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Als Größter Sportverein im Oberallgäu steht der TSV Sonthofen sportlich und finanziell gut da

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Vorstand des TSV Sonthofen 2022
Der neue – hier unvollständige – Vorstand des TSV Sonthofen mit (von links) Andrea Mittermair (Schriftführerin), Heidi Adelgoß (1. Vorsitzende), Manfred Haslach (Stellvertretender Vorsitzender und kommissarischer Schatzmeister), sowie Jugendleiterin Birgitt Jonscher. © Hans Ehrenfeld

Sonthofen – Die Vorsitzende des TSV Sonthofen, Heidi Adelgoß, konnte bei der 158. Jahreshauptversammlung viele Vereinsmitglieder begrüßen.

Das Sportjahr sei wieder stark von Corona geprägt gewesen. Zum Glück habe diesmal aber der Spielbetrieb zu Ende gebracht werden können. Leider habe die Pandemie auch einen kleinen Mitgliederrückgang zur Folge gehabt. Der TSV Sonthofen bleibt aber mit über 1730 Mitgliedern, davon 733 Kinder und Jugendliche, der mit Abstand größte Sportverein im Oberallgäu.

Der scheidende Schatzmeister, Fabian Besserer, konnte zur Freude der Versammlung eine sehr gute Bilanz vortragen. Aufgrund dieser guten Finanzlage sei der Verein auch in der Lage, die Übungsleiterpauschale zu erhöhen. Die Vorsitzende betonte, dass die Erhöhung der Übungsleiterpauschale zum einen eine Anerkennung der hervorragenden Arbeit der Übungsleiter sei, und zum anderen eine Attraktivitätssteigerung dieses Jobs bewirken solle.

Adelgoß dankte auch der Stadt für die gute Zusammenarbeit und wohlwollende Unterstützung. „Wir wissen zu schätzen, was die Stadt für uns tut!“

Bei den Neuwahlen gab es einen Vorstand mit Vakanz, weil kein Schatzmeister gefunden werden konnte. Der neugewählte Vorstand sieht wie folgt aus: Vorsitzende: Heidi Adelgoß; stellvertretender Vorsitzender und kommissarischer Schatzmeister: Manfred Haslach; Jugendleiterin: Birgitt Jonscher und Schriftführerin: Andrea Mittermair.

Reha-Sport

Andrea Mittermair, Reha-Sport-Abteilungsleiterin, berichtete ebenfalls über Herausforderungen im Reha-Sportbetrieb ihrer aufgrund von Corona vulnerablen Gruppen. Inzwischen sei aber der Alltag wieder eingekehrt. Leider habe die Übungsleiterin der Gruppe für Atemwegserkrankte, Gertrud Buchmann, nach 15 Jahren aufopferungsvoller Tätigkeit aufgehört. Die größte Gruppe ist nach wie vor die Herzsport-Gruppe. Dort werde allerdings dringend ein Arzt oder Rettungsassistent gesucht.

Basketball

Basketball-Abteilungsleiter, Torsten Barabas, informierte über ein Auf und Ab bei den Korbjägern. So habe er das Herrenteam aufgrund einer zu dünnen Personaldecke aus dem Spielbetrieb der Bezirksoberliga abmelden müssen, habe es aber im Pokal -Turnier belassen. Dies habe sich als eine glückliche Entscheidung erwiesen, weil sie nämlich trotz kleinem Team den Schwäbischen Pokal gewinnen konnten.

In Sachen Nachwuchsarbeit sei die Abteilung sehr aktiv und erfolgreich gewesen. So wurde an der Grundschule Rieden ein Schnuppertag „Back on Court“, eine Werbeaktion des Deutschen Basketball Bundes, mit großem Erfolg veranstaltet. Mit den Neuzugängen konnte ein komplett neues Minis-Team gebildet werden.

Da sie derzeit nur über drei Trainer verfügen, ist bei ihnen eine Ausweitung des Trainings- und Spielbetriebs nicht möglich. Dennoch wollen sie ihre Nachwuchswerbung fortsetzen, in der Hoffnung bald auch Coaches und Helfer hinzugewinnen zu können.

Handball

Laurenz Lakotta berichtete von einem schwierigen Jahr der Handballer. Viele Spieler hätten aufgehört; im Spielbetrieb habe es viele Spielabsagen und Verschiebungen gegeben. Dazu großes Verletzungspech. Daher sei der Abstieg der Herren aus der Bezirksoberliga nicht zu vermeiden gewesen.

Im Jugendbereich habe sich die JSG-Kooperation mit dem TV Immenstadt als richtig erwiesen. Besonders erfreulich sei die tolle Entwicklung der weiblichen Jugend. Auch die Handballer seien in der Nachwuchswerbung erfolgreich unterwegs. So sei die Zusammenarbeit mit der Grundschule sehr gut gewesen. Ein absolutes sportliches Highlight sei aber die Teilnahme der C-Jugend am Beachhandballcup in Cavallino/Italien gewesen, ein Event mit lang anhaltender Strahlkraft. Auch bei den Handballern werden dringend Ehrenamtliche als Abteilungsleiter, Trainer oder Helfer gesucht.

Volleyball

Peter Müller, Abteilungsleiter der Volleys, fasste sich kurz: „Letzte Saison war nicht viel los!“ Zum Glück habe es das Beachvolleyball-Team Pauker/Scherzl und Harner/Scherzl gegeben. Denn das Team Pauker/Scherzl errang zwei Schwäbische Meistertitel (U17, U18) und das Team Harner/Scherzl den Schwäbischen Meistertitel (U19).

Turnen und Gymnastik

Norbert Just, Turnabteilungsleiter, der mit Abstand größten Abteilung des TSV Sonthofen, berichtete von einer Corona-Saison mit Einschränkungen, welche sich aber bei Kinderturnangeboten nicht allzu sehr negativ ausgewirkt hätten. Besonders freut er sich darüber dass die Übungsleiter bei der Stange geblieben sind.

Inzwischen gibt es einen regelrechten Run auf die Turnangebote für Kinder, wie beim Babyturnen, Mutter-Kind-Turnen, Kindergartenkinder- und Schulkinderturnen. Hier hätten aufgrund des großen Andrangs bereits mehrere neue Gruppen gebildet und zusätzliche Trainingszeiten angeboten werden müssen. Dies sei auch dem erstmalig durchgeführten „Frühlingsturnfest“ mit rund 500 bis 600 Teilnehmern auf der Turnwiese in Rieden zu verdanken (wir berichteten). Norbert Just verriet, dass dies keinesfalls Ersatz für das Nikolausturnen gewesen sei. Das soll es weiterhin geben.

In Sachen Nachwuchswerbung sei die Turnabteilung vielfältig aktiv. So würden sie, wie die Handballer und Volleyballer, mit der Bewegungs-Kita der Johannis Kindertagesstätte kooperieren, um die Kinder frühzeitig für die vielfältigen Angebote des TSV Sonthofen zu begeistern.

Man kann sich sehen lassen

Ein Aushängeschild seiner Abteilung sind die Leistungsturner. So wurden die Leistungsturnerinnen der Leistungsklasse 3 bei der Sportlerehrung der Stadt Sonthofen für die Allgäuer Meisterschaft ausgezeichnet.

Der neue Star am TSV-Himmel ist derzeit Kilian Krapp, der bei den Allgäuer Mehrkampfmeisterschaften zum ersten Mal den Mehrkampftitel bei den Männern in der Kür holen konnte. Zudem hat in der Wettkampfklasse V Joel Raimund Bronze gewonnen sowie Jonas Müller in der Leistungsklasse 2 ebenfalls Bronze.

Abschließend meinte Norbert Just, dass ihm um die Attraktivität der Turnabteilung nicht bange sei. „Wir haben viele neue Ideen und so tolle Übungsleiter. Dennoch bitte ich alle, die Freude am Sport haben, sich als Übungsleiter oder Helfer zu engagieren.“
Von HANS EHRENFELD

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