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Parken mit der App: OATS und Parkster ziehen positive Zwischenbilanz

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Gruppenbild Urkundenverleihung (von links) Parkster-Geschäftsführer Patrick Lundberg, Burgbergs Bürgermeister André Eckardt, Vertriebsleiter Kevin Lehmann und Ulrich Hüttenrauch, Geschäftsführer der OATS.
Parkster vergibt Urkunden mit der Auszeichnung „Handy-Parken Top-Stadt“ an Allgäuer Orte, die hohe Akzeptanzen beim Handy-Parken verzeichnen. Auf dem Foto (von links) Parkster-Geschäftsführer Patrick Lundberg, Burgbergs Bürgermeister André Eckardt, Vertriebsleiter Kevin Lehmann und Ulrich Hüttenrauch, Geschäftsführer der OATS. © Oberallgäu Tourismus Service GmbH / OATS

Oberallgäu – Autofahrer im südlichen Allgäu können ihre Parkscheine auf immer mehr Parkplätzen ganz einfach per Smartphone lösen.

Gut für die Kunden: Fast überall ist es der digitale Parkschein aus der Parkster-App. Die Basis dafür war ein Pilotprojekt der Oberallgäu Tourismus Service GmbH (OATS), Parkster und der Stadt Immenstadt im Jahr 2019.

Seit vielen Jahren ist der Preisvorteil beim Parken ein gern genutzter Vorteil, den Übernachtungsgäste durch Vorhalten ihrer Allgäu-Walser-Card an aktuell 111 Parkautomaten in der Region erhalten. Einige Orte bieten auch den Einheimischen im Rahmen von sogenannten „Bürgerpaketen“ attraktive Parktarife. Wer wo welche Vorteile mit seiner Karte erhält, kann durch das Allgäu-Walser-Card-System gesteuert werden, wenn die Parkautomaten dafür unter anderem mit Hardware aufgerüstet werden.

Im Zuge der Weiterentwicklungen des Allgäu-Walser-Card-Systems setzte die OATS bereits vor einigen Jahren darauf, dass sich das Parken per App weiter verbreiten wird und deshalb in Zukunft auch in Verbindung mit dem Allgäu-Walser-Card-System möglich sein muss. Nach Gesprächen mit mehreren Anbietern wurde mit Parkster ein Pilotprojekt gestartet.

„Die Entscheidung fiel damals vor allem zugunsten von Parkster, weil die als einzige die Schnittstellen zum Allgäu-Walser-Card-System auf eigene Kosten umsetzen wollten. Überzeugt hatte uns das kundenfreundliche Geschäftsmodell mit einfacher Bedienung, Zahlung auf Rechnung ohne Kredit-/EC-Karte angeben zu müssen und vor allem: Keine Service-Gebühr zusätzlich zu den Parkgebühren. Diese Zusatzkosten für Handyparker, die andere Anbieter abrechnen, empfinde ich persönlich nach wie vor als Benachteiligung“, betont Ulli Hüttenrauch, Geschäftsführer der OATS. Für das Pilotprojekt konnte die Stadt Immenstadt gewonnen werden, die dann ab Mai 2019 zunächst auf den Parkplätzen einiger Ausflugsziele das Smartphone-Parken ermöglichte.

Die OATS war damals mit dem Vorschlag an Stadtrat und Verwaltung herangetreten, dort das Parken per Smartphone mit und ohne Verbindung zum Allgäu-Walser-Card-System in einem Pilotprojekt kennenzulernen. „Mit Erfolg“, wie Reinhold Hüppy, Leiter des Ordnungsamt der Stadt Immenstadt ergänzt. „Bereits im Jahr 2019 hatten wir rund 5 000 Parkvorgänge und 3200 Euro Einnahmen durch das Smartphone-Parken. Im Jahr 2020 stiegen die Einnahmen auf 23.000 Euro und im Jahr 2021 hatten wir 63 259 Parkvorgänge und über 85 000 Euro. Trotz Lockdown, wohlgemerkt. Aber was uns besonders wichtig war: Das wir uns in der täglichen Arbeit keine zusätzlichen Probleme machen. Im Rückblick auf die drei Jahre kann ich sagen, dass es keine Probleme gab und gibt. Das Parken mit Parkster ist einfach und wird gut angenommen, die Verkehrsüberwachung sieht wegen der Schnittstellen im Hintergrund Live, welche Fahrzeuge eingebucht sind und wir sparen uns einiges an ´Bargeld-Handling´. Im letzten Jahr waren es durch das Handyparken etwa 85 Automatenleerungen weniger.“

Der Kreis wird größer

Inzwischen haben sich über 15 weitere Gemeinden für den digitalen Parkschein mit Parkster entschieden, nach Immenstadt dann auch Lindenberg, Oberstaufen, Bad Hindelang, seit Anfang 2022 auch Sonthofen, sowie auf österreichischer Seite das Kleinwalsertal.

Auch einige Ausflugsziele ermöglichen auf ihren Parkplätzen den digitalen Parkschein mit Parkster: die OK-Bergbahnen, Grasgehen, Alpsee-Bergwelt oder das Berg-Naturerlebnis Grasgehen. Auch GZI und die Klinik in Immenstadt ermöglicht das Parken mit der App. Ein hilfreicher Vorteil, wenn der Arzttermin länger als gedacht dauert.

Spitzenreiter in Bezug auf das Verhältnis „Parkschein am Automat“ versus „Digitales Parken mit Smartphone“ ist derzeit die Gemeinde Burgberg. Gestartet im Dezember 2020 liegt der Anteil des digitalen Parkens monatlich bei rund 38 Prozent. Im bisher stärksten Monat (Dezember 2021) wurden sogar 77 Prozent der Parkgebühren digital gelöst.

Auch Bad Hindelang konnte seinen bisher stärksten Monat im vergangenen Dezember verzeichnen – der Anteil der digital gelösten Parkeinnahmen lag bei 29 Prozent. Seit der Einführung der Parkster App im Mai 2021 bezahlt hier im Durchschnitt jeder fünfte Autofahrer seinen Parkschein per Smartphone-App.

Die Gemeinde Rettenberg entschied sich im vergangenen Jahr, den digitalen Parkschein einzuführen. Schon kurz nach dem Start im November kletterte die Akzeptanz bereits auf 19 Prozent und hält dieses Niveau bis heute.

„Das Parken per Smartphone-App hat sich bewährt. Es bringt für kommunale und private Parkplatzbetreiber zahlreiche Vorteile mit sich – zum Beispiel beim Bargeldhandling: Volle Parkautomaten müssen geleert, das Münzgeld zur Bank transportiert und an die Bank zusätzliche Gebühren für das Entgegennehmen der Münzen entrichtet werden.

Je mehr Menschen ihre Parkscheine bargeldlos per App lösen, desto seltener sind Leerungen der Automaten erforderlich“, sagt Parkster Geschäftsführer Patrik Lundberg, und ergänzt: „Es freut mich sehr, dass das Handy-Parken hier so gut ankommt. Der Trend über alle Orte hinweg ist positiv und wir sind zuversichtlich, dass sich die Akzeptanz auch weiterhin so gut entwickeln wird.

Je mehr Gemeinden und auch private Betreiber sich entschließen, das Parken per App anzubieten, desto mehr profitieren die Einheimischen und die Urlauber von einer einheitlichen Lösung zum bargeldlosen Bezahlen ihrer Parkgebühren in der Region. Das ist zum Vorteil aller.“

Parken mit Allgäu-Walser-Card oder Bergbahnticket Auf den Parkflächen der OK-Bergbahnen wurden bereits spezielle Tarife für Kunden mit Bergbahnticket angeboten. Einige Orte ermöglichen ihren Bürgerinnen und Bürgern den Erwerb einer Jahreskarte die dann vor Ort zum Gratis-Parken genutzt werden kann. Und nach wie vor gilt auf den Ausflugsparkplätzen in Immenstadt ein Preisvorteil für alle Allgäu-Walser-Cards.

Ob mit Gästekarte oder Allgäu-Walser-Fan-Card, Ehrenamtskarte, oder den Bürgerkarten einiger Orte, die alle technisch mit dem Allgäu-Walser-Card-System verbunden sind, gibt´s 10 Prozent Preisvorteil. In den letzten 12 Monaten wurde dieser Vorteil allein in Immenstadt 4 100 mal in Anspruch genommen wurde, insgesamt waren es über 25 500 digitale Parkvorgänge mit einem Preisvorteil in Verbindung mit dem Allgäu-Walser-Card-System. Tendenz steigend.

Einfach und flexibel

Die Nutzung des Vorteils für die Kunden in der Parkster App ist einfach. Autofahrer wählen hierfür den entsprechenden Tarif in der App aus und geben die Nummer der Gästekarte, der Saisonkarte oder des Bergbahntickets ein. Über eine Schnittstelle zwischen Parkster und dem System der Allgäu-Walser-Card bzw. der Bergbahnen wird diese Nummer automatisch auf ihre Gültigkeit geprüft und daraufhin der vergünstigte Tarif berechnet.

„Das vergünstigte oder gar kostenlose Parken ist ein gern genutzter Service. Aber kein Geschenk an die Gäste, was oft verwechselt wird. Übernachtungsgäste bezahlen pro Nacht einen Kurbeitrag und mit diesen Einnahmen kann der Preisnachlass im Ort finanziert werden. Die technische Umrüstung der Parkautomaten ist aber aufwendig und mit Kosten verbunden. Diese Investition war für einige Urlaubsorte bisher auch der Grund, gar nicht erst über entsprechende Angebote nachzudenken“, erläutert Ulrich Hüttenrauch. „Mit der Parkster-App ist es grundsätzlich auf jedem Parkplatz ohne Investition für den Betreiber möglich, zeitgleich verschiedene Parktarife anzubieten.“

So funktioniert‘s

Hintergrund Smartphone-Parken: Der Autofahrer benötigt für das Lösen eines digitalen Parkscheins die App „Parkster“ auf seinem Smartphone. Die kostenlose App ist für Android-Endgeräte auf Google Play sowie für das iPhone im App Store erhältlich. Alle Parkplätze, auf denen mit digitalem Parkschein geparkt werden kann, sind gut sichtbar mit dem grünen Parkster Logo beschildert.

Für den Parkvorgang gibt der Autofahrer sein Kennzeichen und die Parkdauer in der App auf seinem Smartphone ein. Taktung und Tarif entsprechen dem Parkschein am Parkautomaten. Der Autofahrer kann mit seinem Handy die Parkzeit im Rahmen der Höchstparkdauer verlängern. Kehrt er früher zu seinem Fahrzeug zurück, beendet er den digitalen Parkschein vorzeitig und spart so unnötige Parkgebühren. Bezahlt wird auf Rechnung oder mit Kreditkarte.

Über Parkster

Parkster ist innovativer Full-Service-Anbieter im Bereich Digitales Parken. Das Unternehmen ermöglicht es Autofahrern, Parkgebühren mit dem Smartphone minutengenau und auf Rechnung zu bezahlen. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet Lösungen zur On- und Off-Street-Parkraumverwaltung für kommunale und gewerbliche Parkraumbewirtschafter sowie zur Parkgebührenabrechnung für Mitarbeiter in Unternehmen.

Parkster wurde 2010 im schwedischen Lund gegründet. Parkster zählt heute zu den zehn am schnellsten wachsenden schwedischen Unternehmen in Europa. Das Unternehmen vermarktet seit 2018 seine Lösungen auch in Deutschland.

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