Die Ludwig-Aurbacher-Mittelschule wurde als „Smart School“ ausgezeichnet
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Stolz über die Auszeichnung für Türkheims Mittelschule (v. links): Schulamtsdirektor Bertram Hörtensteiner, Konrektor Sascha Rauschenbach, Rektorin Barbara Engel und Bürgermeister Christian Kähler.

Digital-Pionier unter den Mittelschulen im Freistaat

Erste in Bayern: Ludwig-Aurbacher-Mittelschule als „Smart School“ ausgezeichnet

Türkheim – Besondere Auszeichnung für die Ludwig-Aurbacher-Mittelschule in Türkheim: Sie darf sich als erste bayerische Mittelschule zum Kreis der „Smart Schools“ zählen. Damit würdigt der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbrachen (Bitkom) die Arbeit von Schulen, die in ihrer digitalen Entwicklung fortschrittlich unterwegs sind. Ganz besonders über die Auszeichnung freuten sich Rektorin Barbara Engel sowie Konrektor und Systembetreuer Sascha Rauschenbach.

Das „Smart School“-Netzwerk umfasst bislang bundesweit 81 Schulen – von Grundschulen über Gesamtschulen und Gymnasien bis zu Berufsschulen. „Bitkom wählt für seine Auszeichnung Schulen aus, die über die Grenzen Deutschlands hinaus Vorbildcharakter haben und den Wandel an anderen Schulen inspirieren können“, erklärt Rektorin Barbara Engel. In Bayern wurden bisher erst sieben Schulen ausgezeichnet, davon ist die Ludwig-Aurbacher-Mittelschule Türk­heim die erste und einzige Mittelschule.

An der Ludwig-Aurbacher-Mittelschule wurde in Sachen Infrastruktur das Hauptaugenmerk auf den Datenschutz gelegt und sowohl bei der schuleigenen Cloudlösung, als auch bei der Infrastruktur für das Distanzlernen ausschließlich mit bayerischen Anbietern zusammengearbeitet. Das Medienkonzept der Schule sieht vor, dass die Schüler einen sensiblen Umgang mit ihren persönlichen Daten lernen und mit der digitalen Infrastruktur umzugehen wissen. Dabei setzt die Schule auf sogenannte „Methodenkarten“, mit denen ein effizientes Arbeiten über die Jahrgangsstufen hinweg ermöglicht werden soll. Geschult werden unter anderem gängige und für die berufliche Ausbildung relevante Anwendungen wie Microsoft Office oder CAD. Darüber hinaus werde in „MINT für Mädchen“ oder der „Schülerfirma 3D-Druck“ ganz konkret und speziell an digitalen Inhalten gearbeitet und gelernt, erklärt ­­Barbara Engel.

Innerhalb der Lehrerschaft wird das Wissen einer Expertengruppe durch kurze Dokumentationen im PDF-Format oder in Form von Video-Tutorials an die Kollegen weitergegeben. In diesen Hilfestellungen finden die Lehrer Infos zur Plattform für das Distanzlernen, zum Umgang mit der Cloud und zu grundlegenden Funktionen der Dienstgeräte.

Mit diesem vielschichtigen Konzept scheint die Türkheimer Mittelschule den Nerv von „Smart School“ getroffen zu haben, denn laut einer Pressemitteilung basiert die Auszeichnung auf drei Säulen: der Infrastruktur, dem pädagogischen Konzept und der Lehrerfortbildung. Zu allen drei Punkten liefert man in Türkheim ein Angebot.

Generell hat sich „Smart School“ zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit Schulen die digitale Entwicklung im Bildungsbereich vorantreiben. Perspektivisch wolle man mit Bitkom, so geht aus einer Pressemitteilung hervor, ein breites Netzwerk an „Smart Schools“ in Deutschland aufbauen und zeigen, dass die Digitalisierung gewinnbringend für Schulen sein kann, wenn man einen umfassenden Ansatz für die gesamte Schule verfolgt. Dabei geht es vor allem um die Vermittlung von Kompetenzen, die Schüler später das Berufsleben erleichtern.

wk

Quelle: Kurier

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