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„Challenge Müllfreies Allgäu“ geht in die dritte Runde

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Iller Clean Up 2022
Beim Iller Clean Up Anfang Juli wurde der Fluss von Müll befreit. Die Helfer waren per Raft unterwegs. © Josef Gutsmiedl

Oberallgäu – Zum dritten Mal findet die große Müllsammelaktion statt, bei der herumliegender Müll in der Natur eingesammelt wird. Wer sammelt mehr – Oberallgäu oder Ostallgäu?

„Wir sind an einem Punkt angekommen, da müssen wir ins Tun kommen, und zwar gemeinsam“, sagt Markus Frey, Filialleiter dm-drogeriemarkt Immenstadt, der seit Beginn der von der Bosch BKK initiierten Müllchallenge vor drei Jahren mit „an Bord“ ist. Deshalb möchte er andere dazu anregen, mitzumachen und gemeinsam etwas Sinnstiftendes zu schaffen. Ein Einzelner könne niemals so viel erreichen wie mehrere zusammen. „Letztes Jahr haben bei der Müllchallenge 3000 Menschen 1,8 Tonnen Müll aus unserer Allgäuer Natur geholt“, beton Frey, „das könnte einer allein niemals leisten.“

Ursprünglich traten bei der Challenge im Oberallgäu Schüler gegen „Bosch’ler“ an, im Jahr darauf kam dann das Ostallgäu mit der DMG MORI dazu und wettete ebenfalls gegen Schulen. Zwar wurden die Ergebnisse – also die gesammelte Müllmenge – zwischen den beiden Landkreisen im Nachgang verglichen, das ausgemachte Ziel war aber der Wettbewerb zwischen Schulen und Unternehmen. Das ist heuer anders: Jeder kann bei der Müllsammelaktion mitmachen und das Oberallgäu tritt explizit gegen das Ostallgäu an!

Gemeinsam etwas schaffen

Wichtig sei bei der „Challenge Müllfreies Allgäu“ auch der Netzwerkgedanke. Neben Bosch, dm-drogeriemarkt, ZAK und vielen mehr, ist auch das Alpinium – Zentrum Naturerlebnis Alpin mit von der Partie und steht für Fragen und Informationen zur Verfügung. „Das Alpinum gibt mit dem Gipfel-Knigge allen Müllsammlern Leitlinien für das richtige Verhalten in der Natur an die Hand“. Und so würde jedes Unternehmen seine Kompetenzen, seine Stärken und seine Kontakte einbringen und etwas zustande gebracht werden, was ein einzelnes Unternehmen nie stemmen könnte. Für den gemeinsamen Lebensraum müsse man auch gemeinsam handeln, findet Frey.

Ein Euro pro ein Kilo Müll

Für jedes bei der Müllchallenge gesammelte Kilo Müll wird der dm-Drogeriemarkt einen Euro für die ökologische Aufwertung des Kalvarienbergs in Sonthofen spenden. Dort soll in Kooperation mit der Stadt Sonthofen eine Streuobstwiese entstehen. „Das ist relativ aufwendig, weil nicht nur neue Bäume gepflanzt werden müssen, sondern auch neue Erde angeschafft werden muss“, berichtet Frey, „außerdem sollen auch alte Obstsorten angepflanzt werden, also nicht das, was man im Supermarkt findet.“ Die Renaturierung steigere nicht nur die Biodiversität und Artenvielfalt, sondern die Ernte solle dann auch den Bürgerinnen und Bürgern für den Eigenbedarf zur Verfügung stehen. „Damit schaffen wir für Mensch und Natur etwas Sinnvolles und arbeiten mit der Region für die Region.“

Damit genug Spenden zusammenkommen, wünscht sich der dm-Filialleiter, dass die 1,8 Tonnen Müll vom letzten Jahr heuer verdoppelt werden können. Dafür ist er auch bereit, selbst loszuziehen: „Ich möchte definitiv bei der Müllchallenge mitmachen!“

Iller Clean Up

Anfang Juli fand bereits das Iller Clean Up statt, bei dem viele freiwillige Helfer beim Rafting die Iller von Müll befreit haben. Im September gehen fleißige Schüler aus dem Gymnasium Sonthofen zusammen mit dem VAO nochmal aufs Wasser. Die Müllmenge der „Clean Ups Days“ wird dann zum Ergebnis der „Challenge Müllfreies Allgäu“ dazugezählt.

Für die Müllchallenge anmelden kann man sich auf www.plasticfreepeaks.com. Am besten man bildet Teams aus fünf oder mehr Personen. Ab Samstag, 24. September, kann man die Sammelkits beim dm in Sonthofen oder Immenstadt abholen. Ansprechpartner für Fragen ist Thomas Mayinger, Telefon 01577/9016379 oder per Mail an Thomas.Mayinger@bosch-bkk.de. Und dann heißt es bis 9. Oktober soviel Müll aufsammeln wie möglich!

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