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Schneemassen in Mindelheim: Stadt bittet Bürger um Mithilfe

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Auch in Mindelheim hatte es zuletzt kräftig geschneit.
Auch in Mindelheim hatte es zuletzt kräftig geschneit. © wk

Mindelheim – Die jüngsten Schneemassen stellten den städtischen Bauhof wieder vor große Herausforderungen. Weil der Winter noch lange nicht vorbei ist, ruft die Stadt nun auch die Bürger zur Mithilfe auf und hofft auf mehr Gelassenheit.

24 Mitarbeiter des städtischen Bauhofs sowie Mitarbeiter von Firmen sind bei Wetterverhältnissen, wie sie zuletzt wieder herrschten, täglich im Einsatz. Das gilt auch für die Mitarbeiter des Kreisbauhofes und der Straßenmeisterei. „Oft sind die Mitarbeiter bereits ab 3 Uhr nachts unterwegs um vorrangig die Hauptverkehrsstraßen bis zum Beginn des Berufsverkehrs weitgehend frei zu räumen“, berichtet die Stadt Mindelheim in einer Pressemitteilung. Wegen der gesetzlichen Vorgaben zu Lenk- und Arbeitszeiten sei der Koordinierungsaufwand, um das System auch bei technischen oder personellen Ausfällen am Laufen zu halten, enorm.

Der Räum- und Streuplan in Mindelheim sieht vor, dass zuallererst Ortsverbindungsstraßen und Hauptverkehrsstraßen sowie Straßen und Zugänge, die zu Kindergärten, Schulen, zum Krankenhaus und zu Behörden führen, geräumt werden. Weil die Räum- und Streufahrzeuge damit oftmals schon an den Rand der Leistungsfähigkeit gebracht werden, könnten Nebenstraßen nur sehr wenig befahren werden, bedauert man in der Stadtverwaltung. An Kreuzungen, Ampeln und Zebrastreifen seien außerdem Teams mit Handschaufeln und Streueimern unterwegs.

„Da es den Mitarbeitern der Bauhöfe von Stadt, Kreis und Bund nicht möglich ist, jede Straße und jeden Gehweg sofort zu räumen, ist neben dem Verständnis der Bürger auch ihre Mithilfe unerlässlich“, hofft die Stadt auf Unterstützung. Demnach seien Haus- und Grundbesitzer aufgefordert, von 7 Uhr bis 20 Uhr (sonntags ab 8 Uhr) einen gesicherten Weg vor ihrem Grundstück herzustellen. „Der in der Verordnung geforderte Weg von einem Meter Breite ist bei diesen Witterungsverhältnissen sicher nur sehr schwer einzuhalten. Wichtig ist derzeit, dass überhaupt geräumt und gestreut wird“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Mitdenken beim Parken

Wer sein Auto auf der Straße oder auf öffentlichen Plätzen abstellt, sollte berücksichtigen, dass ein Pflug mindestens drei Meter breit ist. Oftmals könne der Fahrer des Räumfahrzeugs gar nicht anders, als Zufahrten oder Fahrzeuge zuzuschieben, wenn der Platz auf der Straße durch Parker eingeschränkt sei. Aus diesem Grund bittet die Stadt darum, so zu parken, dass der Räumdienst nicht behindert wird.

Die Stadtverwaltung ruft in einer Zeit heftiger Schneefälle zu mehr Gelassenheit auf und bittet darum, Verständnis für die Mitarbeiter des Winterdienstes aufzubringen sowie sich gegenseitig bei der Beseitigung der Schneemassen zu unterstützen. Außerdem seien die Bürger dazu aufgefordert, den Schnee vom eigenen Grundstück nicht auf die Straße oder auf den gegenüberliegenden Gehweg zu schieben, heißt es abschließend.

wk

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