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Bei Vorstandsneuwahl im Unterallgäu: ÖDP fordert schnelles Handeln

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Die Protagonisten bei der ÖDP-Kreishauptversammlung (v. links): Stv. Vorsitzender Christian Fröhlich, Vorsitzende Lucia Fischer, Bundesvorsitzender Christian Rechholz und Schatzmeister Alexander Abt.
Die Protagonisten bei der ÖDP-Kreishauptversammlung (v. links): Stv. Vorsitzender Christian Fröhlich, Vorsitzende Lucia Fischer, Bundesvorsitzender Christian Rechholz und Schatzmeister Alexander Abt. © ÖDP

Unterallgäu – Die ÖDP Memmingen-Unterallgäu hat am Samstag ihren Kreisvorstand neu gewählt. Bei der Kreishauptversammlung habe man die Grundlagen für eine weitere fruchtbare Periode der politischen Arbeit geschaffen, teilt die ÖDP mit. Highlight aus Sicht des Kreisvorstandes war der Besuch von Bundesvorsitzendem Christian Rechholz, der die Versammlungsleitung übernahm. 

Die Neuwahl von Kreisvorstand und Delegierten für Landes- sowie Bezirksparteitag nach zwei Jahren bildete den Kern dieser Jahreshauptversammlung. Denn 2021 war sie wegen Corona abgesagt worden. Auch die Rechenschaftsberichte von 2020 wurden erst jetzt vorgestellt.

Kreisvorsitzende Lucia Fischer erklärte, dass die letzten beiden Jahre „in gehäuftem Maß die Versäumnisse jahrzehntelanger Fehlpolitik bewiesen“. Sie blickte auch auf die Bundestagswahl zurück und sprach über Sozial- und Bildungspolitik sowie den russischen Überfall auf die Ukraine. Fischer: „Alles in allem wird uns aufgezeigt, dass die bisherige Wachstumsphase ihre Grenzen erreicht hat. Die Ressourcen auf unserer Erde, egal ob Luft, Wasser, Sauerstoff, Rohstoffe, Energie und vor allem Menschlichkeit sind erschöpft.“

Bundesvorsitzender Christian Rechholz verwies auf die Dringlichkeit des unverzüglichen Handelns, um diese Missstände gemeinsam zu beheben. „Viele sind sich der Gefahren noch nicht bewusst, manche kritisieren nur, aber um die Lösungen mitzutragen sind sie leider nicht bereit“, so Rechholz.

Auch in den Rechenschaftsberichten ging es nochmal um die Bundestagswahl 2021, die aufgrund von Corona-Einschränkungen eine gewaltige Herausforderung gewesen sei – von der Nominierungsversammlung im November 2021 bis zur Abwicklung der Sammlung der Unterstützungsunterschriften musste alles hygienekonform ablaufen. „Auch die Wahlkampagne von Kandidat Alexander Abt war dementsprechend beeinflusst, trotzdem konnte ein Achtungserfolg erzielt werden“, erklärt Lucia Fischer.

Nach dem Bericht von Kreisschatzmeister Alexander Abt, der eine einwandfreie Kassenführung („keine Beanstandungen“ der Kassenprüfer) darlegte, folgte mit der Neuwahl der Vorstandschaft der Höhepunkt der Versammlung. Alle bisherigen Mitglieder des Kreisvorstands hatten ihre Bereitschaft zur erneuten Kandidatur angezeigt.

Versammlungsleiter Rechholz fungierte auch als Wahlleiter und bildete zusammen mit Nicole Pfalzer und Eva Maria Schmidbauer die Wahlkommission, die nach Abschluss der Wahlen zu folgendem Ergebnis kam:

Erste Vorsitzende: Lucia Fischer, Legau

• Stv. Vorsitzender: Christian Fröhlich, Lachen

• Schatzmeister: Alexander Abt, Memmingen

Kassenprüfer: Anton Schedel und Wilhelmine Schweidler

Beisitzer: Dietmar Auffurth, Memmingen; Andreas ­Bänecke, Memmingen; Wolfgang Friedl, Memmingen; Stefan Jüttner, Memmingen; Robert Keller, Mindelheim und Peter Miller, Mindelheim.

Während der Zählpausen berichteten die Kreisräte Christian Fröhlich und Ludwig Filser (auch Stadtrat in Bad Wörishofen) sowie Bezirksrat Alexander Abt von der Arbeit in ihren Gremien. Beim Schlusspunkt „Sonstiges“ wurden von Lucia Fischer noch der Bayerische Radentscheid, die Petition gegen einen XXL-Landtag sowie die anstehenden OB- und Landtags-/Bezirksparteitagswahlen mit Zeit- und Personalrahmen erörtert. Eva Maria Schmidbauer verwies auf das Projekt „Essbare Wildkräuter“, das die Stadt Memmingen im Verbund mit dem Naturheilverein erarbeitet.

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