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Die Grünen Oberstdorf fordern Umdenken beim Straßenbau

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B19 bei Sonthofen
Auf der B19 geht es tagtäglich „rund“. © Josef Gutsmiedl

Oberallgäu – Die Oberstdorfer Grünen warnen vor weiterem Ausbau der Straßen in das südliche Oberallgäu. Mehr Straßen verursachten mehr Verkehr.

Der vielfach belegte kausale Grundsatz „mehr Straßen, mehr Verkehr“ gelte seit Jahrzehnten und bewahrheite sich auch im Allgäu.

Deswegen kritisieren die Oberstdorfer Grünen den geplanten vierspurigen Ausbau der B 19 bei Sonthofen „Durch diesen aktuell mit 30 Millionen veranschlagten Ausbau der B19 lösen wir unsere Probleme im Verkehr nicht, wir verschieben sie lediglich weiter in Richtung Berge und verstärken sie“, sagt die Grünen-Ortssprecherin Bergith Hornbacher-Burgstaller. Ein Ausbau der B19 passe nicht in eine notwendige Verkehrswende.

Die Tourismusregion Oberstdorf steht beim Thema Verkehr vor noch nie dagewesenen Herausforderungen, argumentieren die Grünen. Denn nicht nur die B 19 inklusive der achtspurigen Kreuzung in Waltenhofen, sondern auch die B12 und die A7 sollen weiter ausgebaut werden.

Wie ein Brandbeschleuniger

„Zur Entlastung der Region tragen diese Maßnahmen nicht bei. Ganz im Gegenteil, sie wirken wie ein Brandbeschleuniger, denn die Fahrzeitnachteile der Bahn gegenüber dem Individualverkehr werden größer. Die Zahl der Tages- und Urlaubsgäste, die mit dem Auto anreisen, wird so weiter wachsen und der Verkehr so zu einem noch größeren Problem“, unterstreicht Roman Ohmayer vom Ortsvorstand. Das führe auch zukünftig zu Staus, überfüllten Parkplätzen und einer noch stärkeren Belastung der Menschen und der Natur im südlichen Oberallgäu.

Wie fast jedes Wochenende werde auch aktuell die Region wieder vom Verkehr überrollt, so die Kritik. Deswegen laute die klare Forderung der Oberstdorfer Grünen: Die deutliche Beschleunigung der Bahnverbindungen aus Richtung der wichtigen Quellregionen Stuttgart / Ulm, Augsburg und München müsse sowohl von der Kommunal- als auch der Landespolitik endlich „mit der gleichen Energie eingefordert und vorangetrieben werden, wie bislang der Ausbau der Straßen“.

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