Ab jetzt laufen die Anmeldungen für das neue Herbst-und Winterprogramm der VHS Unterallgäu.
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Ab jetzt laufen die Anmeldungen für das neue Herbst-und Winterprogramm der VHS.

Herbst-und Winterprogramm steht

Mit der VHS Unterallgäu flexibel in den Herbst

  • Melanie Springer-Restle
    VonMelanie Springer-Restle
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Mindelheim – „Flexibel sein“ lautet das Motto des neuen Herbst-/Winter-Semesters der VHS Unterallgäu und das kommt nicht von ungefähr. Denn es ist bereits das vierte Semester, das die Volkshochschule unter Corona-Bedingungen meistert. 

Während das Kursprogramm beim ersten Lockdown weitgehend auf Eis gelegt werden musste, können die Mitarbeiterinnen jetzt mit Strategien aufwarten, die der pandemischen Lage, den Teilnehmern und den Kursleitern gleichermaßen gerecht werden. Das liegt nicht nur an den Lockerungen, sondern auch am Tatendrang der VHS-Mitarbeiterinnen, die den Lockdown nutzten, um Lösungen zu entwickeln, sodass zumindest ein Teil des Programms weiterlaufen kann, falls die Pandemie noch länger anhält.

Geschäftsführerin Renate Deffner ist stolz auf ihre Mitarbeiterinnen. „Das Team hat trotz Kurzarbeit alles super gewuppt, sich Know-How angeeignet und das Thema Erwachsenenbildung vorbildlich gelebt“, fasst sie zusammen.

Aus der Not eine Tugend gemacht

In den Zeiten, in denen keine Präsenzveranstaltungen stattfinden durften, haben die VHS-Mitarbeiterinnen zudem zahlreiche Kursleiter geschult. Per Zoom-Meeting haben selbst technisch Unbedarfte schnell gelernt, ihren Unterricht auf digital umzustellen. „Wir haben die Hemmschwellen abgebaut und die Kursleiter haben sich gegenseitig motiviert“, berichtet ­Simone Döhl, Leiterin der VHS Bad Wörishofen. Es fanden regelmäßige Online-Meetings statt, zu denen die Kursleiter als Teilnehmer kommen durften. Es gab Kursleiter-Fragestunden, in denen einfache Bedienungstipps sowie konkrete, kursbezogene Hilfestellungen an die Hand gegeben wurden.

Transparenz und Präsenz

Die Teilnehmer und Kursleiter wurden immer auf dem neuesten Stand gehalten und falls es Unsicherheiten gab, wurden diese ehrlich mitgeteilt, bis es klare Handlungsmodi gab. „Die Situation war für uns alle schwierig, aber uns war es wichtig, transparent zu bleiben“, erläutert Deffner. Die Umstellung auf digital funktionierte natürlich nicht in allen Sparten. Gerade der Gesundheitsbereich hat stark unter den Einschränkungen gelitten. Selbst nach den Lockerungen mussten die Gruppengrößen zugunsten des Sicherheitsabstandes reduziert werden und das Raumangebot war nicht unbegrenzt. Die Kursleiter konnten schließlich nicht einfach ihre Zeit verdoppeln. Aufgrund der Vorschriften war das Angebot deshalb insgesamt geringer. Dennoch hat die VHS viel Zuspruch erhalten. „Die Teilnehmer und Kursleiter sehen, dass wir das Bestmögliche tun. Wir wollen niemanden gefährden, aber trotzdem ein Angebot machen“, resümiert Deffner.

Während des Lockdowns war immer jemand am Telefon, der Fragen beantworten konnte. Auch das schätzten die Teilnehmer und Kursleiter.

Der zaghafte Weg zurück zur Normalität

Während im letzten Semester nur etwa ein Drittel des üblichen Pensums stattfand, haben die Anmeldezahlen jetzt wieder angezogen. „Die Menschen haben Lust, sich zu treffen. Sie wollen Präsenzunterricht“, erklärt Deffner. Selbstverständlich gilt auch für laufende Kurse die 3-G-Regel. Nach einer intensiven Beratung durch Datenschutzexperten kam man allerdings zu dem Schluss, den jeweiligen Status zwar jedes Mal vor Kursbeginn durch die Kursleiter zu prüfen, aber keine Gesundheitsdaten zu speichern. „Es soll sicher, praktikabel und für alle akzeptabel sein“, sagt Deffner im Gespräch mit dem Wochen KURIER abschließend.

Die Zwangsdigitalisierung hatte in manchen Fällen auch Vorteile. Kursleiter und Teilnehmer waren ortsunabhängiger und konnten von zuhause aus lehren und lernen. „Eine ehemalige Kursleiterin, die zu unserem Bedauern zurück nach Italien gezogen ist, kann jetzt Italienisch für Anfänger live aus Italien machen“, berichtet Deffner freudig. Digital weite sich eben alles aus. „Man trifft jetzt plötzlich mal Leute aus Norddeutschland oder kann auch bei uns Chinesisch über die VHS Hamburg lernen“, ergänzt Döhl. Die Kooperationen mit anderen Volkshochschulen macht es möglich. Grundsätzlich gehe der Trend jedoch schon wieder zum Präsenzunterricht, der das Wesen der Volkshochschule ausmache.

Neu im Kurprogramm

Passend zum Zeitgeist bietet die VHS Unterallgäu „Fit für Zoom & Co“ an. Hier lernt man den Umgang mit Videokonferenzsystemen. Weitere Neuheiten sind sechs Kurse rund um das Thema Bewerbung. „Man merkt, dass sich der Arbeitsbereich stark verändert. Unsere Bildungsberatung hat viele Anfragen. Viele, die von der Pandemie betroffen waren und sind, orientieren sich beruflich um“, erklärt Deffner. Das Thema „Aufstieg durch Bildung“ sei aktueller denn je. Im Bereich Gesundheit dürfen sich angehende Mütter freuen, denn fortan gibt es auch Kurse für Schwangere.

Quelle: Kurier

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