem Betrieb in Kitas ab einer Inzidenz von 100 werden ersatzlos gestrichen.
• Bei Messen entfällt wie im Handel die flächenabhängige Besucherbegrenzung. Stattdessen wird eine neue tägliche Besucherobergrenze von 50.000 Personen eingeführt.
• Im Bereich der Beherbergung entfallen die bisherigen Einschränkungen, wonach Zimmer nur im Rahmen der Kontaktbeschränkungen vergeben werden dürfen. Im Rahmen von 3G genügt es hier, wenn Test wie bisher bei Ankunft und danach jede 72 Stunden vorgelegt werden.

Die neue 3G-Regel

Ab einer 7-Tage-Infektionsinzidenz von über 35 im Landkreis oder in der kreisfeien Stadt gilt in Innenräumen die 3G-Regel. Dies betrifft öffentliche und private Einrichtungen, Veranstaltungen, Sportstätten, Fitnessstudios, die gesamte Kultur, Theater, Kinos, Museen, Gedenkstätten, Gastronomie, Beherbergung, die Hochschulen, Krankenhäuser, Bibliotheken und Archive, die außerschulischen Bildungsangebote wie Musikschulen und die Erwachsenenbildung, außerdem Freizeiteinrichtungen einschließlich Bäder, Thermen, Saunen, Seilbahnen und Ausflugsschiffe, Spielbanken, den touristischen Reisebusverkehr und ähnliches. Im Oktober sollen Clubs und Diskotheken dazu kommen.

Kinder unter 6 Jahren müssen keinen Test vorweisen. Schüler gelten mit Blick auf die regelmäßigen Tests in der Schule als getestet.

In Alten- und Pflegeheimen, auf Messen und bei größeren Veranstaltungen über 1.000 Personen gilt 3G inzidenzunabhängig im Innen- wie Außenbereich.

Hier gilt die 3G-Regel nicht

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit Inzidenz unter 35. Generell ausgenommen von der 3G-Regel sind Privaträume, Handel, der ÖPNV, Veranstaltungen ausschließlich unter freiem Himmel bis 1.000 Personen, Gottesdienste sowie Demonstrationen.

Die Corona-Regeln im neuen Schuljahr

Maske: Zum Unterrichtsbeginn im neuen Schuljahr 2021/2022 (14. September) gilt eine inzidenzunabhängige Maskenpflicht auch am Platz. (Stoffmasken in der Grundschule, ab der 5. Jahrgangsstufe medizinische Masken).

Tests: An Grund- und Förderschulen werden PCR-Pool-Test („Lollitest“) zweimal die Woche durchgeführt. An alle anderen Schulen müssen Schüler dreimal die Woche Selbsttest durchführen.

Quarantäne mit Augenmaß: Gibt es einen Infektionsfall in der Klasse, soll anders als bisher nicht immer für die gesamte Klasse in Quarantäne geschickt werden müssen, sondern nur die Kinder, welche unmittelbaren und ungeschützten engen Kontakt zum erkrankten Schüler hatten. Nach fünf Tagen ist das Freitesten mit negativem PCR-Test möglich. Das Gesundheitsamt entscheidet im Einzelfall. Beim korrekten Einsatz von Luftreinigungsgeräten kann es auf eine Quarantäne der anderen Schüler sogar vollständig verzichten.

Krippen und Kindergärten: Das Angebot der Berechtigungsscheine für zweimal wöchentliche Testungen zuhause wird fortgeführt. Auch für Kitas gilt die Quarantäne mit Augenmaß.

Die Corona-Regeln an den Hochschulen

Es gilt 3G und Maskenpflicht auch am Platz, wo in den Hörsälen der Abstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann. Tests werden für Studenten mit Studentenausweis weiterhin kostenlos bereitgestellt. Die Präsenzlehre wird damit wieder möglich.

Hier geht es zur Krankenhaus-Ampel. Lokale Corona-Nachrichten aus dem Unterallgäu finden Sie in unserem Corona-Ticker.

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