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Franz-Xaver H. wird verdächtigt, die schwangere Beate K. (45) ermordet zu haben.

Schwangere getötet – Franz-Xaver H. in U-Haft

Mordverdächtiger läuft gegen Lkw

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Illertissen -  Franz-Xaver H. (39), der verdächtigt wird, die schwangere Beate K. (45) ermordet zu haben, ist gefasst. Er lief gegen einen Lkw.

Als Arbeiter am Freitagvormittag um 10 Uhr an der A7 bei Illertissen einen schlafenden Mann entdecken, glauben sie auch wegen der Fahne an eine Bierleiche. Zu diesem Zeitpunkt wird nach dem vor ihnen liegenden Mann, Franz-Xaver H. (39), überall gefahndet. Er soll am Mittwochnachmittag in Kirchroth die schwangere Beate K. (45) und deren ungeborenes Kind erstochen haben. Doch zunächst kommt der bis zu diesem Zeitpunkt Unbekannte von der Autobahn in verschiedenen Krankenhäusern unter – und büxt aus dem letzten aus! Stunden später kommt der mutmaßlicher Schwerverbrecher aber doch in Haft …

Die Straßenarbeiter hatten es richtig gemacht: Sie riefen wegen des Betrunkenen, der keinen Ausweis bei sich trug, die Memminger Autobahnpolizei. Die wiederum holte die Rettung, da der Mann zwecks Ausnüchterung und leichter Verletzung am Kopf ins Krankenhaus sollte. Dort lehnte Franz-Xaver H. die Behandlung ab, laut Polizei „verbal aggressiv“. Deswegen wurde er in die Neurologie des Bezirkskrankenhauses in Günzburg verlegt. Gegen 18 Uhr spazierte er von dort wieder nach draußen.

Nun alarmierte das dortige Krankenhauspersonal die Günzburger Polizei, es stünden schließlich noch Untersuchungen an. Wieder lief eine Fahndung an – diesmal nach einem vermissten Kranken. Dessen wahre Identität war noch immer nicht bekannt, „wegen des medizinischen Behandlungsvorranges“, wie das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West begründet.

Es wurde nach dem vermeintlichen Patienten auch mit Hubschrauber gesucht. Kurze Zeit später, gegen 20 Uhr, erfasste ein Sattelzug den mutmaßlichen Killer auf der B16. Franz-Xaver H., der dringend der Bluttat in Kirchroth tatverdächtig ist, erlitt bei der Berührung mit dem Lkw einen leichten Bruch im Brustkorbbereich und Prellungen, wieder kam er in eine Klinik. Dort wurde er in der Nacht auf Samstag schließlich vom Günzburger Krankenhauspersonal zusammen mit der Autobahnpolizei als der Gesuchte entlarvt. Er kam in U-Haft. Wo der 39-Jährige sich bis zu seinem Unfall im 200 Kilometer entfernten Günzburg aufgehalten hat, soll jetzt ermittelt werden. Sein Auto, ein grauer Mercedes E220, nach dem die Polizei schon in den vergangenen Tagen intensiv gesucht hatte, ist weiterhin verschwunden.

mc

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