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Mindelheim: Erstes „Inselfestival“ verspricht entspannten Tag mit viel Live-Musik

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Von: Marco Tobisch

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Alexander „Mogli“ Reischl hängt das Plakat fürs erste „Inselfestival“ auf.
Alexander „Mogli“ Reischl hängt das Plakat fürs erste „Inselfestival“ auf. © privat

Mindelheim – Am zweiten Juliwochenende ist die Mindelheimer Kulturfabrik Gastgeber eines Festivals. Festival-typische Merkmale wie Zelte, Wildbiesler und Dosenbier in Massen wird man dort aber aller Voraussicht nach vergeblich suchen: Vielmehr gehe es beim ersten „Inselfestival“ darum, gemeinsam „abzuhängen“ und einen entspannten Tag bei guter Musik zusammen zu verbringen, betonen die Verantwortlichen im Gespräch mit dem Wochen KURIER.

Die Füße in den Pool hängen, tolle Live-Musik hören, an den Ständen des Handmade-Marktes vorbei schlendern und gemeinsam einen „gechillten Tag verbringen“ – das ist es, was den Organisatoren des Inselfestivals vorschwebt. Rund 50 Ehrenamtliche sind in die Vorbereitungen und in die Durchführung am 9. Juli insgesamt involviert.

Um ein stimmiges Gesamtkonzept auf die Beine zu stellen, hatten die Organisatoren mehrere Ideen gesammelt – drei volle Tage hätten sie am Ende damit füllen können, betonen sie. Letztendlich ins Festivalprogramm (11 bis 22 Uhr) geschafft haben es unter anderem acht Bands aus der Region. „Auf die ganz großen Headliner haben wir bewusst verzichtet. Lieber wollen wir talentierten Bands aus der Region die Chance geben“, erklärt Markus Putz, Erster Vorstand der Kulturfabrik. Mit dabei sind Aturia, Bloody Pressack, Kleister, Matze Semmler, Philomenas Tailor, Sick and Fancy, Skinny Phil & Fat E. und Snotty Holly.

Vereine helfen sich gegenseitig aus

Seit ein paar Tagen stehen auch schon die Plakatständer am Mindelheimer Straßenrand – übrigens genau an jenen Stellen, an denen der Durahaufa Mindlhoim noch vor wenigen Tagen auf sein Stadtgrabenfest hingewiesen hat. „Der Durahaufa hat uns dankenswerterweise seine Plakatständer überlassen, so haben sich beide Vereine Arbeit gespart beim Ab- und Aufhängen. Ich finde es toll, dass die Vereine in Mindelheim so gut zusammenhelfen“, lobt Markus Putz. Das gelte auch fürs Ordnungsamt – auch hier verspürt die Kulturfabrik offenbar immer wieder eine große Unterstützung.

Hilfe von Vereinen erhält die Kulturfabrik auch beim kulinarischen Angebot: Freuen dürfen sich die Festivalbesucher auf Thai Currys von „brennts“, Burger von Eva und Tom´s, die selbstgemachten Sch(m)andflecken der „Fanfarengruppe Mindelheim“ sowie Kaffee und Süßes vom „Café Sisters“. Damit sei man „bunt“ aufgestellt und auch Vegetarier und Veganer kommen auf ihre Kosten, verspricht die Kulturfabrik.

Apropos Kosten: Tickets gibt´s für 11 Euro unter anderem bei Tasty Bowl (Kornstr. 3) und direkt in der Kulturfabrik (Georgenstr. 33, immer donnerstags von 19 - 22 Uhr) – was sich allein wegen der acht Bands bereits lohnen dürfte. Für weiteres Unterhaltungsprogramm sind aus Markt Wald die Akrobaten und Feuerspucker von „Salto Silva“ zu Gast, die zwischen den Bandauftritten auf der Bühne zu sehen sein werden. Wer´s zwischendurch etwas ruhiger bevorzugt, kann über einen Handmade-Markt schlendern. Zehn bis zwölf Stände bieten hier selbstgemachte Ware an. Übrigens: Wie Markus Putz sagt, sind aktuell noch Plätze frei. Wer kurzentschlossen noch einen Stand mit „Selfmade“-Ware anbieten möchte, erreicht die Kulturfabrik per Mail an anmelden@kulturfabrik-mindelheim.de.

Drei Jahre Kulturfabrik

Hintergrund des „Festivals“ ist eigentlich eine Geburtstagsfeier – im Mai wurde die Kulturfabrik drei Jahre alt. Und weil nun zwei Jahre lang coronabedingt nicht viel gefeiert werden konnte, wolle man den treuen Unterstützern und Wegbegleitern mit dem Inselfestival etwas zurückgeben, erklären die Organisatoren.

Dabei stand die Kulturfabrik im Grunde trotz Corona gar nie still: Das 76. Mitglied wurde erst letzte Woche eingetragen, angefangen hatte man mit 20. „Ich finde es wirklich erstaunlich, was trotz der Hindernisse in den letzten Jahren entstanden ist“, sagt Markus Putz. Was dem Team der Kulturfabrik besonders gut gelungen scheint, ist der Mix der Generationen – und das nicht nur bei den klassischen Publikumsmagneten wie dem „Spätaufsteher Insel Flohmarkt“ oder der „Klamottentauschparty“. Ein Beleg dafür: Bei der jüngsten Techno-Party gesellte sich auch eine Gruppe Senioren dazu. Sie wollte eigentlich nur ein gemütliches Bier trinken, doch dann setzten sich auch immer wieder jüngere Partygäste zu ihnen an den Tisch – am Ende wurden mindestens drei Bier draus.

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