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Wildschwein auf der A96: Mehrere Unfälle, zwei Verletzte

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Ein Wildschwein hat auf der A96 bei Stetten (Unterallgäu) am Mittwochmorgen einen Unfall mit drei Fahrzeugen verursacht.
Ein Wildschwein hat auf der A96 bei Stetten (Unterallgäu) am Mittwochmorgen einen Unfall mit drei Fahrzeugen verursacht. © Lino Mirgeler (dpa)

Unterallgäu - Einen enormen Sachschaden hat am Mittwochmorgen ein Wildschwein auf der A96 bei Stetten (Landkreis Unterallgäu) verursacht. Nachdem ein 32-Jähriger mit dem Tier kollidiert war, folgten wenige Sekunden später weitere Unfälle.

Ein 32-jähriger Renault-Fahrer war in den Morgenstunden auf der A96 in Richtung Lindau unterwegs, als kurz vor der Anschlussstelle Stetten ein Wildschwein die Fahrbahn kreuzte. Durch die Wucht des Aufpralls wurde sein Renault stark beschädigt (Schaden ca. 8.000 Euro) und kam mitten auf der Fahrbahn zum Stehen. Die gute Nachricht: Dank seines Anschnallers kam der 32-Jährige mit leichten Verletzungen davon, nämlich einer Schulterprellung.

Verhängnisvoller waren da die Überreste des Renaults, die weiterhin mitten auf der A96 lagen: Gut reagierte ein 54-jähriger VW-Fahrer, der die herumliegenden Fahrzeugteile und den deformierten Renault rechtzeitig erkannte und noch rechtzeitig bremste. Das gelang auch einem 23-jährigen BMW-Fahrer. Ein dahinter fahrender Kleintransporter schaffte die Bremsung aber nicht mehr, dessen 21-jähriger Steuermann krachte dem BMW mit hohem Tempo ins Heck und schob diesen noch weiter in den VW.

Der junge BMW-Fahrer erlitt durch den wuchtigen Aufprall eine Halsverletzung und musste vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden. Die weiteren Unfallbeteiligten blieben unverletzt.

Auch der Schaden ist nun groß: Die Fahrzeugfront des Kleintransporters wurde massiv deformiert, der Sachschaden beträgt rund 15.000 Euro. Am BWM wurde das Heck und die Front eingedrückt, hier liegt der Schaden laut Polizeiangaben bei rund 6.000 Euro. Der Schaden am VW wird auf etwa 3.000 Euro beziffert. Keines der Fahrzeuge war mehr fahrtauglich, dreimal musste der Abschlepper ran.

Wegen der weit verstreuten Fahrzeugteile musste die A96 in Fahrtrichtung Lindau für eine halbe Stunde voll gesperrt werden. Bis alle Autos abtransportiert waren, wurde der Verkehr bis etwa 6 Uhr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet.

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