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Auch in Memmingen und im Unterallgäu wurden heute Morgen Smartphones sichergestellt. Ob sich darauf tatsächlich kinderpornografisches Material befindet, wird noch untersucht.

Erneute Durchsuchung nach kinder- und jugendpornografischem Material im Landkreis

Kinderporno-Verdacht: Polizei durchsucht neun Haushalte in der Region

Unterallgäu/Memmingen - Am heutigen Dienstag hat die Kriminalpolizeiinspektion Memmingen in den frühen Morgenstunden zeitgleich neun Haushalte nach kinder- und jugendpornografischem Material durchsucht. Betroffen waren die Landkreise Günzburg und Unterallgäu sowie die Stadt Memmingen.  

Die Beamten stellten 13 Smartphones, fünf Laptops und weitere Speichermedien sicher. Zu ihrer Überraschung fanden sie außerdem eine Panzerfaust sowie ein Maschinengewehr MG42 in der Wohnung eines 29-jährigen Beschuldigten. Inwieweit die Kriegswaffen tatsächlich unbrauchbar gemacht wurden, wie der Eigentümer behauptete, prüfen die Ermittler in Zusammenarbeit mit einem Waffensachverständigen des Landeskriminalamtes.

Auch diese Waffen wurden im Rahmen der Durchsuchungen am Dienstag entdeckt.

Bei den Beschuldigten handelte es sich zur Tatzeit um männliche Jugendliche, Heranwachsende und Erwachsene im Alter zwischen 14 und 43 Jahren, aber auch zwei weibliche Jugendliche im Alter von 15 Jahren.

Anlass der sehr umfangreichen Ermittlungen waren jeweils kinderpornografische Video- oder Bilddateien, die in Chat-Gruppen online verbreitet wurden. Die Staatsanwaltschaft Memmingen ermittelte in enger Zusammenarbeit mit dem für Sexualdelikte zuständigen Fachkommissariat der Memminger Kriminalpolizei. Bereits der Besitz von kinderpornografischen Material stellt einen Strafbestand dar. Das ist insbesondere Jugendlichen im Umgang mit sozialen Medien oft nicht bewusst. Deshalb hatte der Polizeieinsatz nicht nur einen strafrechtlichen Hintergrund, sondern diente auch als präventive Signalwirkung.

Null Toleranz beim Besitz kinder- oder jugendpornografischen Materials

Auch das automatisierte Herunterladen von entsprechenden Bild- oder Videodateien über die sozialen Medien wie zum Beispiel WhatsApp, Instagram, Twitter oder Signal auf Endgeräte könne bereits ein Straftatbestand sein, klärt die Polizei auf. Die Ermittlungsbehörden könnten dabei das Hoch- oder Herunterladen von kinder- und jugendpornografischen Bildern oder Videos im Internet nachvollziehen. Stellen die Beamten dann im Rahmen von Durchsuchungsbeschlüssen Endgeräte mit entsprechenden Inhalten fest, unterliegen die Handys, Tablets und Computer regelmäßig der Einziehung. Die Betroffenen erhalten dadurch ihre Geräte nach Abschluss des Verfahrens nicht mehr zurück.

wk

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Quelle: Kurier

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