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Fridays for Future: Fahrrad-Demo für Klimaschutz in Sonthofen

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Von: Lena Fuhrmann

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Sonthofen — Am Freitag fand weltweit und in über 350 deutschen Städten der Klimastreik von Fridays for Future statt. In Sonthofen demonstrierten 300 Menschen.

Fridays for Future
1 / 9Drei Schülerinnen im Demonstrationszug auf Fahrrädern für mehr Klimaschutz © Lena Fuhrmann
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2 / 9Laut Polizei nahmen 300 Personen an der Klima-Demo in Sonthofen teil. © Lena Fuhrmann
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3 / 9Claudia Roth: „Die Klimakrise ist zur Überlebensfrage geworden“. © Lena Fuhrmann
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4 / 9Unterstützt wurde der Klimastreik von Jugendlichen, Familien mit Kindern... © Lena Fuhrmann
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5 / 9...und Senioren © Lena Fuhrmann
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6 / 9Die Organisatoren sprachen von 600 Demonstranten © Lena Fuhrmann
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7 / 9Mit ihren Fahrradklingeln machten die Demo-Teilnehmer auf sich aufmerksam. © Lena Fuhrmann
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8 / 9Rund 20-minuten lang radelte der Demonstrationszug durch die Innenstadt © Lena Fuhrmann
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9 / 9Nach der Rad-Tour gab es noch einmal Reden und Live-Musik am Rathausplatz © Lena Fuhrmann

Am Freitag, 24. September, fand weltweit und in über 350 deutschen Städten der globale Klimastreik von Fridays for Future statt. Auch in Sonthofen und Kempten gab es Aktionen. Am Rathausplatz in Sonthofen versammelten sich nach Polizeiangaben 300 Menschen (Die Veranstalter sprechen von 600), um der Vizepräsidentin des deutschen Bundestages, Claudia Roth, zu lauschen und anschließend auf einer etwa 20-minütigen Fahrraddemonstration durch den Ortskern zu radeln. Danach machten am Rathausplatz flammende Reden für einen engagierten Klimaschutz und Livemusik Stimmung.

Claudia Roth: „Kampf für die Freiheit“

„Die Klimakrise ist zur Überlebensfrage geworden", sagte Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth in ihrer Rede. Der Staat habe die Verantwortung, so die Politikerin aus dem Unterallgäu, die Lebensgrundlage der künftigen Generationen zu sichern: „Wenn wir das Klima nicht schützen, dann gefährdet das die Freiheit – die Freiheit der jungen Generation." Deshalb seien alle, die für den Klimaschutz eintreten, auch Kämpfer und Kämpferinnen für die Freiheit, schwor Roth die Menge ein und erntete Applaus.

„Der Weltklimarat sagt: wir haben nur noch drei Jahre Zeit, um die größte Klimakatastrophe abzuwenden. Doch weiterhin steuern wir ungebremst in den Abgrund“, so die 18-jährige Ronja Lacher vom Organisationsteam der Fahrrad-Demo. Die Aktion war Teil des achten Globalen Klimastreiks von Fridays for Future. In Deutschland wurde in über 350 Städten demonstriert. „Die nächste Bundesregierung ist die letzte, die das Ruder noch rumreißen kann, damit auch wir jungen Leute eine Zukunft haben“, betonte Anna Hiltensberger von Fridays for Future Sonthofen.

Einhaltung des Pariser Klimaabkommens

Unter den Demonstraten befanden sich auch Pius Bandte, der im Wahlkreis Oberallgäu-Kempten-Lindau als Direktkandidat der Grünen kandidiert hatte sowie die Kreisgeschäftsführerin der Grünen, Christina Mader.

Die Organisatoren der Klima-Demo von Fridays for Future betonten jedoch explizit, dass die Klimaziele aller Parteien – einschließlich der Grünen – nicht ausreichend seien. Für Deutschland fordert die Bewegung auf ihrer Webseite das Ende der Subventionen für fossile Energieträger, eine CO2-Steuer auf alle Treibhausgasemissionen, den Kohleausstieg bis 2030 und 100 Prozent erneuerbare Energieversorgung bis 2035, damit die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5°C-Ziels erreicht werden könnten. Claudia Roth bezeichnete die Anhänger der FfF-Bewegung als Realisten und Pragmatiker.

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