Millionenschaden

600 Schweine sterben bei Brand in Unterfranken

Zeil am Main - Mitten in der Nacht bricht ein Feuer auf einem Bauernhof aus. Eine Halle für Schweinezucht brennt nieder - Hunderte Tiere können nicht mehr gerettet werden. Für den Landwirt ein Millionenschaden.

In einer Schweinezuchtanlage in Zeil am Main (Landkreis Haßberge) sind bei einem Brand mehr als 600 Tiere verendet. Fünf Anwohner retteten sich in der Nacht zum Donnerstag unverletzt ins Freie. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf rund 1,5 Millionen Euro.

Die genaue Brandursache ist bisher unklar. „Aufgrund des hohen Zerstörungsgrades ist die Suche nach Hinweisen für die Brandermittler sehr schwierig“, sagte ein Polizeisprecher. Fremdverschulden könne jedoch ausgeschlossen werden. „Wir haben bislang keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung gefunden.“

In der Anlage waren 400 Ferkel und mehr als 200 Mutterschweine untergebracht. Sie alle fielen den Flammen zum Opfer. Der Stall und ein unbewohntes Nebengebäude brannten nieder. Die Freiwilligen Feuerwehren aus den umliegenden Ortschaften konnten ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus verhindern.

Nach Angaben des Würzburger Fachzentrums für Schweinezucht und -haltung gibt es in Bayern mehr als 2700 Ferkelzüchter, ungefähr 700 davon in Unterfranken. Die Ferkelerzeuger im Freistaat haben durchschnittlich 88 Mutterschweine in ihren Stallungen. Der Familienbetrieb in Zeil am Main gehörte zu den größeren Schweinezuchtanlagen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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