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Unterallgäu kommt der „Hotspot“-Marke nahe - Was bei Inzidenz 1.000 droht

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Coronavirus
Die Schutzmaßnahmen in Bayern werden angesichts der hohen Inzidenzen weiter verschärft. © Karl-Josef Hildenbrand /dpa

Unterallgäu - Laut RKI liegt die Inzidenz im Landkreis Unterallgäu am heutigen Donnerstag bei 972,3. Ein gewaltiger Sprung, denn gestern lag der Wert noch bei 870,3. Damit kommt der Landkreis der 1.000er-Grenze, ab der auch das Unterallgäu (einen Tag nach Überschreitung) als „Hotspot“ gelten würde, gefährlich nahe.

Damit verzeichnet das Unterallgäu am Donnerstag seinen bislang höchsten Inzidenzwert seit dem Beginn der Pandemie. Auch die Zahlen in den Kliniken sind weiter hoch: In Mindelheim befinden sich derzeit 22 Coronapatienten, fünf von ihnen auf der Intensivstation. In Ottobeuren liegen drei der acht Coronapatienten auf der Intensivstation. In Ottobeuren ist gestern ein Patient im Zusammenhang mit Corona verstorben.

Diese Regeln gelten in „Hotspot“-Landkreisen

Das „Hotspot“-Szenario, das dem Landkreis aufgrund der steigenden Inzidenz in Kürze droht, hat heute den Nachbarlandkreis Ostallgäu (Inzidenz 1.054,9) bereits ereilt. Hier gelten ab dem morgigen Freitag für mindestens fünf Tage Lockdown-Regeln. Das bedeutet fürs Ostallgäu:

- Gastronomie und Sportstätten müssen schließen, das betrifft auch Fitnessstudios und Tanzschulen
- Nicht-öffentliche Betriebskantinen dürfen offen bleiben, solange der Mindestabstand eingehalten werden kann 
- Alle Veranstaltungen werden untersagt
- Dienstleistungen, bei denen eine körperliche Nähe zum Kunden unabdingbar ist, sind verboten. Ausgenommen sind medizinische, therapeutische oder pflegerische Leistungen.
- Hotels dürfen nur Gäste für nicht-aufschiebbare, nicht touristische Zwecke übernachten lassen 
- Kulturstätten wie Museen, Theater und Zoos müssen schließen 
- Seilbahnen- und Schifffahrtsbetriebe müssen schließen 
- Schwimmbäder und Saunabetriebe dürfen nicht öffnen
- Hochschulen und Universitäten dürfen nur noch digitale Lehrveranstaltungen anbieten

Offen bleiben dürfen in einem „Hotspot“ hingegen Kitas und SchulenSchulsport und Wettkampfsport von Berufssportlern darf weiterhin stattfinden. Friseure dürfen weiterhin arbeiten. Der Handel bleibt geöffnet, allerdings müssen hier pro Kunde 20 Quadratmeter Platz vorhanden sein.

Erst wenn die Inzidenz an fünf Tagen in Folge wieder unter 1.000 liegt, werden die Maßnahmen in „Hotspot“-Regionen aufgehoben.

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