Schwarzer Tag für Nürnbergs Bahnfahrer 

Nürnberg - Bus- und Bahnnutzer in Nürnberg müssen sich in den kommenden Jahren auf massiv steigende Fahrkartenpreise einstellen. Warum die Erhöhung kommt, und was sie genau bedeutet:

Nürnberg - Bis zum Jahr 2015 sollen Einzelfahrten um 30 Prozent teurer werden. Entsprechenden Vorschlägen der Nürnberger Verkehrs-Aktiengesellschaft (VAG) hat am Mittwochabend die Mehrheit des Nürnberger Stadtrats zugestimmt. Für den neuen Stadttarif hätten neben den beiden Rathaus-Kooperationspartnern CSU und SPD auch die Freien Wähler und die FDP gestimmt, teilte eine Stadtsprecherin am Donnerstag mit. Der Preis für eine Einzelfahrkarte etwa soll von derzeit 2,10 Euro im nächsten Jahr auf 2,40 Euro und im Jahr 2015 auf 2,70 Euro steigen. Das Jahres-Abo legt von 44,20 Euro auf 50,50 Euro und danach auf 57,50 Euro im Monat zu, die normale Monatskarte “Solo 31“ von 55,90 Euro über 61,50 Euro auf 69,00 Euro. Die VAG hatte die 30-prozentige Preiserhöhung unter anderem mit den sinkenden Zuschüssen von Bund und Land für den öffentlichen Nahverkehr begründet. Dieser millionenschwere Fehlbetrag lasse sich nicht mehr allein mit den jährlichen Anhebungen im Rahmen des Inflationsausgleichs decken. Schon jetzt könnten größere kommunale Zuschüsse verhindert werden, weil die VAG-Mutter N-Energie jährlich 72 Millionen Euro ihrer Gewinne in die VAG stecke. Von dem neuen Stadttarif erhofft sich der Bus- und Bahnbetreiber jährliche Mehreinnahmen von 14 Millionen Euro.

lby

Rubriklistenbild: © dpa

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