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In Bad Wörishofen sind wieder Biber aktiv – mit Kostenfolgen für die Stadt

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Auch in Bad Wörishofen sind derzeit Biber aktiv. Die Stadt hat nun erklärt, wo genau.
Auch in Bad Wörishofen sind derzeit Biber aktiv. Die Stadt hat nun erklärt, wo genau. © Patrick Pleul/dpa

Bad Wörishofen – In und um Bad Wörishofen sind aktuell wieder Biber aktiv. Unter anderem im Bereich des Kurparks hinterließ diese Woche eine Biberfamilie ihre Spuren, teilte die Stadt nun mit. Stadtgärtner Andreas Honner klärte dabei auch zur Vorgehensweise der Stadt auf.

Wie die Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte, habe man im Kurpark „zwei Alttiere mit einem ein- bis zweijährigen Jungtier“ beobachtet. Diese seien derzeit hauptsächlich in der Kurpark-Erweiterung angrenzend an die Schöneschacher Straße aktiv. „Dort haben diese eine größere Weide gefällt, die nach einem Wochenende Aktivität nicht mehr zu retten war“, erklärt Stadtgärtnermeister Andreas Honner.

Die Weide lassen die Stadtgärtner bewusst bis zur Beginn der Mähsaison liegen, weil sich die Biber von dessen Rinde ernähren. Die anderen schützenswerten Bäume sind mit Estrichgitter als Verbiss-Schutz versehen. Die strauchartigen Weiden überlassen die Gartenbauexperten dem Biber zur Verjüngung, da diese von selbst wieder austreiben.

Den entsprechenden Kurparkbereich habe die Biberfamilie erst diesen Winter neu für sich entdeckt, teilt die Stadt mit. Weitere Biberpopulationen befinden sich nach Angaben der Stadtverwaltung in Schlingen am Eisbachbiotop, am Studtweidbach in Höhe der Therme und des Eichwalds, in Dorschhausen am Haldenbach sowie nördlich von Stockheim am Zufluss zum Wörishofer Stausee und in Frankenhofen. „Dort werden wir in Absprache mit dem Biberberater dann tätig, wenn Wege untergraben oder große Bereiche überflutet werden“, erklärt Andreas Honner zur Vorgehensweise.

Am Waldsee, am Feuchtbiotop bei der Bewegungsinsel und zwischen Kirchdorf und Dorschhausen am Haldenbach lasse man den Biber frei gewähren. Dammschäden sind keine zu verzeichnen. Allerdings kostete der Biber die Stadt laut Auskunft der Bad Wörishofer Kämmerei im Jahr 2021 rund 11.800 Euro an Personal- und Materialeinsatz.

wk

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